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Warum die Einführung von Biokraftstoffen in der Schifffahrt vor Herausforderungen in Bezug auf Versorgung und Wirtschaftlichkeit steht.

Warum die Einführung von Biokraftstoffen in der Schifffahrt vor Herausforderungen in Bezug auf Versorgung und Wirtschaftlichkeit steht.
Sayantan Sarkar
27. Mai 2025, 13:06 PM
  • Die Nachfrage nach Biokraftstoffen übersteigt die Produktion, was zu Engpässen führt.
  • Die Wirtschaftlichkeit hängt von Treibhausgasemissionen, Anreizen und zukünftigen Kraftstoffumstellungen ab.
  • Netto-Null-Ziele fördern die Einführung von Biokraftstoffen, stellen aber auch Herausforderungen dar.

Angetrieben vom Ziel der Schifffahrtsindustrie, Netto-Null-Kohlendioxidemissionen zu erreichen, steigt die Nachfrage nach Biokraftstoffen. Biokraftstoffe bieten eine leicht umsetzbare Lösung aufgrund ihrer Kompatibilität mit der aktuellen Schiffsmotorentechnologie.

Eine Analyse von Rystad Energy zeigt einen Rückstand bei der Produktionskapazität für Biokraftstoffe (einschließlich Biodiesel und Bio-LNG) im Vergleich zur Nachfrage.

„Die ungezügelte Nachfrage nach Biodiesel übersteigt das Gesamtangebot, und die Aussichten für Bio-LNG sind sowohl in Bezug auf die Zuteilung als auch die Produktion gleichermaßen eingeschränkt“, teilte das in Norwegen ansässige Energie-Intelligence-Unternehmen am Dienstag mit.

Biokraftstoffe können eine wirtschaftlichere Option als herkömmliche Schmieröle wie VLSFO (Very Low Sulfur Fuel Oil) darstellen, insbesondere bei der Erfüllung des GFI-Standards der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) für niedrige Emissionen.

Nachfrage

Wenn das Angebot nicht begrenzt wird, könnte die weltweite Nachfrage nach Biodiesel im Schifffahrtssektor bis 2028 140 Millionen Tonnen Öläquivalent übersteigen, so die Agentur.

Selbst unter optimalen Bedingungen wird die Gesamtproduktion von Biokraftstoffen voraussichtlich ein Maximum von etwa 120 Millionen Tonnen erreichen.

Werden jedoch Nachhaltigkeitsstandards eingeführt, die sauberere, zweite Generation von Biokraftstoffen bevorzugen, verringert sich das potenzielle Angebot deutlich auf nur 40 Millionen Tonnen.

Berücksichtigt man Produktionsunsicherheiten, tatsächliche Ausbringung und die Konkurrenz durch andere Industrien, ist die realistisch erreichbare Menge an Biokraftstoffen für die Schifffahrt noch geringer.

Rystad fügte hinzu:

„Die Nachfrage nach Biodiesel übersteigt, wenn sie nicht eingeschränkt wird, das Gesamtangebot. Die Situation bei Bio-LNG ist ebenfalls angespannt, mit Herausforderungen sowohl bei der Produktions- als auch bei der Verteilungskapazität“, sagte Junlin Yu, leitender Datenanalyst für Schifffahrt bei Rystad Energy, in einer Pressemitteilung.

Die prognostizierte Biomethan-Nachfrage wird bis 2028 bescheidene 16 Millionen Tonnen (Öl-Äquivalent) betragen.

Der scheinbare Angebotsüberschuss ist jedoch ungenau, da laut Yu bereits über 84 % des weltweiten Biomethans für die Stromerzeugung vorgesehen sind und weitere 10 % dem Straßentransport zugewiesen werden.

„Das bedeutet, dass nur 6 % für alle anderen Sektoren, einschließlich der Schifffahrt, zur Verfügung stehen, was den tatsächlichen Zugang deutlich stärker einschränkt, als die Zahlen vermuten lassen.“

Die Schifffahrtsindustrie wird sich voraussichtlich mit dem Mangel auseinandersetzen müssen, der behoben werden müsste, so die Agentur.

Obwohl zukünftige Brennstoffe wie Ammoniak und Methanol vielversprechende langfristige Lösungen sind, führen ihre hohen Kosten und der Bedarf an Infrastruktur bei Schiffsbesitzern zu Zögern, die auf eindeutigere Markttrends warten, so Rystad.

Machbarkeit

Biokraftstoffe scheinen derzeit die praktikabelste Option für die Schifffahrtsindustrie zu sein, um die immer strengeren Emissionsvorschriften der IMO zu erfüllen.

Diese Übergangslösung sei jedoch anfällig, so die Behörde.

Ein Mangel an gründlicher Planung und proaktiven Maßnahmen könnte die Wirksamkeit bei der Erreichung der Compliance schnell untergraben, fügte es hinzu.

Yu sagte:

Die Nachfrage nach Bio-LNG im Schifffahrtsverkehr übersteigt jedoch die aktuelle Produktionsmenge deutlich, was auf einen erheblichen Angebotsmangel hindeutet.

Um sich an die sich entwickelnden Vorschriften anzupassen, müssen Reedereien unverzüglich handeln, indem sie zuverlässige Biokraftstoffquellen sichern und die GFI-Ziele einhalten, fügte Yu hinzu.

Derzeit bieten Biokraftstoffe eine kostengünstigere Alternative zu herkömmlichen Schiffskraftstoffen, insbesondere im Hinblick auf die Einhaltung strenger Vorschriften zur Reduzierung von Kohlendioxidemissionen.

Obwohl das Mischen von Biokraftstoffen in einem Anteil von 30 % oder 50 % eine kurzfristige Lösung für die Erreichung von Emissionsminderungszielen bietet, bietet der vollständige Übergang auf 100 % emissionsarme Biokraftstoffe die größten langfristigen Kostenvorteile und Vorteile.

Bio-LNG stellt, insbesondere mit staatlichen Subventionen, eine kostengünstigere Alternative zu Biodiesel dar.

Dies macht Bio-LNG zu einer potenziell wertvollen Kraftstoffquelle für die Schifffahrtsindustrie, die auf sauberere Energien setzt, so Rystad.