Südkoreas Kimchi-Münzen steigen um 140%, da der Hype um Won-Stablecoins den Hype im Einzelhandel anheizt

Südkoreas Kimchi-Münzen steigen um 140%, da der Hype um Won-Stablecoins den Hype im Einzelhandel anheizt
Diya Poddar
16. Juni 2025, 13:48 PM
  • Die Zuflüsse steigen, da der Bitcoin-Preis über 106.000 $ steigt.
  • Die institutionelle Nachfrage kehrt trotz der Stagnation der Preise zu Beginn der Woche zurück.
  • Das Open Interest der Futures sinkt um 10 %, was die Vorsicht der Händler zeigt.

Eine Gruppe wenig bekannter südkoreanischer Altcoins, die weithin als "Kimchi Coins" bekannt sind, hat inmitten von Spekulationen über einen staatlich unterstützten Stablecoin, der mit dem koreanischen Won in Verbindung steht, ein dramatisches Wiederaufleben der Handelsaktivität und der Kursgewinne erlebt.

MEVerse (MEV), fanC (FANC), BORA und STMX haben alle eine starke Rallye auf den lokalen Märkten verzeichnet und das Interesse von Kleinanlegern geweckt.

Auf Bithumb überholte MEVerse kurzzeitig sowohl Ethereum als auch Solana im Handelsvolumen, ein bemerkenswerter Meilenstein für einen Token, der in Bezug auf Innovation und Investoreninteresse lange Zeit als inaktiv galt.

Der Auslöser scheint die wachsende Aufmerksamkeit für die mögliche Einführung eines auf Won lautenden Stablecoins zu sein.

Obwohl noch keine offiziellen Partnerschaften bestätigt wurden, veröffentlichen Blockchain-Unternehmen in Südkorea schnell Erklärungen und Geschäftspläne, die auf eine Ausrichtung an den Bemühungen der Regierung um digitale Währungen hindeuten.

Diese Ankündigungen haben spekulative Käufe angeheizt und niedrig bewertete Token wieder in den Mainstream gedrängt.

Dünne Fundamentaldaten, aber Volumen schießen in die Höhe

Trotz der erneuten Begeisterung gab es wenig bis gar keine Fortschritte bei der zugrunde liegenden Technologie oder den Anwendungsfällen dieser Token.

Biz Watch, ein lokales Medienunternehmen, gehörte zu den ersten, die über den ungewöhnlichen Volumenanstieg berichteten und feststellten, dass viele der Gewinne eher auf das Momentum als auf die Fundamentaldaten zurückzuführen sind.

Die Ratingagentur Apywa hat den meisten dieser Altcoins niedrige Zuverlässigkeitsbewertungen zugewiesen, was auf eine schwache Projektrentabilität und mangelnde Transparenz hinweist.

Trotzdem sind die Volumenzahlen schwer zu ignorieren. Am 8. Juni war MEV der am höchsten gehandelte Altcoin auf Bithumb und übertraf nicht nur andere Small-Cap-Coins, sondern auch etablierte Vermögenswerte wie XRP.

Die plötzliche Performance des Tokens hat dazu geführt, dass Marktbeobachter Parallelen zu früheren Spekulationsblasen auf dem südkoreanischen Kryptomarkt ziehen, wie z. B. dem starken Anstieg und Absturz von Paycoin.

Es gibt auch hartnäckige Gerüchte, dass einige dieser Coins mit großen Stablecoins wie USDT oder USDC in Verbindung stehen oder eine Rolle in der inländischen Zahlungsinfrastruktur spielen könnten – obwohl keine formellen Erklärungen der Regierung oder verifizierte Partnerschaften diese Darstellung unterstützen.

Die Unklarheit hat die Begeisterung der Anleger kaum gedämpft, insbesondere angesichts der starken Geschichte Südkoreas mit einzelhandelsgetriebenen Krypto-Trends.

Händler wegen Ausnutzung der Kimchi-Prämie verurteilt

In einer separaten rechtlichen Entwicklung hat die südkoreanische Justiz die Haftstrafen für eine Gruppe von Personen bestätigt, die wegen illegaler Ausnutzung der sogenannten "Kimchi-Prämie" – der Preislücke zwischen inländischen und ausländischen Kryptomärkten – verurteilt wurden.

Die Händler schmuggelten Kryptowährungen im Wert von fast 296 Millionen US-Dollar von Japan nach Südkorea über ein Netzwerk von Briefkastenfirmen und falschen Deklarationen.

Das Gericht entschied, dass die Maßnahmen gegen Devisengesetze verstoßen, was die harte Haltung der Regierung gegenüber der Umgehung von Vorschriften auf den Kryptomärkten bekräftigt.

Dieses Gerichtsurteil kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Besorgnis über spekulativen Handel und Marktmanipulation erneut auftaucht, insbesondere im Zusammenhang mit dem neuen Comeback-Stablecoin-Hype.

Die Korrelation zwischen dem Anstieg spekulativer Altcoins und den Trends bei der Rechtsdurchsetzung deutet darauf hin, dass der südkoreanische Regulierungsrahmen weiterhin ein kritischer Faktor für die Gestaltung des Kryptowährungs-Ökosystems sein wird.

Analysten weisen auf Risiko eines plötzlichen Zusammenbruchs hin

Finanzanalysten und Krypto-Forscher warnen Anleger davor, vorsichtig vorzugehen.

Während der Anstieg der Aktivitäten für Schlagzeilen und Nutzerverkehr an lokalen Börsen sorgt, werden Vergleiche mit Paycoin gezogen, das in die Höhe schoss und später unter dem Druck der Regulierungsbehörden abstürzte.

Das Fehlen verifizierter Verbindungen zwischen den Kimchi Coins und dem kommenden staatlichen Stablecoin bleibt ein erheblicher Risikofaktor.

Ein Wertpapierbeamter, der von lokalen Medien zitiert wurde, erklärte, dass viele Fintech-Unternehmen die Stablecoin-Gespräche jetzt nutzen, um die Begeisterung der Anleger zu wecken, auch wenn ihre eigentlichen Geschäftspläne keine konkreten Verbindungen zu dem Projekt haben.

In früheren Zyklen hat diese Art von spekulativem Enthusiasmus oft zu starken Umkehrungen und Verlusten im Einzelhandel geführt.