Europäische Märkte eröffnen gemischt; Inflation in Großbritannien im Mai bei 3,4%, Fed-Entscheidung erwartet

Europäische Märkte eröffnen gemischt; Inflation in Großbritannien im Mai bei 3,4%, Fed-Entscheidung erwartet
Deepali Singh
18. Juni 2025, 09:42 AM
  • Die europäischen Märkte eröffneten am Mittwoch uneinheitlich, wobei die frühen Futures auf starke Rückgänge hindeuteten, bevor es zu einem abwechslungsreicheren Start kommt.
  • Die britische Inflation im Mai ging im Jahresvergleich leicht auf 3,4% zurück, was den Erwartungen der Analysten entsprach.
  • Die Renditen britischer Staatsanleihen (Gilts) sanken nach den Inflationsdaten, was auf eine erhöhte Nachfrage hindeutet.

Die europäischen Aktienmärkte zeigten bei der Eröffnung am Mittwoch ein gemischtes und vorsichtiges Bild.

Die Märkte wurden von einem Zusammentreffen von Faktoren beeinflusst, darunter neue britische Inflationsdaten, die sich abzeichnende Zinsentscheidung der US-Notenbank und die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.

Während die vorbörslichen Futures starke Rückgänge signalisiert hatten, zeigte sich die tatsächliche Eröffnung an den wichtigsten Börsen unterschiedlicher.

Frühe Marktindikatoren aus den IG-Futures-Daten hatten ein rückläufiges Bild gezeichnet, was auf deutliche Eröffnungsrückgänge in ganz Europa hindeutete: Es wurde erwartet, dass der Londoner FTSE 52 Punkte niedriger bei 8.827 eröffnete, der deutsche DAX um 245 Punkte auf 23.447, der französische CAC 40 um 75 Punkte auf 7.665 und der italienische FTSE MIB um 329 Punkte niedriger bei 39.568.

Die tatsächliche Eröffnung schien jedoch etwas nuancierter zu sein, obwohl die zugrunde liegende Vorsicht bestehen blieb.

Globale Anleger beobachten den anhaltenden Konflikt zwischen Israel und dem Iran, in dem am Montag weiterhin Raketenangriffe und Luftangriffe stattfanden, weiterhin genau.

Diese volatile Situation hat die Märkte in Atem gehalten und zu einem Anstieg der Ölpreise aufgrund von Versorgungssorgen und einem Anstieg der Goldpreise geführt, da die Anleger in Scharen in traditionelle sichere Anlagen strömen.

Die Preise dieser Safe-Haven-Anlagen stiegen über Nacht weiter an. Die US-Aktienfutures gaben ebenfalls nach, nachdem US-Präsident Donald Trump eine mögliche weitere Eskalation der Angriffe signalisiert und die Iraner aufgefordert hatte, Teheran zu evakuieren, eine Entwicklung, die die Nerven der Märkte kaum beruhigt hat.

Inflation in Großbritannien kühlt sich leicht ab, britische Staatsanleihen legen zu

Eine wichtige Wirtschaftsdaten für europäische Anleger war am Mittwochmorgen der britische Inflationsbericht.

Die Inflation im Vereinigten Königreich hat sich im Jahr bis Mai leicht auf 3,4 % abgekühlt, wie aus den vom britischen Office for National Statistics veröffentlichten Zahlen hervorgeht.

Dieser Wert entsprach den Erwartungen der Analysten und bot eine gewisse Erleichterung, nachdem die Inflation im Vormonat unerwartet auf 3,5 % gestiegen war.

Als Reaktion auf die Inflationsdaten legten britische Staatsanleihen, sogenannte Gilts, leicht zu. Die Rendite der 10-jährigen Benchmark-Staatsanleihe lag um 7:07 Uhr in London rund 2 Basispunkte niedriger.

Die Renditen 2-jähriger und 20-jähriger Staatsanleihen sanken ebenfalls um rund 1 Basispunkt, während die Renditen 5-jähriger und 30-jähriger Staatsanleihen unverändert blieben.

Anleihekurse und Renditen bewegen sich in entgegengesetzte Richtungen, so dass sinkende Renditen auf steigende Anleihekurse und eine erhöhte Nachfrage der Anleger nach diesen sichereren Anlagen hindeuten.

Die leichte Abkühlung der britischen Inflation wird von der Bank of England genau beobachtet werden, auch wenn sie vor dem Hintergrund allgemeiner wirtschaftlicher Unsicherheiten und anhaltender geopolitischer Risiken erfolgt, die die globale Marktstimmung und die Überlegungen der Zentralbanken weiterhin beeinflussen.

Alle Augen werden sich nun auch auf die US-Notenbank richten, die im Laufe des Tages ihre Zinsentscheidung bekannt geben wird, ein Schritt, der zweifellos erhebliche Auswirkungen auf die Märkte weltweit haben wird.