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EZB senkt Leitzins um 25 Basispunkte und begründet dies mit der Abkühlung der Inflation

EZB senkt Leitzins um 25 Basispunkte und begründet dies mit der Abkühlung der Inflation
Utkarsh Roshan
05. Juni 2025, 14:48 PM
  • Die Europäische Zentralbank hat am Donnerstag eine weithin erwartete Zinssenkung um einen Viertelpunkt vorgenommen.
  • "Die Inflation liegt derzeit in etwa dem mittelfristigen Ziel des EZB-Rats von 2 %", so die EZB in einer Erklärung.
  • Die Inflation scheint zwar unter Kontrolle zu sein, aber die wirtschaftliche Erholung in der Region bleibt fragil.

Die Europäische Zentralbank hat am Donnerstag eine weithin erwartete Zinssenkung um einen Viertelpunkt vorgenommen, indem sie ihren Zinssatz für die Einlagefazilität von einem Höchststand von 4 % Mitte 2023 auf 2 % senkte und ihre Inflationsprognosen für das Jahr nach unten revidierte.

In einer Erklärung, die die Entscheidung begleitete, sagte die EZB, dass der Schritt von ihrer jüngsten Einschätzung der Inflationsaussichten, der zugrunde liegenden Preisdynamik und der anhaltend starken geldpolitischen Transmission geleitet wurde.

"Die Inflation liegt derzeit in etwa dem mittelfristigen Ziel des EZB-Rats von 2%", sagte die Zentralbank am Donnerstag in einer Erklärung .

Vorläufige Daten, die Anfang dieser Woche veröffentlicht wurden, zeigten, dass die Verbraucherpreise in der Eurozone im Mai um 1,9% gestiegen sind und damit unter das Ziel der EZB von 2% gefallen sind und schwächer als erwartet ausfallen.

Die Zinssenkung um 25 Basispunkte wurde von den Märkten im Vorfeld der Ankündigung vollständig eingepreist, wobei die LSEG-Daten eine Wahrscheinlichkeit von nahezu 99 % für diesen Schritt zeigten.

Die Analysten beobachten nun genau die Hinweise für künftige geldpolitische Anpassungen, insbesondere da die EZB die schwächere Inflation mit den anhaltenden geopolitischen und fiskalischen Risiken in Einklang bringt.

Neue vierteljährliche Projektionen der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigen, dass die Inflation bis 2026 unter das Ziel von 2 % fallen wird, mit einer Prognose von 1,6 %.

Der aktualisierte Ausblick deutet auch auf ein im Vergleich zu früheren Schätzungen leicht schwächeres Wirtschaftswachstum für das kommende Jahr hin.

Das Wachstum bleibt angesichts der sich abzeichnenden geopolitischen Unsicherheit lau

Die Inflation scheint zwar unter Kontrolle zu sein, aber die wirtschaftliche Erholung in der Region bleibt fragil.

Die jüngste Schätzung von Eurostat geht von einem BIP-Wachstum in der Eurozone von 0,3% im ersten Quartal aus, was die anhaltende Schwäche in mehreren Sektoren widerspiegelt.

Der Schritt der EZB erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen, die die wirtschaftliche Entwicklung der Region erschweren könnten.

Insbesondere wächst die Besorgnis über die Zollagenda von US-Präsident Donald Trump, die nach Ansicht von Analysten die europäischen Exporteure, insbesondere im Stahl- und Automobilsektor, erheblich beeinträchtigen könnte.

Während die inflationären Auswirkungen der Zölle ungewiss bleiben, haben die politischen Entscheidungsträger das Risiko von Vergeltungsmaßnahmen der Europäischen Union erkannt.

Obwohl die EU-Staats- und Regierungschefs derzeit auf Eis gelegt werden, haben sie signalisiert, dass sie bereit sind, erforderlichenfalls zu handeln.

Gleichzeitig erhöhen die vorgeschlagenen Erhöhungen der Verteidigungsausgaben in den Mitgliedstaaten die wirtschaftlichen Aussichten mit unklaren Auswirkungen auf die Haushaltsstabilität und die Investitionsströme.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde wird die Projektionen und die allgemeinen Wirtschaftsaussichten der Zentralbank auf einer Pressekonferenz um 14.45 Uhr Ortszeit in Frankfurt erläutern.