Kursziel für Microsoft von BMO Capital nach starkem Azure-Wachstum angehoben

Kursziel für Microsoft von BMO Capital nach starkem Azure-Wachstum angehoben
Ananthu C U
31. Juli 2025, 15:25 PM
  • BMO erhöht Microsoft-Ziel auf 650 US-Dollar und begründet dies mit dem starken Wachstum und der Margenleistung von Azure.
  • Der Azure-Umsatz steigt im Jahresvergleich um 39 %; Analysten optimistisch, da Microsoft sich der Marktkapitalisierung von 3,81 Billionen $ nähert.
  • Die britische CMA könnte Microsoft als strategischen Cloud-Player bezeichnen, was die behördliche Kontrolle erhöht.

BMO Capital Markets hat sein Kursziel für Microsoft Corporation (NASDAQ: MSFT) von 550 $ auf 650 $ angehoben und gleichzeitig sein Outperform-Rating bekräftigt.

Der Tech-Riese, der derzeit in der Nähe seines 52-Wochen-Hochs von 518,29 $ gehandelt wird und eine Marktkapitalisierung von 3,81 Billionen $ aufweist, zieht aufgrund des starken Cloud-Wachstums und der Margenleistung weiterhin die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich.

Der Aktienkurs von Microsoft ist im bisherigen Jahresverlauf um 21% gestiegen.

In seiner Notiz nannte BMO Capital "ein beeindruckendes Quartal auf breiter Front" als Hauptgrund für die Revision des Kursziels.

Ein wichtiges Highlight war die Azure-Plattform von Microsoft, die im Juniquartal ein währungsbereinigtes Wachstum von 39 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnete.

Das Unternehmen verwies auch auf die Prognose von Microsoft, die für das Septemberquartal ein währungsbereinigtes Wachstum von 37 % gegenüber dem Vorjahr bei Azure prognostiziert.

Während Microsoft mit einem relativ hohen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 39,31 gehandelt wird.

Die Stärke der Cloud-Dienste und die betriebliche Effizienz scheinen jedoch für viele Analysten übergeordnete Bewertungsbedenken zu sein.

Operatives Ergebnis und Cloud-Margen überzeugen

Die optimistische Stimmung von BMO wird durch die starke Rentabilität von Microsoft weiter verstärkt.

Das Unternehmen meldete ein Wachstum des Betriebsergebnisses um 22 % gegenüber dem Vorjahr auf Basis konstanter Wechselkurse.

Wichtig ist, dass dieses Wachstum bei einem Anstieg der Betriebskosten um nur 5 % im Vergleich zum Vorjahr erzielt wurde, was auf einen profitableren Cloud-Produktmix zurückzuführen ist.

Das Unternehmen betonte auch den Wettbewerbsvorteil von Microsoft im Vergleich zu anderen großen Softwareunternehmen wie Oracle (NYSE: ORCL), SAP und Salesforce (NYSE: CRM).

BMO verwies auf das breite Portfolio von Microsoft – einschließlich KI-gesteuerter Angebote – und die solide Margenleistung als wichtige Unterscheidungsmerkmale.

Andere Analysten äußerten sich ähnlich optimistisch. Oppenheimer hob sein Kursziel auf 630 $ an, und Wolfe Research hob sein Kursziel noch weiter auf 675 $ an, wobei beide Unternehmen ihr Outperform-Rating beibehielten.

Morgan Stanley (NYSE: MS) erhöhte ebenfalls sein Ziel auf 582 $ und begründete dies mit der robusten Margenstruktur des Unternehmens, die einen Anstieg der operativen Margen um 100 Basispunkte im Vergleich zum Vorjahr beinhaltet.

In der Zwischenzeit stufte KeyBanc Microsoft auf Overweight hoch und gab ein Kursziel von 630 $ aus, wobei es auf ein beschleunigtes Wachstum im Azure-Cloud-Segment hinwies.

Die solide Quartalsleistung von Microsoft, angeführt von robustem Azure-Wachstum und operativer Effizienz, zieht weiterhin positive Aufmerksamkeit von Analysten auf sich.

Der Tech-Riese muss sich nun jedoch mit einer wachsenden regulatorischen Kontrolle auseinandersetzen, die die Wettbewerbsdynamik des Cloud-Marktes in Zukunft prägen könnte.

Regulatorischer Druck auf dem Cloud-Markt steigt

Inmitten der starken Finanzergebnisse und Analysten-Upgrades sieht sich Microsoft in Großbritannien einer verstärkten behördlichen Kontrolle ausgesetzt.

Die Competition and Markets Authority (CMA) hat Bedenken hinsichtlich der dominanten Stellung des Unternehmens im Cloud-Computing-Bereich neben Amazon (NASDAQ: AMZN) geäußert.

Die CMA erwägt, beide Unternehmen als strategischen Marktstatus zu bezeichnen, eine Einstufung, die zu maßgeschneiderten Betriebsbedingungen führen könnte, die darauf abzielen, wettbewerbswidriges Verhalten zu verhindern.

Die Untersuchung unterstreicht die anhaltende weltweite Besorgnis über die Konzentration in der Cloud-Service-Branche, auch wenn Microsoft und seine Konkurrenten ihr Angebot und ihren Einfluss weiter ausbauen.