Europäische Märkte eröffnen am Dienstag uneinheitlich: FTSE eröffnet flach, DAX fällt um 0,4%

Europäische Märkte eröffnen am Dienstag uneinheitlich: FTSE eröffnet flach, DAX fällt um 0,4%
Devesh Kumar
28. Okt. 2025, 09:38 AM
  • DAX und CAC fielen leicht, während der FTSE 100 flach eröffnete, da die Märkte vor der Fed-Sitzung vorsichtig wurden.
  • Händler erwarten allgemein eine Zinssenkung um 25 Basispunkte, aber Powells Prognose für Dezember ist der eigentliche Swing-Faktor.
  • Frankreich blieb angesichts der Haushaltsspannungen und einer Herabstufung des Ausblicks durch Moody's gedämpft, was zur Vorsicht mahnte.

Die europäischen Märkte eröffneten am Dienstag mit einer gemischten Note, da die Anleger im Vorfeld der erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank eine abwartende Haltung einnahmen.

Die wichtigsten Indizes des Kontinents zeigten leichte Bewegungen, wobei der deutsche DAX um 0,4% auf 24.206,27 Punkte fiel, während der britische FTSE 100 fast unverändert bei 9.653 eröffnete und der französische CAC 40 um 0,26% auf 8.217,38 Punkte nachgab.

Die vorsichtige Stimmung am Aktienmarkt kam nach einer gesunden Rallye am Montag, die die europäischen Märkte in den letzten Sitzungen auf Rekordhöhen trieb.

Der Fed-Moment: Lenkung durch die Unsicherheit

Die Marktbewegung am Dienstag war ziemlich gedämpft, und es ist nicht schwer zu verstehen, warum. Alle pausieren im Wesentlichen, bis die US-Notenbank ihre Sitzung am Mittwoch abschließt.

Die Anleger sind sich so gut wie sicher (etwa 96 %, laut CME FedWatch), dass die Fed die Zinsen um 25 Basispunkte senken wird.

Aber was jetzt wirklich zählt, ist, was Jerome Powell über die Dezember-Sitzung sagt und wie die Fed die Wirtschaft von hier aus sieht.

Die Zentralbank versucht, einen sich abschwächenden Arbeitsmarkt mit einer immer noch hartnäckigen Inflation in Einklang zu bringen, und um die Sache noch schwieriger zu machen, hat der anhaltende Shutdown der US-Regierung den Fluss neuer Wirtschaftsdaten eingeschränkt.

Auch in Europa konnte man die Unsicherheit sehen. Der STOXX Europe 600 stürzte um 0,29% auf 575,04 ab, ein Zeichen dafür, dass die Anleger lieber abwarten, als mutige Schritte zu unternehmen, bevor sie von Powell hören.

Dennoch war der allgemeine Ton in Europa nicht ganz vorsichtig. Die Erwartung von Zinssenkungen in den USA kommt den globalen Aktien tendenziell zugute, und dieser Rückenwind war besonders gut für den britischen Markt.

Der FTSE 100 ist auf ein Rekordhoch bei 9.672 gestiegen, was nicht nur auf den Optimismus der Fed, sondern auch auf die Abkühlung der Inflation im Inland zurückzuführen ist, was die Chancen auf eine Zinssenkung der Bank of England im Dezember erhöht hat.

Europäische Märkte: Geopolitik wird zum Katalysator für Konsolidierung

Untermauert wurde die vorsichtige Marktstimmung durch die Entwicklungen im Handel zwischen den USA und China in dieser Woche.

Die Nachricht von einem ersten Handelsrahmenabkommen und dem geplanten Treffen von Präsident Trump mit Chinas Xi Jinping am Donnerstag hatte in den letzten Sitzungen erhebliche Rallyes ausgelöst.

Am Dienstag schien jedoch ein Großteil dieser positiven Stimmung eingepreist zu sein, was erklärt, warum sich die Märkte für eine Konsolidierung und nicht für einen weiteren Anstieg entschieden haben.

Die Schlussfolgerung aus dem Handel am Dienstag war ziemlich einfach: Die Anleger sind nicht in der Stimmung, große Schritte zu unternehmen, bis sie direkt von Powell hören.

Selbst in Deutschland, wo der DAX leicht zulegen konnte, herrschte ein deutlicher Ton der Vorsicht. Der Index ist in diesem Monat nur um etwa 2,23% gestiegen und könnte mit der Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag immer noch unter Druck geraten.

Frankreich war nicht optimistischer. Französische Aktien blieben auf dem Rückzug, da die politischen Spannungen über den Staatshaushalt weiterhin über dem Markt hingen.

Diese Unsicherheit hat bereits Folgen, da Moody's kürzlich den Ausblick für Frankreich nach unten korrigiert hat, und diese Herabstufung hat den Anlegern eine weitere Vorsicht geboten.