Der Aktienkurs von Delta Airlines fällt, da die Fluggesellschaft Schwierigkeiten hat, die Sitze in der Economy Class zu besetzen

Der Aktienkurs von Delta Airlines fällt, da die Fluggesellschaft Schwierigkeiten hat, die Sitze in der Economy Class zu besetzen
Ananthu C U
11. Sept. 2025, 19:47 PM
  • Der Aktienkurs von Delta fällt um 3,8%, da die Nachfrage in der Hauptkabine trotz starker Prämienverkäufe schwach bleibt.
  • Carrier bestätigt Gewinnprognose für das 3. Quartal und prognostiziert einen Gewinn je Aktie von 1,25 bis 1,75 $ und ein Umsatzwachstum von 2 bis 4%.
  • Premium- und Geschäftsreisen gleichen schleppende Buchungen in der Economy Class aus und tragen so zur Rentabilität bei.

Der Aktienkurs von Delta Air Lines Inc. fiel am Donnerstag, nachdem die Fluggesellschaft gewarnt hatte, dass die Nachfrage in der Economy-Klasse der Hauptkabine schwach bleibt.

Trotz der Bestätigung der Gewinnprognose und des Wachstums bei Premiumprodukten reagierten die Anleger negativ auf die Kommentare von Delta-Präsident Glen Hauenstein, der sagte, dass die Fluggesellschaft weiterhin mit schleppenden Buchungen von schlechter zahlenden Passagieren konfrontiert ist.

Prämieneinnahmen übertreffen die Wirtschaftlichkeit

Hauenstein wies auf der Morgan Stanley Annual Laguna Conference darauf hin, dass mehr als 50 % des Umsatzes von Delta inzwischen außerhalb des Hauptprodukts der Economy-Klasse in der Kabine erzielt werden.

Diese Diversifizierung hat auch dann Unterstützung geboten, als Reisende mit geringerem Einkommen ihre Ausgaben reduzierten.

"Jetzt, da wir weniger auf die Hauptkabine angewiesen sind, müssen wir die Hauptkabine nicht mehr positiv bewerten, um positive Renditen zu erzielen", sagte Hauenstein.

Während Geschäftsreisen nach wie vor stark sind – insbesondere in Branchen wie dem Finanzwesen –, schneidet die Hauptkabine weiterhin unterdurchschnittlich ab.

Auch die internationalen Trends waren uneinheitlich: Die transatlantische Nachfrage war im Sommer schwach, obwohl Delta im Herbst eine Erholung erwartet, da mehr Reisende versuchen, die Menschenmassen in der Hochsaison zu meiden.

Im Gegensatz dazu hat sich die Nachfrage auf den Routen über Lateinamerika und den Pazifik als widerstandsfähiger erwiesen und wird dies voraussichtlich auch bleiben.

Umsatzausblick und Marktreaktion

Delta bestätigte seine Gewinnprognose für das dritte Quartal und prognostiziert 1,25 bis 1,75 $ pro Aktie bei einem Umsatzwachstum von 2% bis 4% im Jahresvergleich.

Von Bloomberg befragte Analysten erwarten ein Wachstum von durchschnittlich 2,3 %. Die aktualisierte Spanne stellt eine Verbesserung gegenüber der vorherigen Prognose der Fluggesellschaft dar, die ein flaches Wachstum auf 4 % vorsah.

Trotz der Prognose fiel der Aktienkurs von Delta am Donnerstag um 3,8% auf 59,06 $, was das Unternehmen zum schlechtesten Performer im SandP 500 macht.

Der Rückgang folgte auf Hauensteins Einräumung, dass die schleppende Nachfrage nach Economy-Class-Sitzen weiterhin die Leistung belastet.

Die Aktie erholte sich leicht und notierte zum Zeitpunkt des Schreibens bei 60,04 $.

In der Veröffentlichung der Ergebnisse vom Juli hatte Delta bereits auf die Lücke zwischen den Verkäufen von Premium- und Hauptkabinen hingewiesen und festgestellt, dass die Prämieneinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 5 % gestiegen sind, während die Einnahmen in der Economy-Klasse zurückgeblieben sind.

Hauenstein bekräftigte am Donnerstag, dass die vielfältigen Einnahmequellen der Fluggesellschaft dazu beitragen, das Defizit abzufedern.

Branchenkontext und Wettbewerbslandschaft

Die Herausforderungen von Delta spiegeln die allgemeinen Turbulenzen in der Luftfahrtbranche zu Beginn des Jahres wider, als schwache Buchungen von Januar bis Juni viele Fluggesellschaften dazu zwangen, ihre Finanzprognose für 2025 zurückzuziehen.

Seit dem Hochsommer hat sich die Tendenz jedoch verbessert.

United Airlines Holdings Inc. meldete im Juli und August stärkere Buchungen, wobei CEO Scott Kirby eine besser als erwartete Nachfrage für den Labor Day und bevorstehende Urlaubsreisen feststellte.

JetBlue Airways Corp. und Allegiant Travel Co. haben ebenfalls eine verbesserte Umsatzdynamik angeführt.

Delta hat seine Prognose für das Gesamtjahr im April vorübergehend ausgesetzt, da Zölle und makroökonomische Unsicherheiten die Aussichten trübten.

Im Juli revidierte das Unternehmen seine Prognosen und begründete dies mit der Widerstandsfähigkeit seiner Premium- und diversifizierten Einnahmequellen.

Am Donnerstag betonte Hauenstein, dass Deltas Abhängigkeit von margenstarken Kategorien bedeutet, dass die Fluggesellschaft auch dann profitabel bleiben kann, wenn die Nachfrage in der Economy-Klasse schwach bleibt.