US-Aktien erholen sich am Montag: Dow Jones steigt um 0,6%, Nasdaq steigt um 1%

US-Aktien erholen sich am Montag: Dow Jones steigt um 0,6%, Nasdaq steigt um 1%
Utkarsh Roshan
16. Juni 2025, 16:04 PM
  • Der Dow Jones Industrial Average kletterte um 248 Punkte oder 0,6 %, während der S&P 500 um 0,7 % zulegte.
  • Die wichtigsten Technologieaktien schnitten besser ab, da die fallenden Ölpreise zu einer erneuten Risikobereitschaft führten.
  • Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank, die am Mittwoch ansteht.

Die US-Aktien stiegen am Montag und erholten sich von dem starken Ausverkauf der letzten Woche, da die Anleger die Hoffnung schöpften, dass sich die Spannungen zwischen Israel und dem Iran nicht zu einem größeren Konflikt ausweiten könnten.

Der Dow Jones Industrial Average kletterte um 248 Punkte oder 0,6 %, während der S&P 500 um 0,7 % zulegte. Der Nasdaq Composite führte die Gewinne an und stieg um fast 1%.

Der Marktaufschwung erfolgte nach einem volatilen Wochenende, das von den anhaltenden Feindseligkeiten zwischen Israel und dem Iran geprägt war. Die Aussicht auf eine begrenzte Eskalation schien jedoch die Nerven der Anleger zu beruhigen.

Die Rohöl-Futures der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fielen um mehr als 1% auf 71,87 $ pro Barrel und machten damit frühere Gewinne über Nacht wieder wett, bei denen die Preise über 77 $ gestiegen waren.

Der Rückgang des Ölpreises trug dazu bei, den Druck auf Risikoanlagen zu verringern, was zur Erholung der Aktien am Montag beitrug.

Die wichtigsten Technologieaktien schnitten besser ab, da die fallenden Ölpreise zu einer erneuten Risikobereitschaft führten.

Tesla stieg um mehr als 1 %, während Meta Platforms um über 2 % zulegte. Palantir Technologies, das oft als Nutznießer der erhöhten geopolitischen Spannungen angesehen wird, stieg um mehr als 5 %.

Gold, das in Zeiten geopolitischer Spannungen oft als sicherer Hafen angesehen wird, hatte sich in der vergangenen Woche erholt, erlebte aber eine gedämpfte Bewegung, als die Risikobereitschaft an die Märkte zurückkehrte.

Iran-Israel-Konflikt kann eingedämmt werden

Die Feindseligkeiten zwischen Israel und dem Iran gehen in den vierten Tag, wobei beide Seiten Berichten zufolge die Energieinfrastruktur des jeweils anderen ins Visier nehmen.

Der Iran hat die Möglichkeit angesprochen, die Straße von Hormus, einen kritischen Engpass für die weltweiten Öllieferungen, zu schließen, während Israel am Montag behauptete, die "Luftüberlegenheit" über den Iran erreicht zu haben.

"Der Markt tröstet sich mit der Aussicht, dass der Konflikt im begrenzten Kriegsmodus bleiben könnte", schrieb Krishna Guha, stellvertretender Vorsitzender von Evercore ISI, in einer Notiz.

Er fügte hinzu, dass der Konflikt zwar noch mehrere Wochen andauern könnte, aber das Risiko einer breiteren Eskalation bestehe, die sich auf die globalen Energiemärkte auswirken und die Vereinigten Staaten in ihren Bann ziehen könnte.

Fed-Entscheidung im Laufe dieser Woche

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank, die am Mittwoch ansteht.

Laut dem FedWatch-Tool der CME Group preisen die Märkte mit ziemlicher Sicherheit ein, dass die Fed die Zinsen stabil halten wird.

Während Präsident Donald Trump weiterhin Druck auf den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell ausübt, die Zinsen zu senken, haben die zunehmenden geopolitischen Spannungen und das Risiko einer energiebedingten Inflation die Erwartungen an eine kurzfristige geldpolitische Lockerung weiter gedämpft.

Präsident Trump hat laut einem Bericht der Financial Times eine aggressive Zinssenkung um 100 Basispunkte gefordert und davor gewarnt, dass das Weiße Haus "etwas erzwingen" müsse, wenn die Fed nicht handele.

Abgesehen von der Zinsentscheidung selbst werden die Trader den Kommentar des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell genau analysieren, um Signale für die zukünftige geldpolitische Richtung und ihre potenziellen Auswirkungen auf Risikoanlagen zu erhalten.