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Die Inflation in Mexiko steigt im September, bleibt aber im Zielbereich der Zentralbank

Die Inflation in Mexiko steigt im September, bleibt aber im Zielbereich der Zentralbank
Noris Soto
09. Okt. 2025, 17:36 PM
  • Die Inflation in Mexiko stieg im September auf 3,76 % und blieb damit im Zielbereich von Banxico.
  • Die Preise stiegen um 0,23 %, angeführt von einem starken saisonalen Anstieg der Bildungskosten.
  • Die Kerninflation stieg um 0,33 %, was auf einen anhaltenden Preisdruck hindeutet.

Die jährliche Inflationsrate in Mexiko hat sich im September beschleunigt, wenn auch etwas geringer als von Ökonomen erwartet, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.

Die Verbraucherpreise stiegen in den zwölf Monaten bis September um 3,76 Prozent, wie die nationale Statistikbehörde INEGI mitteilte, was unter dem jährlichen Verbraucherpreisanstieg von 3,79 Prozent liegt, der in einer Reuters-Umfrage unter Ökonomen prognostiziert wurde.

Dies geschah nach einem Anstieg von 3,57% im August gegenüber dem Vorjahr.

Die jüngsten Daten zeigen, dass die Inflation den dritten Monat in Folge innerhalb des Zielbandes der Zentralbank von 3 % plus oder minus einem Prozentpunkt liegt, was darauf hindeutet, dass der inländische Preisdruck trotz der Besorgnis über den globalen wirtschaftlichen Gegenwind weitgehend eingedämmt ist.

Unterstützung für weitere Zinssenkungen

Der zugrunde liegende Inflationstrend hat die Erwartung weiter gestützt, dass die Bank von Mexiko (Banxico) ihren anhaltenden Zyklus der geldpolitischen Lockerung fortsetzen wird.

Zum 10. Mal in Folge senkte die Zentralbank im vergangenen Monat ihren Leitzins auf 7,5 %, den niedrigsten Stand seit 2022, und senkte damit die Kreditkosten.

Die aktuellen Bedingungen, so die Analysten, stützen ihre aktuelle Prognose eines Leitzinses von 7,00 % bis Ende 2025 und von 6,50 % im Jahr 2026, was darauf hindeutet, dass der Inflationsdruck in naher Zukunft begrenzt bleiben wird.

Die Veröffentlichung der Daten wird zu einem Zeitpunkt erfolgen, an dem die politischen Entscheidungsträger darüber beraten, wie schnell die Zinsen weiter gesenkt werden sollen, ohne die Bemühungen zur Verfestigung der Inflationserwartungen zu gefährden.

Die moderate Inflation in Kombination mit dem schleppenden Wachstum hat für Banxico eine Gratwanderung geschaffen, da sie versucht, wirtschaftliche Anreize zu schaffen, ohne die Verbraucherpreise wieder in die Höhe zu treiben.

Monatliche Preissteigerungen durch Bildungskosten

Den nicht saisonbereinigten Daten des INEGI zufolge stiegen die Verbraucherpreise im September um 0,23 % gegenüber dem Vormonat und lagen damit etwas unter den Marktschätzungen.

Ökonomen führten einen Großteil des Anstiegs auf einen starken saisonalen Anstieg der Bildungspreise zurück, die laut einer Notiz von Citi Banamex den größten monatlichen Anstieg seit 2008 verzeichneten.

Der Anstieg der bildungsbezogenen Kosten ist ein häufiges saisonales Phänomen, das mit dem Beginn des neuen akademischen Jahres verbunden ist.

Das Ausmaß des Anstiegs in diesem Jahr war jedoch beträchtlich und trug damit erheblich zur monatlichen Gesamtinflationsrate bei.

Kerninflation bleibt hartnäckig

Der Kerninflationsindex, der die volatilen Lebensmittel- und Energiekosten ausschließt, stieg im September um 0,33% und entsprach damit in etwa den Schätzungen eines Anstiegs von 0,32%.

Trotz der geringen Diskrepanz warnten Ökonomen, dass sich die anhaltende Kerninflation auf den Zeitpunkt und die Schwere künftiger Entscheidungen von Banxico auswirken könnte.

Während die Gesamtinflation nach wie vor deutlich unter dem Zielwert liegt, deutet die Hartnäckigkeit der Kerninflation darauf hin, dass ein gewisser zugrunde liegender Preisdruck in Sektoren anhält, die weniger von vorübergehenden oder externen Ursachen betroffen sind.

Dies ist eine entscheidende Priorität für die Zentralbank, wenn sie die Tragfähigkeit ihres Lockerungszyklus bewertet.

Ausblick und politische Herausforderungen

Die Entwicklung der mexikanischen Inflation bleibt ein ermutigendes Zeichen für ein zaghaftes geldpolitisches Umfeld.

Diese schrittweise Lockerungsstrategie der Zentralbank scheint ein Gleichgewicht zwischen der Notwendigkeit der Unterstützung und der allgemeinen Vorsicht vor Inflationsrisiken herzustellen.

Dennoch warnten Analysten, dass externe Risikofaktoren nach wie vor drohen und die globalen Handelsspannungen, die Energiepreise und die Verlangsamung der globalen Nachfrage den Gegenwind der mexikanischen Wirtschaft umkehren könnten.

Infolgedessen könnte sich die bereinigte Inflationsrate auf die Verbraucherpreise auswirken und die Stärke des Inflationszielmechanismus von Banxico in den kommenden Monaten auf die Probe stellen.

In der Zwischenzeit stützen die September-Daten die Ansicht, dass die Inflationsdynamik in Mexiko weiterhin gut verläuft und eine weitere geldpolitische Lockerung ermöglicht, da die politischen Entscheidungsträger mit einem heiklen externen Umfeld zu kämpfen haben.

Angesichts der Aussichten besteht für die Banxico das Potenzial, zusätzliche Maßnahmen zu lockern, wenn eine stabile Inflation Teil des Rahmens für eine allmähliche Erholung der Inlandsnachfrage bleibt.