Das US-Jobwachstum dürfte im Februar weiterhin stark geblieben sein, aber Handels- und politische Risiken trüben die Aussichten.

Das US-Jobwachstum dürfte im Februar weiterhin stark geblieben sein, aber Handels- und politische Risiken trüben die Aussichten.
Diya Poddar
07. März 2025, 10:20 AM
  • Die US-Wirtschaft dürfte im Februar 160.000 Arbeitsplätze geschaffen haben, gegenüber 143.000 im Januar.
  • Arbeitslosenquote wird voraussichtlich bei 4 % bleiben, da der Arbeitsmarkt robust bleibt.
  • Die Stellenstreichungen im Bundesdienst spiegeln sich nicht in den Februar-Daten wider, werden aber voraussichtlich die März-Zahlen beeinflussen.

Der US-Arbeitsmarkt dürfte im Februar weiterhin Arbeitsplätze geschaffen haben, doch die Sorgen über Handelspolitik, verschärfte Einwanderungskontrollen und Stellenabbau im Bundesdienst sorgen für zunehmend unsichere Aussichten.

Ökonomen erwarten, dass der kommende Bericht des Arbeitsministeriums einen Zuwachs von 160.000 Arbeitsplätzen ausweisen wird, gegenüber 143.000 im Januar, wobei die Arbeitslosenquote bei 4 % stabil bleiben dürfte.

Trotz der anhaltenden Einstellungsbereitschaft der Unternehmen müssen diese mit sich verändernden wirtschaftlichen Bedingungen zurechtkommen, darunter die von der Trump-Regierung angedrohten Zölle und der Personalabbau in Bundesbehörden, die die Beschäftigungstrends in den kommenden Monaten beeinflussen könnten.

Die Einstellungspraxis bleibt trotz des Drucks stark.

Trotz zunehmender wirtschaftlicher Gegenwinde ist die Schaffung von Arbeitsplätzen stabil geblieben.

Die Arbeitgeber schufen im Jahr 2024 durchschnittlich 166.000 Arbeitsplätze pro Monat, ein Rückgang gegenüber 216.000 im Jahr 2023 und deutlich weniger als der monatliche Durchschnitt von 603.000 im Jahr 2021 während der wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie.

Die Arbeitsmarktzahlen für Februar dürften die anhaltende Dynamik bei der Einstellung von Mitarbeitern widerspiegeln, insbesondere im Freizeit- und Gastgewerbe, das sich nach den durch Waldbrände in Los Angeles Anfang des Jahres verursachten Unterbrechungen erholt hat.

Die anhaltende Wirtschaftsexpansion hat sich trotz der hohen Zinssätze fortgesetzt, von denen ursprünglich erwartet wurde, dass sie eine Verlangsamung auslösen würden.

Die Federal Reserve erhöhte ihren Leitzins zwischen 2022 und 2023 elfmal, um der Inflation entgegenzuwirken, und brachte ihn damit auf den höchsten Stand seit über zwei Jahrzehnten.

Die Wirtschaft zeigte jedoch aufgrund der starken Konsumausgaben, der verbesserten Produktivität und der gestiegenen Zuwanderung, die zur Linderung des Arbeitskräftemangels beitrug, Widerstandsfähigkeit.

Die Inflation sank im September 2024 auf 2,4 %, was der Fed im vergangenen Jahr drei Zinssenkungen ermöglichte, weitere Senkungen wurden jedoch aufgrund anhaltenden Inflationsdrucks verschoben.

Bundesweite Kürzungen und Handelsrisiken

Die jüngsten Stellenstreichungen der Trump-Regierung in Bundesbehörden werden sich voraussichtlich nicht auf den Arbeitsmarktbericht für Februar auswirken, da die Erhebung des Arbeitsministeriums vor dem Inkrafttreten der Stellenverluste durchgeführt wurde.

Es wird jedoch erwartet, dass diese Kürzungen in den Lohn- und Gehaltsdaten für März und darüber hinaus deutlich sichtbar werden.

Gleichzeitig schafft der Ansatz der Regierung in der Handelspolitik zusätzliche Herausforderungen für Unternehmen.

Vorgeschlagene Zollerhöhungen auf Importgüter könnten zu steigenden Produktionskosten führen, was sich auf Einstellungs- und Lohnentscheidungen auswirken könnte.

Ökonomen warnen davor, dass solche Maßnahmen die Schaffung von Arbeitsplätzen verlangsamen, das verfügbare Einkommen verringern und die Inflationsrisiken erhöhen könnten.

Wenn Unternehmen mit Kostensenkungen reagieren, könnten die Auswirkungen in mehreren Sektoren spürbar werden und möglicherweise zu einer stärkeren Verlangsamung des Arbeitsmarktes führen.

Das Lohnwachstum verlangsamt sich.

Ökonomen erwarten, dass die durchschnittlichen Stundenlöhne der Arbeitnehmer im Februar um 0,3 % gestiegen sind, ein Rückgang gegenüber dem Anstieg von 0,5 % im Januar.

Auch wenn diese Verlangsamung des Lohnwachstums von der Federal Reserve als Zeichen nachlassenden Inflationsdrucks begrüßt werden mag, ist es unwahrscheinlich, dass sie zu einer sofortigen Zinssenkung auf der nächsten Sitzung der Zentralbank am 18. und 19. März führen wird.

Marktanalysten, die die Entscheidungen der Federal Reserve verfolgen, deuten darauf hin, dass die Händler an der Wall Street frühestens im Mai mit einer weiteren Zinssenkung rechnen, wobei die Unsicherheit über die Inflationstrends anhält.

Sollte die Inflation anhalten, könnten weitere Verzögerungen bei Zinssenkungen die Investitions- und Einstellungsentscheidungen von Unternehmen in den kommenden Monaten beeinträchtigen.

Mit zunehmendem wirtschaftlichem Druck werden Arbeitgeber und Arbeitssuchende gleichermaßen genau beobachten, wie politische Entscheidungen die Entwicklung des US-Arbeitsmarktes beeinflussen.

Angesichts von Handelskonflikten, Stellenabbau im öffentlichen Dienst und Lohnschwankungen bleibt die Stabilität des Arbeitsmarktes ein zentrales Anliegen für die gesamte Wirtschaft.