Goldman Sachs hebt Goldpreisprognose für 2026 angesichts starker Nachfrage auf 4.900 $ an

Goldman Sachs hebt Goldpreisprognose für 2026 angesichts starker Nachfrage auf 4.900 $ an
Sayantan Sarkar
07. Okt. 2025, 06:57 AM
  • Goldman Sachs hob seine Goldpreisprognose für Dezember 2026 auf 4.900 $ pro Unze an.
  • Der COMEX-Goldkontrakt überschritt zum ersten Mal die Marke von 4.000 $ pro Unze.
  • Robuste Käufe der Zentralbanken, eine gestiegene ETF-Nachfrage und ein schwächerer US-Dollar treiben den Anstieg des Goldpreises an.

Goldman Sachs kündigte eine deutliche Anhebung seiner Goldpreisprognose für Dezember 2026 an und hob sie von 4.300 $ auf 4.900 $ pro Unze an.

Die Investmentbank führte diesen revidierten Ausblick auf die robusten Zuflüsse westlicher börsengehandelter Fonds (ETFs) und die erwarteten starken Käufe der Zentralbanken zurück.

"Wir sehen die Risiken für unsere angehobene Goldpreisprognose netto immer noch nach oben verzerrt, da die Diversifizierung des privaten Sektors in den relativ kleinen Goldmarkt die ETF-Bestände über unsere zinsimplizite Schätzung hinaus treiben könnte", wurde Goldman in einem Reuters-Bericht zitiert.

COMEX-Gold erreicht 4.000 $

Am Dienstag erreichte der Spot-Goldpreis einen neuen Höchststand von 3.977,19 $ pro Unze, bevor er um 0130 GMT bei rund 3.960 $ pro Unze gehandelt wurde.

An der COMEX durchbrach der Dezember-Goldkontrakt zum ersten Mal zu Beginn der Sitzung die Marke von 4.000 $ pro Unze.

Gold hat in diesem Jahr einen bemerkenswerten Anstieg von 51% erlebt, der auf das Zusammentreffen starker Marktkräfte zurückzuführen ist.

Ein wesentlicher Faktor war die robuste Nachfrage der Zentralbanken, die ihre Reserven konsequent um Gold erweitert haben, da sie es als zuverlässiges Wertaufbewahrungsmittel und als Absicherung gegen wirtschaftliche Instabilität betrachten.

Dieser institutionelle Kaufrausch unterstreicht eine globale Verschiebung hin zu einer Diversifizierung weg von traditionellen Fiat-Währungen.

Steigende ETF-Nachfrage und schwächerer Dollar

Ergänzend dazu ist die Nachfrage nach goldgedeckten Exchange Traded Funds (ETFs) deutlich gestiegen.

Diese Finanzinstrumente ermöglichen es Anlegern, sich in Gold zu engagieren, ohne das physische Metall direkt zu besitzen, und bieten Liquidität und Komfort.

Das gestiegene Interesse an Gold-ETFs spiegelt eine breitere Anlegerstimmung wider, die inmitten der Marktvolatilität nach sicheren Anlagen sucht.

Darüber hinaus hat ein schwächerer US-Dollar eine entscheidende Rolle dabei gespielt, Gold attraktiver zu machen.

Mit der Abwertung des Dollars wird Gold, das in Dollar gehandelt wird, für Anleger, die andere Währungen halten, billiger, was die Nachfrage ankurbelt.

Diese umgekehrte Beziehung zwischen dem Dollar und Gold ist eine langjährige Marktdynamik, die die jüngste Performance von Gold erheblich beeinflusst hat.

Schließlich kann das wachsende Interesse von Kleinanlegern nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Privatanleger wenden sich zunehmend Gold zu, um sich gegen zunehmende Handelsspannungen und geopolitische Unsicherheiten abzusichern.

In einem Umfeld, das von unvorhersehbaren globalen Ereignissen und Inflationsdruck geprägt ist, wird Gold als zuverlässiger Beschützer des Vermögens wahrgenommen, der den Portfolios ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität verleiht.

Käufe der Zentralbanken

Goldman Sachs geht davon aus, dass die Zentralbanken im Jahr 2025 durchschnittlich 80 Tonnen Gold und im Jahr 2026 70 Tonnen Gold kaufen werden.

Diese Prognose basiert auf der Erwartung, dass die Zentralbanken der Schwellenländer ihre Reserven durch Investitionen in Gold weiter diversifizieren werden.

Die Analysten von Goldman Sachs rechnen mit einem Anstieg der Bestände an Western ETFs. Diese Prognose basiert auf der Erwartung, dass die US-Notenbank den Leitzins bis Mitte 2026 um 100 Basispunkte senken wird.

Die Bank sagte: