Trumps Zölle sorgen für Unsicherheit in den Schwellenländern, da die Frist für die Pause näher rückt

Trumps Zölle sorgen für Unsicherheit in den Schwellenländern, da die Frist für die Pause näher rückt
Utkarsh Roshan
16. Juni 2025, 15:15 PM
  • Trumps Zolldrohungen stören die Exporte aus den Schwellenländern in die USA.
  • Das Fehlen nennenswerter Handelsabkommen mit den USA vor Ablauf der Frist am 8. Juli ist für die Schwellenländer besorgniserregend.
  • Globale Handelsspannungen können zu Währungsinstabilität und Herausforderungen in der Lieferkette führen.

Die Schwellenländer bereiten sich auf mögliche wirtschaftliche Turbulenzen vor, da Präsident Donald Trump seine Rhetorik in Bezug auf Zölle verschärft und damit droht, den Handelspartnern innerhalb weniger Wochen einseitige Zölle aufzuerlegen.

Da die Vereinigten Staaten für viele Schwellenländer ein Schlüsselmarkt sind, wirft die Unsicherheit im Zusammenhang mit diesen Zolldrohungen einen langen Schatten auf ihre Wachstumsaussichten.

Das Fehlen nennenswerter Handelsabkommen mit den USA vor Ablauf der Frist am 8. Juli, wenn Trumps 90-tägige Pause für umfassende Zölle ausläuft, könnte für die Schwellenländer zu Problemen führen.

Da nur ein Abkommen mit Großbritannien abgeschlossen wurde und viele andere noch in der Schwebe sind, steigt das Risiko eines erneuten protektionistischen Drucks.

Für Schwellenländer, die auf eine stabile Exportnachfrage und Kapitalzuflüsse angewiesen sind, könnte dieses Timing nicht schlechter sein, da es möglicherweise Marktvolatilität auslösen, Währungen schwächen und das Vertrauen der Anleger dämpfen könnte.

Die Androhung von Zöllen, insbesondere gegen wichtige Handelspartner wie China, könnte Vergeltungsmaßnahmen auslösen und die globale Handelslandschaft weiter verkomplizieren.

Warum die Schwellenländer anfällig sind

Schwellenländer, darunter Länder wie Indien, Brasilien und Mexiko, sind oft auf exportgetriebenes Wachstum angewiesen.

Der US-Markt mit seiner großen Verbraucherbasis ist ein wichtiges Ziel für ihre Waren, die von Textilien bis hin zu Elektronik reichen.

Trumps Zolldrohungen könnten diese Handelsbeziehungen stören, indem sie die Kosten für Waren, die in die USA gelangen, erhöhen und möglicherweise die Nachfrage nach Exporten aus diesen Ländern verringern.

Darüber hinaus könnte ein stärkerer US-Dollar – oft ein Nebenprodukt zollinduzierter wirtschaftlicher Veränderungen – die Schuldenlast in den Schwellenländern verschärfen, von denen viele Kredite in Dollar aufnehmen.

Über den Handel hinaus wirkt sich die Unsicherheit bereits auf die Finanzmärkte aus. Anleger, die sich vor potenzieller Volatilität fürchten, könnten sich aus riskanteren Anlagen in den Schwellenländern zurückziehen, was zu Kapitalabflüssen führen könnte.

Diese Stimmung spiegelt sich in den jüngsten Marktanalysen wider, die eine Zunahme der Abwärtsaktivität bei Schwellenländeraktien feststellen, da sich Händler gegen Abwärtsrisiken absichern.

Die Verflechtung des globalen Finanzwesens bedeutet, dass selbst die Androhung von Zöllen unmittelbare Reaktionen auslösen kann, lange bevor eine Politik umgesetzt wird.

Weitreichendere Auswirkungen auf den Welthandel

Die Auswirkungen von Trumps Zolldrohungen gehen über die unmittelbaren wirtschaftlichen Auswirkungen hinaus.

Ein ausgewachsener Handelskrieg könnte die globalen Lieferketten fragmentieren, von denen viele über die Schwellenländer verlaufen.

So könnten beispielsweise Länder wie Vietnam und Thailand, die sich inmitten der Handelsspannungen zwischen den USA und China zu Produktionszentren entwickelt haben, mit Auftragseinbußen konfrontiert sein, wenn die Zölle die Nachfrage beeinträchtigen.

Darüber hinaus könnten Währungskriege, bei denen Länder ihre Währungen wettbewerbsfähig abwerten, um die Wettbewerbsfähigkeit der Exporte zu erhalten, als Nebenprodukt auftreten und die Schwellenländer weiter destabilisieren.

Analysten warnen auch davor, dass der Inflationsdruck in den USA auf andere Regionen übergreift.

Höhere Importkosten aufgrund von Zöllen könnten die Verbraucherpreise weltweit in die Höhe treiben und die Kaufkraft in den Schwellenländern drücken, in denen die Inflation bereits ein Problem darstellt.

Dieser Dominoeffekt unterstreicht die Verflechtung moderner Volkswirtschaften und den übergroßen Einfluss der politischen Entscheidungen der USA auf die Entwicklungsländer.

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