Tesla-Aktie könnte Gewinnserie fortsetzen, Analyst bleibt optimistisch

Tesla-Aktie könnte Gewinnserie fortsetzen, Analyst bleibt optimistisch
Utkarsh Roshan
28. Apr. 2025, 16:42 PM
  • Die Tesla-Aktie (TSLA) verzeichnete am Montag im frühen Handel einen Anstieg von 1,2 % und setzte damit ihren Aufwärtstrend fort.
  • Cantor Fitzgerald hat seine „Overweight“-Einstufung für Tesla bekräftigt und ein Kursziel von 355 US-Dollar beibehalten.
  • Die Aktie liegt seit Jahresbeginn immer noch etwa 25 % im Minus.

Die Tesla-Aktie (TSLA) verzeichnete am Montag im frühen Handel einen Anstieg von 1,2 % und setzte damit ihren Aufwärtstrend den fünften Tag in Folge fort.

Die Aktien wurden zu 288,30 $ gehandelt, während sowohl der S&P 500 als auch der Dow Jones Industrial Average geringere Gewinne von 0,2 % bzw. 0,3 % verzeichneten.

Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Berichts hat die Aktie jedoch einen Teil dieser Gewinne wieder abgegeben und notiert 0,4 % höher. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie immer noch rund 25 % im Minus.

Der heutige Kursanstieg folgt auf einen Anstieg der Tesla-Aktien um 18,1 % in der vergangenen Woche, obwohl das Unternehmen im ersten Quartal die Erwartungen verfehlende Ergebnisse gemeldet hatte.

Teslas Betriebsgewinn von 399 Millionen Dollar verfehlte die Schätzungen der Wall Street um etwa 500 Millionen Dollar.

Der Kursanstieg des Aktienwerts wurde jedoch hauptsächlich durch die Ankündigung von CEO Elon Musk getrieben, seine Zeit in Washington, D.C., zu reduzieren, um sich stärker auf Tesla zu konzentrieren – ein Schritt, den die Anleger begrüßten.

Analyst bleibt optimistisch.

Cantor Fitzgerald hat seine „Overweight“-Einstufung für Tesla (TSLA) bekräftigt und ein 12-Monats-Kursziel von 355 US-Dollar beibehalten.

Trotz erwarteter kurzfristiger Herausforderungen wie makroökonomischer Bedingungen, Zöllen, der polarisierenden Politik von CEO Elon Musk und der möglichen Abschaffung der Steuergutschrift für Elektrofahrzeuge bleibt das Unternehmen optimistisch hinsichtlich der langfristigen Perspektiven von Tesla.

Die Tesla-Aktie ist seit Jahresbeginn um etwa 29,4 % gefallen, aber die solide Finanzlage des Unternehmens mit mehr Barmitteln als Schulden hat dazu beigetragen, das Vertrauen von Cantor Fitzgerald aufrechtzuerhalten.

Das Unternehmen begrüßt auch Musks Ankündigung, sein Engagement bei DOGE ab Mai zu reduzieren, um sich stärker auf Tesla zu konzentrieren.

Mit Blick auf die Zukunft ist Cantor Fitzgerald besonders optimistisch hinsichtlich der bevorstehenden Katalysatoren für Tesla, darunter die Einführung der Full Self-Driving (FSD)-Technologie in China, die im ersten Quartal 2025 begann, und die erwartete Einführung von FSD in Europa in der ersten Hälfte des Jahres 2025, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung.

Mehrere Analysten sind anderer Meinung.

Teslas verfehlte Quartalszahlen und die steigenden Zölle haben zu einer Reihe von Abwärtskorrekturen durch Wall-Street-Analysten geführt. Viele signalisieren, dass die Erholung des Unternehmens länger dauern könnte als zuvor erwartet.

CFRA Research stufte Tesla auf „Halten“ herab und senkte das Kursziel auf 260 US-Dollar.

Das Unternehmen warnte, dass der Gewinn je Aktie frühestens 2027 wieder das Niveau von 2023 erreichen könnte, und verwies auf steigenden Kostendruck und eine schwächelnde Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Diese Prognose deutet auf eine langwierige Erholung und nicht auf einen kurzfristigen Rückschlag hin.

Goldman Sachs zog nach und senkte sein Kursziel auf 235 Dollar. Obwohl die Bank eine neutrale Haltung beibehielt und weiterhin langfristiges Potenzial in Teslas Technologie für autonomes Fahren sieht, räumte sie ein, dass die Zukunft dieses Katalysators angesichts der enttäuschenden Ergebnisse des ersten Quartals nun ungewisser ist.

Wells Fargo verfolgte einen pessimistischeren Ansatz, senkte sein Kursziel auf 120 US-Dollar und behielt die Einstufung „Untergewichtet“ bei.

Analyst Colin Langan hob die sich verschlechternden Fundamentaldaten hervor, insbesondere im Energiegeschäft von Tesla, und stellte die Machbarkeit des versprochenen erschwinglichen Modells des Unternehmens in Frage. Er vermutete, es könnte sich lediglich um ein kostengünstigeres Model Y handeln.