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TikTok steht vor einer Untersuchung zum Schutz der Privatsphäre von Kindern in Kanada: Könnte sich das auf den US-Deal auswirken?

TikTok steht vor einer Untersuchung zum Schutz der Privatsphäre von Kindern in Kanada: Könnte sich das auf den US-Deal auswirken?
Devesh Kumar
24. Sept. 2025, 04:31 AM
  • Kanadische Datenschutzwächter sagen, dass die Sicherheitsvorkehrungen von TikTok für Kinder unzureichend sind.
  • Die Ermittler fanden heraus, dass Hunderttausende von Kindern trotz Altersregeln auf TikTok zugegriffen haben.
  • TikTok stimmt strengeren Alterskontrollen, klareren Datenschutzhinweisen und eingeschränktem Anzeigen-Targeting zu.

TikTok geriet in die Bredouille, nachdem eine Untersuchung der kanadischen Regierung ergeben hatte, dass die beliebte Video-Sharing-App sensible Daten von Hunderttausenden von Kindern gesammelt hat, was zu erneuten Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Regulierung führte.

Die Untersuchung, die vom kanadischen Datenschutzbeauftragten und Beamten aus Quebec, B.C. und Alberta durchgeführt wurde, ergab, dass die bestehenden Sicherheitsvorkehrungen von TikTok, um Kinder von der Plattform fernzuhalten, zutiefst unzureichend waren.

Während sich der weltweite Fokus auf die digitale Privatsphäre von Minderjährigen verlagert, sind alle Augen auf die nächsten Schritte von TikTok gerichtet und darauf, wie sich dies auf den mit Spannung erwarteten Eigentumsdeal in den USA auswirken könnte.

Was die TikTok-Untersuchung ans Licht bringt?

Die Ermittler fanden heraus, dass trotz der Behauptung von TikTok, dass die Plattform nicht für Nutzer unter 13 Jahren gedacht ist, jedes Jahr Hunderttausende von kanadischen Kindern auf die App zugreifen und das Unternehmen dabei ihre persönlichen Daten sammelte.

Diese Daten reichten von grundlegenden Identifikatoren bis hin zu biometrischen Profilen, die alle für das Content-Targeting und sogar für Werbestrategien verwendet wurden, von denen einige riskante Verhaltensweisen wie Glücksspiel und Offenlegung von Identitäten förderten.

Die Untersuchung machte deutlich, dass TikTok es versäumt hat, diese Datenpraktiken auch Erwachsenen, geschweige denn Teenagern oder Kindern, angemessen zu erklären, noch eine sinnvolle Einwilligung eingeholt hat, wie es das kanadische Gesetz verlangt.

Als Reaktion darauf stimmte TikTok einer Reihe von Korrekturmaßnahmen zu: die Ausweitung der Alterskontrollen, um Kinder von der App fernzuhalten, die Veröffentlichung einer Zusammenfassung der Privatsphäre in einfacher Sprache für Teenager und die Einstellung gezielter Werbung für unter 18-Jährige, außer in generischen Kategorien wie Standort oder Sprache.

Datenschutzhinweise werden nun in ganz Kanada leichter zugänglich und auf Französisch verfügbar sein, mit besseren Vorabinformationen darüber, wie und wo Daten verarbeitet werden, einschließlich der Frage, ob sie in China verarbeitet oder abgerufen werden.

TikTok hat sich zu monatlichen Datenschutz-Updates, neuen Mechanismen für kanadische Nutzer zur Verwaltung der Datenschutzeinstellungen und unabhängigen Bewertungen verpflichtet, um sicherzustellen, dass die Änderungen in den nächsten sechs Monaten bestehen bleiben.

Die Regulierungsbehörden sagen, dass diese Resolution "gut begründet und bedingt gelöst" ist, betonen aber, wie wichtig es ist, dass TikTok seine Datenverantwortung übernimmt und erklärt und die Last nicht den Eltern oder Schulen überlässt.

Könnte sich dies auf den US-Deal von TikTok auswirken?

Das Timing des kanadischen Berichts ist bemerkenswert, da die komplexen Eigentumsverhandlungen mit TikTok in den USA eine kritische Phase erreichen.

Das Weiße Haus hat sich beeilt, einen Rahmen für amerikanische Investoren, darunter Oracle und Silver Lake, fertigzustellen, um die US-Aktivitäten von TikTok zu übernehmen und eine bereinigte Version seines geschätzten Empfehlungsalgorithmus zu lizenzieren, ein Schritt, der Sicherheitsbedenken ausräumen und ein vollständiges Verbot abwenden soll.

Es wird erwartet, dass Präsident Donald Trump das Abkommen nächste Woche formalisieren wird, aber die kanadischen Erkenntnisse könnten dem Mix eine neue regulatorische Prüfung hinzufügen.

Kanadische Beamte betonen, dass TikTok den Nutzern klarmachen muss, dass ihre Daten in China verarbeitet oder abgerufen werden können, wo die nationalen Gesetze den staatlichen Zugriff auf Unternehmensunterlagen erlauben.

Dies spiegelt die Befürchtungen der USA über chinesisches Eigentum, Datenübertragungsrisiken und die Manipulation des TikTok-Algorithmus wider, um die Content-Feeds der Nutzer subtil zu gestalten.

Während TikTok bereits versprochen hat, den Datenschutz und die Transparenz zu verschärfen, könnten die Enthüllungen aus Kanada die amerikanischen Regulierungsbehörden dazu veranlassen, auf noch stärkere Compliance und Firewalls zu drängen, insbesondere in einem Wahljahr, in dem die Technologiepolitik im Rampenlicht steht.