Dayforce-Aktie: Warum die Privatisierung die Antwort für das HR-Softwareunternehmen sein könnte

Dayforce-Aktie: Warum die Privatisierung die Antwort für das HR-Softwareunternehmen sein könnte
Wajeeh Khan
18. Aug. 2025, 16:38 PM
  • Thoma Bravo erwägt eine Akquisition und bietet strategische und finanzielle Unterstützung an.
  • Der Gang zur Privatisierung könnte die Produktinnovation und -expansion von Dayforce beschleunigen.
  • Analysten sehen den PE-Deal als potenziellen Katalysator für die Erschließung von Werten.

Dayforce Inc (NYSE: DAY) stieg am Montag um fast 30%, nachdem berichtet wurde, dass das Private-Equity-Unternehmen Thoma Bravo eine mögliche Übernahme des Unternehmens mit Hauptsitz in Minneapolis prüft.

Das Softwareunternehmen für Human Capital Management (HCM), das früher unter dem Namen Ceridian bekannt war, hat sein Geschäft aufgebaut, indem es Kunden von etablierten Lohn- und Gehaltsabrechnungsgiganten wie ADP und Paychex abgeworben hat.

Die Dayforce-Aktie hat Schwierigkeiten, auf dem Post-COVID-Markt wieder in Schwung zu kommen. Selbst nach dem heutigen Anstieg ist er gegenüber seinem Allzeithoch im Oktober 2021 um rund 50 % gesunken.

Warum ein Thoma Bravo-Deal ein gutes Zeichen für Dayforce-Aktienanleger ist

Für Dayforce könnte ein Wechsel in private Hände den nötigen Spielraum bieten, um die Transformation zu beschleunigen.

Das Unternehmen hat sich von traditionellen Lohn- und Gehaltsabrechnungsdiensten abgewandt und konzentriert sich stattdessen auf seine Cloud-native Dayforce-Plattform, die sich an große Unternehmen mit integrierten HCM-Lösungen richtet. Doch trotz operativer Fortschritte und finanzieller Verbesserungen hat die Dayforce-Aktie Schwierigkeiten, diese Gewinne widerzuspiegeln.

Eine Akquisition von Thoma Bravo würde nicht nur Kapital und strategische Unterstützung bieten, sondern Dayforce auch vor dem kurzfristigen Druck der öffentlichen Märkte schützen.

Befreit von der Prüfung der Quartalsgewinne könnte das Unternehmen seine Produktinnovation und globale Expansion verdoppeln – insbesondere, da es weiterhin Aufträge von ADP und Paychex gewinnt.

Der Deal könnte auch dazu beitragen, die Abläufe zu rationalisieren und die Margen zu steigern, was im Einklang mit dem Playbook von Thoma Bravo steht, Softwareunternehmen für langfristiges Wachstum zu optimieren.

Analystenmeinung zu einem möglichen Dayforce-Thoma Bravo-Deal

Marktbeobachter sehen eine Logik in der möglichen Umstellung von Dayforce auf Privateigentum.

Am Montag merkte Jared Levine, Analyst bei TD Cowen, an: "Wir glauben, dass es logisch wäre, wenn Dayforce hier privat gehen würde, da die Aktien keine Anerkennung für die sich verbessernden Fundamentaldaten erhalten."

Jefferies-Analyst Samad Samana schloss sich der Meinung an und deutete an, dass die Bewertung der Dayforce-Aktie nicht mit dem strategischen Fortschritt Schritt gehalten hat: "Wir wären nicht überrascht, wenn Dayforce sich angesichts der mangelnden Wertschätzung der Aktie auf den öffentlichen Märkten für einen Verkauf entscheiden würde."

Daniel Jester von BMO Capital Markets fügte jedoch hinzu, dass Dayforce zwar hinter den Mitbewerbern zurückgeblieben sei, aber die jüngsten Verbesserungen bei den Buchungen und dem Margenpotenzial Anlass zu Optimismus gebe.

Insgesamt scheinen sich die Analysten jedoch einig zu sein, dass die PE-Unterstützung der Katalysator sein könnte, den Dayforce braucht, um seinen vollen Wert zu realisieren.

Fazit: PE-Deal könnte ein Segen für die Dayforce-Aktie sein

Die Strategie von Dayforce Inc., Kunden von etablierten Anbietern zu gewinnen, hat sich als vielversprechend erwiesen, aber um die Dynamik aufrechtzuerhalten, sind Agilität und Investitionen erforderlich – beides könnte außerhalb des öffentlichen Rampenlichts leichter erreicht werden.

Wenn Thoma Bravo die Akquisition fortsetzt, könnte dies einen strategischen Neustart für Dayforce darstellen, der es dem Unternehmen ermöglicht, sich wieder auf langfristiges Wachstum statt auf kurzfristige Markterwartungen zu konzentrieren.

PE-Verträge werden oft mit einem erheblichen Aufschlag abgeschlossen. Daher könnte der Buyout-Hype für die Anleger ein Zeichen dafür sein, dass der zugrunde liegende Wert von DAY endlich erkannt wird.