Ehemaliger CEO sagt, dass die USA Intel "brauchen": Hier ist, was seiner Meinung nach INTC-Aktien retten könnte

Ehemaliger CEO sagt, dass die USA Intel "brauchen": Hier ist, was seiner Meinung nach INTC-Aktien retten könnte
Wajeeh Khan
12. Aug. 2025, 17:40 PM
  • Craig Barrett sagt, dass die größten Kunden von Intel Milliarden in das Unternehmen investieren sollten.
  • Er ist nicht einer Meinung mit der derzeitigen Führung des INTC (Lip-Bu Tan).
  • Die Intel-Aktie ist derzeit um rund 23% gegenüber ihrem bisherigen Jahreshoch gefallen.

Intel Corp (NASDAQ: INTC) steht am Dienstag im Fokus, nachdem Craig Barrett, der ehemalige Vorstandsvorsitzende, eine eindringliche Warnung ausgesprochen hat: Die USA können es sich nicht leisten, die hochmodernen Chipherstellungskapazitäten des Unternehmens zu verlieren.

In einem kürzlich erschienenen Kommentar betonte Barrett die strategische Bedeutung des INTC für die nationale Sicherheit und die technologische Führungsrolle.

Seine Botschaft ist klar: Das Überleben von Intel ist nicht nur eine Unternehmensfrage – es ist ein nationaler Imperativ.

Barretts Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Intel-Aktie weiterhin zu kämpfen hat, belastet durch Wettbewerbsdruck und Bedenken hinsichtlich ihrer Fähigkeit, die Produktion zu skalieren.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels notiert die INTC-Aktie rund 23% niedriger als ihr bisheriges Jahreshoch.

Was könnte der Intel-Aktie neues Leben einhauchen?

Craig Barrett glaubt, dass der Schlüssel zur Wiederbelebung der Intel-Aktie in den Direktinvestitionen seiner größten Kunden liegt.

Ihm zufolge sollten Unternehmen wie Apple, Nvidia, Google und andere, die mit Bargeld überschwemmt sind, jeweils Milliarden beisteuern, um sich einen Anteil an der Zukunft von INTC zu sichern.

Warum? Diese Unternehmen sind in hohem Maße auf die fortschrittliche Chipherstellung angewiesen, und eine inländische zweite Quelle bietet Preishebel, Widerstandsfähigkeit der Lieferkette und geopolitische Stabilität.

Für Intel könnte diese Kapitalspritze wichtige Technologie-Upgrades und Kapazitätserweiterungen finanzieren.

Für die Kunden ist es eine strategische Absicherung gegen eine übermäßige Abhängigkeit von ausländischen Gießereien wie TSMC.

Barrett stellt sich eine für beide Seiten vorteilhafte Allianz vor: garantierte Versorgung für Investoren und eine wiederbelebte INTC-Aktie, die in der Lage ist, auf höchstem Niveau zu konkurrieren.

Barrett ist nicht einer Meinung mit dem aktuellen Intel-CEO

In seinem jüngsten Kommentar kritisierte Barrett auch die derzeitige Führung von Intel (Lip-Bu Tan), insbesondere seine Ansicht, dass Investitionen in neue Technologien, wie den 14A-Knoten, warten sollten, bis sich die Kunden verpflichten.

Barrett bezeichnete seinen Ansatz als "Witz" und sagte, dass die Führung in der Halbleiterfertigung mutige, proaktive Innovationen erfordere, und fügte hinzu, dass das Warten auf Kundenanmeldungen Schwäche signalisiere und Gefahr laufe, hinter die globale Konkurrenz zurückzufallen.

Barrett bestand darauf, dass die Kunden nicht auf eine rückständige Technologie setzen werden – sie wollen auf einen Gewinner wetten.

Er wies auch die Vorstellung zurück, dass ein "Split" Investitionen anziehen und die Intel-Aktie wiederbeleben würde, und nannte ihn eine Ablenkung vom eigentlichen Problem: der Sicherung der sofortigen Finanzierung und der erneuten Verpflichtung zur Exzellenz in der Fertigung.

Seiner Ansicht nach ist das Zögern der größte Feind, der dem Kursanstieg der INTC-Aktie im Wege steht.

Kann sich die INTC-Aktie wirklich von den aktuellen Niveaus erholen?

Craig Barretts Botschaft richtet sich nicht nur an die Vorstandsetage von Intel – sie ist ein Schlachtruf an die politischen Entscheidungsträger und die amerikanischen Unternehmen.

Ihm zufolge könnte die US-Regierung durch eine aggressive Handelspolitik, wie z. B. die Verhängung von Zöllen auf importierte fortschrittliche Halbleiter, Kundeninvestitionen katalysieren.

Barrett forderte den Intel-Vorstand auch auf, entschlossen zu handeln und nicht mehr über strukturelle Änderungen zu zögern.

Der Weg in die Zukunft sei klar: kundengestützte Investitionen, staatliche Unterstützung und ein erneuertes Bekenntnis zur Technologieführerschaft.

Wenn sich diese Kräfte zusammenschließen, könnte sich die Intel-Aktie nicht nur erholen, sondern auch ihre Rolle als Eckpfeiler der amerikanischen Tech-Zukunft behaupten.