BlackRock wird während Trumps Besuch Investitionen in Höhe von 500 Millionen Pfund in Rechenzentren in Großbritannien bekannt geben: Bericht

  • BlackRock kündigt während des Trump-Besuchs einen Vertrag über ein Rechenzentrum in Großbritannien im Wert von 500 Millionen Pfund an, um die digitale Infrastruktur zu stärken.
  • Die britische Regierung wird nächste Woche große US-geführte Investitionen in den Bereichen Technologie, Energie und Finanzen vorstellen.
  • BlackRock erweitert seine Präsenz in Großbritannien mit einem 500-Millionen-Pfund-Projekt und einem neuen Büro in Edinburgh mit 1.300 Mitarbeitern.

Der weltgrößte Vermögensverwalter wird den Staatsbesuch von Präsident Donald Trump in Großbritannien nächste Woche als Kulisse für eine wichtige Ankündigung nutzen, berichtete Sky News.

BlackRock wird einen 500-Millionen-Pfund-Plan für Investitionen in britische Rechenzentren vorstellen, ein Schritt, der das schnelle Wachstum der Ausgaben für digitale Infrastruktur weltweit unterstreicht.

Dem Bericht zufolge wird das Engagement von BlackRock als Joint Venture mit Digital Gravity Partners, einem Investmentmanager für digitale Infrastruktur, strukturiert.

Die Initiative zielt auf den Erwerb und die Modernisierung bestehender Rechenzentren ab, um deren Kapazität zu verbessern, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.

Wichtige Investitionsankündigungen zwischen den USA und Großbritannien erwartet

Es wird erwartet, dass die Ankündigung Teil eines umfassenderen Pakets von Investitionszusagen sein wird, das die britische Regierung während des Besuchs von Präsident Trump vorstellen wird.

Die Beamten beabsichtigen, diese Projekte als Beweis für die anhaltende Stärke der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten zu präsentieren.

Der Zeitpunkt der Ankündigung fällt in ein politisch aufgeladenes Umfeld.

Die Ankunft von Präsident Trump erfolgt inmitten der Entlassung von Lord Mandelson als US-Botschafter und allgemeiner Besorgnis über die Richtung des britischen Wirtschaftswachstums.

Trotz dieser Herausforderungen betonen die Ministerinnen und Minister, dass Großbritannien nach wie vor ein attraktives Ziel für globales Kapital ist.

Das Office for Investment, das vor kurzem eine erweiterte Rolle in Whitehall erhalten hat, hat eine koordinierende Rolle bei der Bündelung der Investitionszusagen gespielt. Diese werden sich über mehrere Sektoren erstrecken, darunter Energie, Finanzdienstleistungen, Kernkraft und Technologie.

Die Regierung hofft, Anfang nächster Woche aggregierte Zahlen veröffentlichen zu können, die Insidern zufolge mit den Zusagen in Höhe von 63 Milliarden Pfund konkurrieren werden, die auf dem Internationalen Investitionsgipfel im vergangenen Oktober eingegangen wurden.

BlackRock erweitert Präsenz in Großbritannien

BlackRock, das ein Vermögen von mehr als 12,5 Billionen US-Dollar verwaltet, ist bereits in Großbritannien stark vertreten.

Das Unternehmen wird nächste Woche ein neues Büro in Edinburgh eröffnen und rund 1.300 Mitarbeiter beschäftigen, heißt es in dem Bericht weiter.

Unternehmensquellen deuten darauf hin, dass die Investition in das Rechenzentrum die Bemühungen der britischen Regierung im vergangenen Jahr widerspiegelt, die Beziehungen zu dem Unternehmen zu stärken.

Premierminister Sir Keir Starmer, sein Wirtschaftsberater Varun Chandra und Schatzkanzlerin Rachel Reeves haben sich alle dafür eingesetzt, die Beziehung zu BlackRock zu vertiefen.

Larry Fink, Chairman und CEO von BlackRock, wird zu den hochrangigen Wirtschaftsführern gehören, die Präsident Trump bei seinem Staatsbesuch begleiten.

Zur Delegation gehören auch Jensen Huang, CEO von Nvidia, und Sam Altman, Chef von OpenAI.

CNBC berichtete am Freitag, dass die beiden Unternehmen eine Investition in Höhe von mehreren Milliarden Pfund in Großbritannien im Rahmen des 500-Milliarden-Dollar-Projekts Stargate-Rechenzentrum ankündigen werden.

Der Anstieg der Kapitalzusagen spiegelt einen der wichtigsten Trends in der Weltwirtschaft wider: den raschen Ausbau der Rechenzentrumsinfrastruktur im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz.

Dieses Wachstum hat die wachsende Besorgnis über die damit verbundenen Anforderungen an die Energieressourcen unterstrichen.

Politisches und wirtschaftliches Umfeld

Neben hochkarätigen Unternehmensankündigungen wird der Besuch ein Staatsbankett auf Schloss Windsor beinhalten, das von König Charles III. ausgerichtet wird.

Sie wird aber auch vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und politischer Spannungen stattfinden.

Die Unsicherheit über die Zollpolitik von Präsident Trump hält an, insbesondere hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf britische Fertigungssektoren wie die Stahlindustrie.

Gleichzeitig bleiben die Verhandlungen zwischen der britischen Regierung und den großen Pharmaunternehmen angespannt, da die US-Regierung die Arzneimittelhersteller unter Druck setzt, die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente zu senken.

Für das Vereinigte Königreich, das mit stagnierenden Wirtschaftsdaten zu kämpfen hat, wird der Zustrom internationaler Investitionen als Vertrauensbeweis gewertet.

Es wird erwartet, dass Regierungsvertreter das 500-Millionen-Pfund-Engagement von BlackRock für ein Rechenzentrum als wichtiges Beispiel für die Widerstandsfähigkeit Großbritanniens als globales Investitionszentrum hervorheben werden.