BYD erreicht in Hongkong ein Rekordhoch, nachdem Citi das Kursziel angehoben und die Aussichten für Elektrofahrzeuge sich verbessert haben.

BYD erreicht in Hongkong ein Rekordhoch, nachdem Citi das Kursziel angehoben und die Aussichten für Elektrofahrzeuge sich verbessert haben.
Vatsala Gaur
21. Mai 2025, 08:58 AM
  • Die in Hongkong notierten BYD-Aktien werden derzeit mit einem Rekordaufschlag gegenüber den Aktien an der Börse in Shenzhen gehandelt.
  • Citi hebt das Kursziel für BYD angesichts der positiven Aussichten für den Export von Elektrofahrzeugen an.
  • BYD überholt Tesla im weltweiten Ranking der Zukunftsfähigkeit von IMD.

Die Aktien des chinesischen Elektroauto-Giganten BYD sind in Hongkong auf ein Rekordhoch gestiegen, was auf erneuten Investorenoptimismus zurückzuführen ist. Die Aufschläge gegenüber den in Shenzhen notierten Aktien haben ein Allzeithoch erreicht.

Die Aktie sprang in Hongkong um bis zu 4,4 % an und erreichte nach Anpassung für den Währungskurs einen Kurs, der über 5 % höher lag als das Pendant im Festlandchina, wie aus Bloomberg-Daten hervorgeht.

Die Kursrallye folgte auf die Erhöhung des Kursziels für die Aktie durch Citi von 688 HK$ auf 727 HK$ (Hongkong-Aktie) bzw. von 630 Yuan auf 669 Yuan (Shenzhen-Aktie).

Die Aktie wurde auch durch die positive Stimmung nach dem Börsengang von Contemporary Amperex Technology Co. gestärkt, was ein wachsendes Vertrauen ausländischer Investoren in die langfristigen Aussichten von BYD signalisiert.

Diese Performance sticht in einem breiteren Markt hervor, in dem Hongkong-Aktien im Vergleich zu Aktien des chinesischen Festlandes typischerweise mit einem Abschlag von 33 % gehandelt werden, wie der Hang Seng Stock Connect China AH Premium Index zeigt.

Quelle: Bloomberg

BYD erzielt in Hongkong einen Aufschlag aufgrund seiner Anziehungskraft bei globalen Investoren.

Strategen bei UBS AG stellten fest, dass die allgemeine Bewertungsdifferenz zwischen dem chinesischen Festland und dem Markt in Hongkong zwar bestehen bleiben dürfte, ausgewählte Aktien wie BYD und China Merchants Bank Co. jedoch aufgrund ihrer wahrgenommenen Qualität und Attraktivität für globale Investoren einen Aufschlag erzielen.

Die verbesserte Liquidität in den ausländischen Märkten steigert die Attraktivität der BYD-Aktien in Hongkong weiter.

Citi verwies auf ein günstiges Exportmuster für chinesische Personenkraftwagen in den ersten vier Monaten des Jahres 2025, was insbesondere BYD zugutekommt.

Citi verwies auf die zunehmende Dynamik bei den Exporten von Plug-in-Hybriden und die beschleunigten Marktanteilsgewinne von BYDs batterieelektrischen Fahrzeugen im Ausland.

Citi beurteilte außerdem, dass BYD unter den großen Automobilherstellern am besten positioniert ist, um potenziellen Preissenkungen im Jahr 2026 standzuhalten, was auf seine Skaleneffekte und das diversifizierte geografische Vertriebsmix zurückzuführen ist.

BYD übertrifft Tesla in Bezug auf Zukunftsfähigkeit

BYD hat seine Aufwärtsentwicklung weiter fortgesetzt und Tesla im globalen Ranking zur Zukunftsfähigkeit des International Institute for Management Development (IMD) überholt.

Der Bericht misst die Fähigkeit eines Unternehmens, externe Veränderungen vorherzusehen und sich an diese anzupassen.

Laut IMD wächst die Dominanz Chinas im Automobilsektor, wobei BYD, Geely und Li Auto drei der ersten vier Positionen besetzen.

Zuvor hatte BYD Tesla überholt und ist damit zum weltweit führenden Verkäufer von Elektrofahrzeugen geworden.

Im Jahr 2024 meldete das Unternehmen einen Umsatz von 107 Milliarden US-Dollar und lieferte 4,27 Millionen Fahrzeuge aus, womit es Tesla mit 1,79 Millionen Einheiten und einem Umsatz von 97,7 Milliarden US-Dollar deutlich übertraf, was den ersten jährlichen Umsatzrückgang des Unternehmens bedeutete.

BYD verfestigt seine Position in Europa mit der Expansion nach Ungarn.

BYDs internationale Ambitionen wachsen weiter.

CEO Wang Chuanfu kündigte während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ungarischen Premierminister Viktor Orbán die Errichtung eines europäischen Zentrums in Ungarn an.

Die neue Anlage wird 2.000 Arbeitsplätze schaffen und als Drehscheibe für Vertrieb, Kundendienst, Tests und die Entwicklung lokalisierter Fahrzeugmodelle dienen.

Ungarn, das unter Orbáns Führung enge Handelsbeziehungen zu China unterhält, beherbergt bereits BYDs europäische Fabrik für Elektrobusse in Komárom.

Derzeit wird ein zweites Werk für die Produktion von Elektrofahrzeugen gebaut, was BYDs strategische Position auf dem europäischen Markt festigt.