Warum die Nvidia-Aktie im vorbörslichen Handel rote Zahlen schreibt

Warum die Nvidia-Aktie im vorbörslichen Handel rote Zahlen schreibt
Utkarsh Roshan
17. Sept. 2025, 13:46 PM
  • Der Aktienkurs von Nvidia fiel im vorbörslichen Handel um über 1%.
  • Der Rückgang erfolgte, nachdem Berichte darauf hindeuteten, dass China Unternehmen den Kauf von Nvidia-Chips verboten hat.
  • Der Schritt erhöht den anhaltenden Druck auf die Aktie, die durch die behördliche Prüfung belastet wurde.

Der Aktienkurs von Nvidia fiel im vorbörslichen Handel um über 1%, nachdem die Financial Times berichtet hatte, dass die chinesische Internetregulierungsbehörde den größten Technologieunternehmen des Landes den Kauf von Chips für künstliche Intelligenz verboten hat.

Der Schritt erhöht den anhaltenden Druck auf die Aktie, die durch die behördliche Prüfung belastet wurde.

Chinas staatliche Behörde für Marktregulierung hat kürzlich eine Untersuchung der Übernahme von Mellanox Technologies durch Nvidia im Jahr 2020 wieder aufgenommen.

Während der Deal zuvor genehmigt wurde, hat die Wiederbelebung der Überprüfung die Anleger überrascht.

Kartellrechtliche Untersuchungen ziehen sich oft über Monate hin, was für Unternehmen, die in sensiblen Branchen tätig sind, zu Unsicherheit führt.

Der regulatorische Druck steigt

Für Nvidia steht viel auf dem Spiel. Wenn die chinesischen Aufsichtsbehörden feststellen, dass der Deal Probleme aufwirft, könnten sie Strafen oder neue Bedingungen verhängen, die die Geschäftstätigkeit des Unternehmens in einem seiner schwierigsten Märkte erschweren.

Die Verkäufe des H20-Chips, der entwickelt wurde, um die US-Exportbeschränkungen zu erfüllen, sind in den jüngsten Gewinnberichten bereits auf Null gefallen, was die Schwierigkeiten unterstreicht, mit denen Nvidia in China konfrontiert ist.

Das jüngste Verbot zielt offenbar darauf ab, die ausländische Kontrolle über fortschrittliche Technologie einzuschränken.

Dem Bericht zufolge hat die Cyberspace Administration of China Unternehmen, darunter Alibaba und ByteDance, angewiesen, den Kauf und das Testen von Nvidias KI-Produkten sofort einzustellen.

Diese Chips, wie z. B. die Modelle RTX Pro 6000D und H20, haben eine starke Nachfrage von chinesischen Unternehmen auf der Suche nach modernster Rechenleistung auf sich gezogen.

Die plötzliche Direktive unterstreicht Pekings zunehmend entschlossene Haltung in der Technologierivalität mit Washington, wo die Kontrolle über Halbleiterexporte zu einem zentralen politischen Instrument geworden ist.

Analyst sieht langfristige Stärke

Trotz des regulatorischen Gegenwinds bleiben einige Analysten optimistisch, was die Entwicklung von Nvidia angeht.

Letzte Woche stufte die Investmentfirma D.A. Davidson die Aktie von "Neutral" auf "Buy" hoch.

Analyst Gil Luria hob sein Kursziel von 195 $ auf 210 $ pro Aktie an und nannte das anhaltende Wachstum der Nachfrage nach KI-Computing als Haupttreiber.

Luria räumte Risiken wie die Verschärfung des Wettbewerbs, Nachfrageschwankungen in China und "überschwängliche Erwartungen" ein.

Er argumentierte jedoch, dass es letztlich auf das "überwältigende Wachstum der Nachfrage nach Rechenleistung" ankomme.

"Obwohl wir nicht bereit sind, den Konsens auf der Verkäuferseite zu unterstützen, insbesondere angesichts der Unsicherheit in Bezug auf China, glauben wir, dass die Anleger über kleine Versäumnisse hinwegsehen werden, wie sie es in den letzten Quartalen getan haben", sagte er.

Das Spannungsfeld zwischen kurzfristigem regulatorischem Druck und langfristiger KI-Nachfrage lässt Nvidia im Zentrum einer volatilen, aber genau beobachteten globalen Technologielandschaft stehen.