Nvidia- und AMD-Aktien stürzen nach Umsatzbeteiligungsvereinbarung mit den USA ab, aber Analysten sehen Chancen

Nvidia- und AMD-Aktien stürzen nach Umsatzbeteiligungsvereinbarung mit den USA ab, aber Analysten sehen Chancen
Devesh Kumar
11. Aug. 2025, 15:14 PM
  • Der Aktienkurs von Nvidia fällt um 1,16% aufgrund eines Umsatzbeteiligungsabkommens, das an die Exporte von KI-Chips in China gebunden ist.
  • AMD fällt ebenfalls um 2,3 %, nachdem eine ähnliche Vereinbarung mit den US-Behörden getroffen wurde.
  • Der Deal wirkt sich auf den breiteren Chipsektor aus und zieht die Nasdaq-Futures vor den Inflationsdaten nach unten.

Die Aktie von Nvidia (NASDAQ: NVDA) erlitt am 11. August im vorbörslichen Handel einen Schlag und fiel um etwa 1,16% auf 180,61 $.

Der Rückgang kam, nachdem bekannt wurde, dass Nvidia zugestimmt hatte, 15 % seiner Umsatzerlöse aus dem Verkauf von KI-Chips aus China an die US-Regierung zu übergeben, eine Bedingung, die an den Erhalt von Exportlizenzen inmitten strengerer Vorschriften geknüpft ist. Ein

Die AMD-Aktie verzeichnete einen ähnlichen Rückgang und fiel um rund 2,3 %, da sich beide Unternehmen auf diese neue Umsatzbeteiligungsvereinbarung mit den US-Behörden einstellen.

Im Mittelpunkt der Vereinbarung steht der H20 AI-Chip von Nvidia, eine optimierte Version des leistungsstarken H100-Chips, der die US-Exportbestimmungen für China erfüllen soll.

Die Financial Times berichtete zuerst über das Abkommen und wies darauf hin, dass die Kürzung der US-Regierung Teil der Genehmigung dieser Exportlizenzen ist.

Nvidia könnte am Ende rund 2,25 Milliarden US-Dollar im Rahmen dieser Vereinbarung zahlen, was zeigt, wie groß der Markt für KI-Chips in China wirklich ist. AMD steht vor einem kleineren Schlag, rechnet aber immer noch damit, etwa 120 Millionen US-Dollar für seine dort verkauften MI308-Chips zu zahlen.

Wellen durch den Halbleitermarkt

Auch der breitere Chipsektor bekam die Auswirkungen der Nachrichten von Nvidia zu spüren, wobei Aktien wie Broadcom, Qualcomm und AMD im vorbörslichen Handel nachgaben.

Dies zog die Nasdaq-Futures etwas nach unten, auch wenn Dow Jones und S&P 500 Futures kleine Gewinne erzielten. Die Anleger zeigten sich auch im Vorfeld der wichtigen Inflationsdaten, die im Laufe der Woche veröffentlicht werden, vorsichtig.

Der Einbruch von Nvidia erregte Aufmerksamkeit, da die Aktie Anfang des Jahres dank guter Gewinne und einer weltweit großen Nachfrage nach KI-Chips gestiegen war.

Die jüngste Prognose war jedoch nicht so ermutigend und zeigte das langsamste Umsatzwachstum seit fast zwei Jahren und engere Gewinnmargen. Diese Nachricht rüttelte die Anleger auf und zog die Aktie vor der Glocke nach unten.

Nvidia-Aktie: Was Analysten sagen

Der Markt ist gespalten darüber, was der Deal von Nvidia und AMD, 15 % ihrer Umsatzerlöse aus dem Verkauf von KI-Chips aus China an die US-Regierung abzugeben, wirklich bedeutet.

Auf der einen Seite bringt es sie zurück in einen wichtigen Markt, aber auf der anderen Seite könnte es ihre Gewinnmargen um bis zu 15 Punkte reduzieren.

Analysten warnen , dass dies die zukünftigen Gewinne von Nvidia um Milliarden schmälern könnte, sehen aber auch einen Silberstreif am Horizont, wenn sich die Nachfrage in China stark erholt.

Wells Fargo hat kürzlich sein Kursziel für Nvidia von 185 $ auf 220 $ angehoben und damit einen potenziellen Gewinn von etwa 20% signalisiert.

Analyst Aaron Rakers glaubt, dass die Lockerung der Beschränkungen in China Nvidia helfen wird, verlorenen Boden nach dem vorherigen Verbot zurückzugewinnen, und er weist auf starke Nachfragesignale im Vorfeld der bevorstehenden Gewinne von Nvidia hin.

Wells Fargo behält sein Overweight-Rating für die Aktie bei und ist zuversichtlich, dass das Unternehmen die Verkäufe in China wieder aufgenommen hat und den wachsenden Appetit auf KI-Chips hat.

Dennoch mahnen einige Experten zur Vorsicht. Während Nvidia vom Wachstum der KI profitieren wird, stellen der neue Umsatzbeteiligungsvertrag und die zunehmende Konkurrenz durch chinesische Chiphersteller zusätzliche Herausforderungen dar, die Anleger im Auge behalten sollten.