Europäische Märkte eröffnen: Aktien geben nach, da die Zinsentscheidung der Fed bevorsteht; Santander-Gewinn steigt um 7,8%

Europäische Märkte eröffnen: Aktien geben nach, da die Zinsentscheidung der Fed bevorsteht; Santander-Gewinn steigt um 7,8%
Deepali Singh
29. Okt. 2025, 09:22 AM
  • Die europäischen Aktien dürften vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank niedriger eröffnen.
  • Es wird allgemein erwartet, dass die Fed die Zinsen um einen Viertelpunkt senken wird.
  • Der Nettogewinn der Deutschen Bank im 3. Quartal von 1,56 Milliarden Euro übertrifft die Schätzungen der Analysten.

Die europäischen Aktienmärkte deuten auf eine niedrigere Eröffnung am Mittwoch hin, da der Fokus der Anleger fest auf die bevorstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank und eine große Flut von Unternehmensgewinnberichten von beiden Seiten des Atlantiks gerichtet ist.

Laut Daten von IG deuten die Futures auf einen vorsichtigen Start in die Handelssitzung hin, wobei der britische FTSE voraussichtlich in der Nähe der Seitwärtslinie eröffnen wird, während der deutsche DAX voraussichtlich um 0,4 %, der französische CAC 40 um 0,16 % und der italienische FTSE MIB um 0,12 % fallen werden.

Das wichtigste Ereignis für die globalen Märkte ist der Abschluss der geldpolitischen Sitzung der Fed, bei der mit überwältigender Mehrheit eine Zinssenkung um einen Viertelpunkt erwartet wird.

Wenn der Offenmarktausschuss der US-Notenbank wie erwartet handelt, wird er den Leitzins in eine Spanne zwischen 3,75 % und 4,00 % bringen.

Die eigentliche Unsicherheit liegt jedoch in der Forward Guidance. Die Marktteilnehmer werden die Kommentare des Vorsitzenden Jerome Powell nach der Sitzung genau analysieren, um Signale für den zukünftigen Kurs der Zentralbank zu erhalten.

Laut der CNBC-Fed-Umfrage vom Oktober preisen die Händler bereits eine weitere Lockerung ein: 84 % der Befragten sahen eine weitere Senkung im Dezember und 54 % eine dritte im Januar.

Bankengiganten melden starke Gewinne

Im Unternehmensbereich erzielten zwei der größten europäischen Banken starke Ergebnisse. Die spanische Banco Santander verzeichnete in den ersten neun Monaten einen Rekordgewinn, der im Jahresvergleich um 7,8 % stieg.

Die Bank führte die Leistung auf die starke Geschäftstätigkeit und die operative Effizienz zurück. Während der Umsatz im dritten Quartal mit 15,3 Milliarden Euro die von der LSEG zusammengestellten Analystenschätzungen knapp verfehlte, lag das operative Nettoergebnis mit 8,99 Milliarden Euro leicht über der Zielgruppe.

Die britische Tochtergesellschaft der Bank verzögerte jedoch ihre Ergebnisse nach einem Gerichtsurteil über Händlerprovisionen im Zusammenhang mit dem Kfz-Finanzskandal.

Unterdessen meldete die Deutsche Bank für das dritte Quartal einen besser als erwarteten Nettogewinn von 1,56 Milliarden Euro (1,82 Milliarden US-Dollar) und übertraf damit die von Analysten prognostizierten 1,34 Milliarden Euro pro LSEG.

Der deutsche Kreditgeber sagte, dass alle vier Geschäftsbereiche "Fortschritte bei ihren strategischen Plänen" machen und auf Kurs bleiben, um seine Prognose für das Gesamtjahr zu erfüllen.

Big-Tech-Gewinne und Handelsgespräche im Blick

Außerhalb Europas bereiten sich die Anleger auch auf die Ergebnisse der US-Tech-Titanen Alphabet, Meta Platforms und Microsoft vor, die alle nach Börsenschluss in den USA berichten werden.

Am Donnerstag folgen Apple und Amazon, deren Entwicklung als wichtiges Barometer für die Weltwirtschaft gilt.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Händler die Fortschritte in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und China im Vorfeld eines Treffens zwischen Präsident Donald Trump und Präsident Xi Jinping am Donnerstag beobachten.

Trump sagte am Mittwoch, er erwarte, bestimmte Fentanyl-Zölle gegen China zu senken, was ein Zeichen für eine mögliche Entspannung der Spannungen sei.