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ServiceNow-Aktie vor Quartalszahlen: kaufen, verkaufen oder halten?

ServiceNow-Aktie vor Quartalszahlen: kaufen, verkaufen oder halten?
Crispus Nyaga
20. Juli 2026, 17:31 PM

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ServiceNow (NOW)

NOW kaufen. Das Unternehmen wächst weiterhin stark: Abo-Umsatz +22% im Jahresvergleich, RPO +22.5% auf $12.64B und die operative Marge steigt auf 32%. Die Quartalszahlen sind der Katalysator, um zu zeigen, dass die KI‑Befürchtungen übertrieben sind und die Nachfrage nach Enterprise‑Workflow‑Lösungen weiterhin robust bleibt. Die Aktie ist technisch ausgewaschen (Todeskreuz, unter dem Widerstand von $135.85), daher sollte ein besser als erwartetes Ergebnis oder eine Anhebung der Prognose eine starke Erholungsrallye (Mean‑Reversion) in Richtung des Konsensziels (~$141) auslösen.

Kernrisiko: Das Management leitet ein langsameres Wachstum oder schwächere RPO an, womit bestätigt würde, dass Kunden ihre Ausgaben für Unternehmenssoftware aufgrund von Verschiebungen in KI‑/IT‑Budgets kürzen.

Software‑Peers (CRM)

CRM verkaufen. Wenn der Markt aufgrund von KI‑Disruptionsängsten aus "Enterprise‑Software" rotiert, wird die Stärke von NOW verdeutlichen, dass die Gewinner Workflow‑Plattformen mit starkem RPO‑Momentum sind, während Nachzügler wie CRM stärker der Budgetprüfung und dem Wettbewerbsdruck ausgesetzt sind. Verwenden Sie CRM als relativen Verlierer: Wenn NOW übertrifft, werden Investoren die gesamte Gruppe zugunsten von NOW und zulasten von CRM neu bewerten.

Kernrisiko: CRM meldet starke Bookings/RPO und hebt die Prognose an, wodurch die Erzählung der "relativen Schwäche" gebrochen würde.

  • Die ServiceNow-Aktie ist in diesem Jahr um 32% und in den letzten 12 Monaten um 46% gefallen.
  • Der Rückgang fiel mit der anhaltenden Schwäche der Softwarebranche zusammen.
  • Das Unternehmen wird seine Finanzzahlen am Mittwoch dieser Woche veröffentlichen.

Die ServiceNow-Aktie ist gefallen und hat den Markt in diesem Jahr unterdurchschnittlich entwickelt, da die Nachfrage nach Softwareunternehmen nachließ. NOW ist in diesem Jahr um 32% und in den letzten 12 Monaten um 46% gefallen und hat dabei Milliarden an Marktwert ausgelöscht. Anleger richten nun ihr Augenmerk auf die Quartalszahlen, um Hinweise darauf zu bekommen, wie sich das Unternehmen an den Boom der künstlichen Intelligenz (AI) anpasst.

Das Geschäft von ServiceNow ist trotz Befürchtungen einer KI-Disruption gewachsen

ServiceNow ist ein führendes Softwareunternehmen, das Unternehmen weltweit Lösungen anbietet. Seine Lösungen ermöglichen es Firmen, Arbeitsabläufe zu straffen, die Zusammenarbeit und Produktivität zu steigern und bessere Erlebnisse im gesamten Unternehmen zu schaffen.

Die Produkte von ServiceNow werden von einigen der größten Unternehmen weltweit genutzt, darunter Microsoft, NVIDIA, Amazon, IBM und Accenture. Laut der Website hat das Unternehmen mehr als 9.000 Kunden, darunter 85% der Fortune‑500-Unternehmen.

Die Aktie ist in diesem Jahr deutlich gefallen, da Befürchtungen aufkamen, dass KI‑Agenten das Geschäftsmodell mit der Zeit ersetzen könnten. Außerdem äußerte IBM Bedenken, dass Unternehmen ihre Ressourcen verstärkt in Hardware verlagern, was Softwarefirmen beeinträchtigen könnte.

Trotz dieser Befürchtungen läuft das Geschäft von ServiceNow in den vergangenen Quartalen gut. Die jüngsten Zahlen zeigten, dass die Abonnementerlöse im ersten Quartal um 22% auf $3.6 billion stiegen. Die Remaining Performance Obligations (RPO) kletterten um 22.5% auf $12.64 billion, während die operative Marge sich um 100 Basispunkte auf 32% verbesserte.

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Der Fokus richtet sich nun auf die anstehenden Quartalszahlen, die mehr Informationen über das Geschäft liefern werden. Analysten sind optimistisch, dass die zweistellige Umsatzwachstumsspur anhält. Die durchschnittliche Schätzung geht davon aus, dass der Umsatz im letzten Quartal um 22.16% auf $3.93 billion gestiegen ist.

Analysten erwarten außerdem, dass der Umsatz im dritten Quartal $4.12 billion betragen wird, ein Anstieg von 21% im Jahresvergleich. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, würde das jährliche Umsatzwachstum von ServiceNow 22% auf $16.1 billion betragen. Im nächsten Jahr würde der Umsatz dann auf $19.2 billion steigen.

ServiceNow kann auf eine lange Historie zurückblicken, in der das Unternehmen regelmäßig die Analystenschätzungen übertraf, was darauf hindeutet, dass sowohl Umsatz als auch Gewinn wahrscheinlich die Erwartungen übertreffen werden, sofern die Branche keinen deutlichen Abschwung erlebt.

Analysten bleiben dem ServiceNow-Papier gegenüber unterstützend eingestellt. Yi Fu von Benchmark, Derrick Wood von TD Cowen, Matthew Hedberg von RBC und Tyler Radke von Citigroup bekräftigten kürzlich ihre positive Einschätzung. Laut MarketBeat gibt es drei Verkaufsempfehlungen und 36 Kaufempfehlungen. Das Konsensziel für die Aktie liegt bei $141, höher als der aktuelle Kurs von $103.

Analyse des ServiceNow-Aktienkurses

ServiceNow-Aktie

NOW-Aktienchart | Quelle: TradingView

Das Wochenchart zeigt, dass der NOW-Aktienkurs in den vergangenen Monaten stark gefallen ist, vom Jahreshoch von $238.90 auf aktuell $103.25.

Die Aktie hat bereits eine Todeskreuz-Formation ausgebildet, nachdem sich der 50‑Wochen‑ und der 200‑Wochen‑exponentielle gleitende Durchschnitt (EMA) gekreuzt haben. Sie liegt außerdem weiterhin unter dem wichtigen Widerstandsniveau von $135.85, dem Tiefstand vom April des vergangenen Jahres.

Daher dürfte die Aktie voraussichtlich weiter fallen, möglicherweise bis zum Jahrestief von $80. Die bärische Einschätzung wäre hinfällig, falls sie über das wichtige Widerstandsniveau von $135.86 ansteigen sollte.

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