Der Aktienkurs von Wolfspeed stieg am Dienstag um 35%, aber Analysten warnen vor einem Abwärtspotenzial von bis zu 94%

Der Aktienkurs von Wolfspeed stieg am Dienstag um 35%, aber Analysten warnen vor einem Abwärtspotenzial von bis zu 94%
Devesh Kumar
30. Sept. 2025, 15:54 PM
  • Der Aktienkurs von Wolfspeed stieg am Dienstag nach den jüngsten Unternehmensumstrukturierungen und Marktspekulationen um 35%.
  • Die extreme Volatilität treibt die Handelsaktivität an und spiegelt die Unsicherheit auf dem Halbleitermarkt wider.
  • Analysten warnen, dass die Aktie trotz des Anstiegs mit einem potenziellen Abwärtspotenzial von bis zu 94% konfrontiert sein könnte.

Die Wolfspeed-Aktie startete am Dienstag mit einem Anstieg von 35% im vorbörslichen Handel nach der atemberaubenden Rallye am Montag.

Das Unternehmen hat gerade eine harte Insolvenz nach Chapter 11 hinter sich gebracht, seine massiven Schulden abgebaut und den Reset-Knopf für seine Finanzen gedrückt.

Dieser Neuanfang lässt die Anleger hoffnungsvoll in die Zukunft von Wolfspeed im Chipgeschäft blicken.

Aber mit solch großen Bewegungen gehen auch große Risiken einher, da die Wolfspeed-Aktie in letzter Zeit überall war, und das Unternehmen hat noch viel zu beweisen, bevor sich die Dinge beruhigen und es beginnt, stetige Gewinne zu erzielen.

Wolfspeed-Aktie: Die jüngste Rallye im Kontext

Die jüngste Aktienrallye von Wolfspeed war geradezu dramatisch, wobei die Aktien um über 1.700% gestiegen sind.

Aber hinter dieser atemberaubenden Zahl verbirgt sich eine Geschichte darüber, was wirklich passiert ist und warum viele Anleger nicht gesehen haben, dass sich diese Gewinne in tatsächliche Gewinne umsetzen ließen.

Die enorme Rallye folgte auf das Auftauchen von Wolfspeed aus der Insolvenz nach Chapter 11, bei der das Unternehmen seine alten Aktien vernichtete und sie durch einen neuen, viel kleineren Aktienpool durch einen Reverse Split ersetzte.

Für die meisten Aktionäre, die an den alten Aktien festhielten, bedeutete dies, dass ihr Eigentum stark verwässert wurde, und obwohl der Aktienkurs sprunghaft anstieg, glich der Anstieg die verlorenen Aktien nicht vollständig aus.

Dieser Neustart war im Wesentlichen ein finanzieller und operativer Neustart.

Wolfspeed reduzierte seine Verschuldung um rund 70 %, verringerte seine Barzinslast und positionierte sich neu für das Wachstum auf dem Halbleitermarkt, insbesondere bei energieeffizienten Siliziumkarbid-Chips, die in Elektrofahrzeugen und industriellen Anwendungen eingesetzt werden.

Das Unternehmen hat auch seine Führung umgestaltet und seinen Sitz nach Delaware verlegt.

Die Aufregung um die Rallye verdeckt jedoch die Realität, dass Wolfspeed immer noch einen schwierigen Weg zur Rentabilität beschreitet.

Die wilden Kursschwankungen der Aktie sind größtenteils auf Spekulationen und die Knappheit verfügbarer Aktien zurückzuführen und nicht auf solide fundamentale Gewinne.

Was sagen Analysten?

Die Analysten der Wall Street halten trotz des jüngsten kometenhaften Aufstiegs der Aktie eine vorsichtige Haltung gegenüber der Wolfspeed-Aktie ein.

Marktbeobachtern zufolge tendiert das Konsensrating in Richtung "Halten", wobei sich gemischte Meinungen auf "Kaufen", "Verkaufen" und "Halten" verteilen.

Von den rund 10 Analysten, die im vergangenen Jahr befragt wurden, schlagen etwa vier einen Verkauf, zwei ein Halten und vier einen Kauf der Aktie vor.

Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1,50 bis 2,00 $ pro Aktie, was auf einen deutlichen Abwärtstrend im Vergleich zu den derzeit erhöhten Handelsniveaus über 20 $ nach der Rallye des Konkursausstiegs hindeutet.

Laut TipRanks: "Basierend auf Wall-Street-Analysten, die in den letzten 3 Monaten 12-Monats-Kursziele für Wolfspeed abgegeben haben. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1,50 $ mit einer hohen Prognose von 1,50 $ und einer niedrigen Prognose von 1,50 $. Das durchschnittliche Kursziel entspricht einer Veränderung von -94,87% gegenüber dem letzten Kurs von 29,26 $."

Analysten betonen, dass der Anstieg der Wolfspeed-Aktie weitgehend auf technische Restrukturierungsmaßnahmen wie den umgekehrten Aktiensplit und den drastischen Schuldenabbau zurückzuführen ist und nicht auf solides marktgetriebenes Wachstum oder Rentabilitätsverbesserungen.

Das Unternehmen steht nach wie vor vor großen Herausforderungen gegenüber, darunter volatile Aktienkursschwankungen, dünne Liquidität und ein ungewisser Weg zu konstanten Erträgen.