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Inflation in Kanada unverändert bei 1,7%, da die Kernpreise nachgeben

Inflation in Kanada unverändert bei 1,7%, da die Kernpreise nachgeben
Ananthu C U
24. Juni 2025, 15:54 PM
  • Kanadas jährliche Inflationsrate blieb im Mai bei 1,7 %, wobei die Kernkennzahlen Anzeichen einer Abkühlung zeigten.
  • Die Senkung der Miet- und Reisepreise trug dazu bei, die gestiegenen Fahrzeugkosten auszugleichen.
  • Die Inflation ohne Energie verlangsamte sich auf 2,7 %.

Der kanadische Verbraucherpreisindex (VPI) blieb im Mai unverändert, was den politischen Entscheidungsträgern der Bank of Canada (BoC), die über die anhaltende Kerninflation in den letzten Monaten besorgt waren, eine gewisse Beruhigung bot.

Die am Dienstag veröffentlichten Daten von Statistics Canada zeigten, dass der VPI im Mai im Jahresvergleich um 1,7 % gestiegen ist, was dem gleichen Tempo wie im April entspricht und den Erwartungen der Ökonomen entspricht.

Im Monatsvergleich stieg der Index um 0,6 % und lag damit leicht über den Prognosen der Ökonomen.

Der Anstieg wurde auf geringer als erwartete Preissenkungen bei Benzin und Mobilfunkdiensten zurückgeführt.

Ohne Energie verlangsamte sich die Inflation im Mai auf 2,7 % pro Jahr, verglichen mit 2,9 % im April.

Kerninflationskennzahlen zeigen Anzeichen einer Abkühlung

Die von der BoC bevorzugten Kennzahlen für die Kerninflation gingen im Mai auf ein Jahrestempo von 3% zurück, gegenüber 3,1% im Vormonat, was den Medianprognosen entspricht.

Der gleitende Dreimonatsdurchschnitt dieser Kernzinsen sank ebenfalls von 3,4 % im April auf 3 %.

Ein weiterer Schlüsselindikator, der Anteil der VPI-Warenkorbkomponenten, die mit einer Rate von 3 % oder mehr stiegen, sank von 39,1 % auf 37,3 %.

Diese Trends könnten die vorsichtige Haltung der Zentralbank unterstützen, nachdem sie ihren Leitzins in den letzten beiden Sitzungen bei 2,75% belassen hatte.

Politische Entscheidungsträger, darunter Gouverneur Tiff Macklem, haben die hohe Kerninflation als Grund für die Verzögerung weiterer Zinssenkungen angeführt.

Sie beobachten, ob die jüngste Festigkeit bei den Kernmaßnahmen nur vorübergehend ist oder einen stärker verfestigten Druck widerspiegelt.

Ausblick und geldpolitischer Kurs

Die Zentralbank evaluiert weiterhin das breitere Wirtschaftsumfeld, einschließlich Faktoren wie der Verlangsamung des Inlandswachstums und der globalen Handelsspannungen, die die zukünftige Inflationsentwicklung beeinflussen könnten.

Während sich im zweiten Quartal die Anzeichen einer wirtschaftlichen Schwäche verdichtet haben, wird derzeit nicht mit einem starken Abschwung gerechnet.

Dies gibt den politischen Entscheidungsträgern Zeit, um zu prüfen, ob weitere politische Anpassungen erforderlich sind.

Ökonomen sind sich über die nächsten Schritte der BoC nach wie vor uneins. Einige gehen davon aus, dass sich die Bank dem Ende ihres Zinssenkungszyklus nähert, während andere mit mindestens einer weiteren Zinssenkung vor Jahresende rechnen.

Die nächste Zinsentscheidung ist für den 30. Juli geplant, nachdem die Inflationsdaten für Juni veröffentlicht wurden.

Preistrends auf Branchenebene

Im Mai trugen niedrigere Preissteigerungen bei der Miete und sinkende Kosten für reisebezogene Dienstleistungen dazu bei, die Gesamtinflationsrate einzudämmen.

Die Mietpreise stiegen im Jahresvergleich um 4,5 %, nach einem Anstieg von 5,2 % im April. Ontario führte die Verlangsamung an, was wahrscheinlich auf die Bemühungen der Bundesregierung zurückzuführen ist, das Einwanderungswachstum zu mäßigen.

Statistics Canada stellte auch fest, dass die anhaltenden Handelsspannungen, einschließlich der von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle, einige Preisbewegungen beeinflussten.

Regional gesehen verzeichneten sechs von zehn Provinzen im Mai einen schnelleren Preisanstieg als im April.

Im Gegensatz dazu verzeichneten Quebec, Manitoba und Saskatchewan eine langsamere Inflation, während das Preiswachstum in Nova Scotia stabil blieb.

Die schwächere Nachfrage nach Reisen in die USA schien die Preise für Reisetouren und Flugpreise zu belasten, die im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 % bzw. 10,1 % zurückgingen.

Dagegen stiegen die Preise für Neufahrzeuge stärker an: Im Mai stiegen sie um 4,9 % nach 4,6 % im April.

Der Anstieg ist zum Teil auf höhere Kosten für bestimmte Elektrofahrzeuge zurückzuführen.