Musks Starlink arbeitet mit Virgin Media O2 zusammen, um das erste Satellitennetzwerk Großbritanniens zu starten

Musks Starlink arbeitet mit Virgin Media O2 zusammen, um das erste Satellitennetzwerk Großbritanniens zu starten
Diya Poddar
30. Okt. 2025, 11:29 AM
  • Der Dienst bietet zunächst Messaging in abgelegenen Gebieten ohne Signal an.
  • Die 600+ Satelliten von Starlink erhöhen die VMO2-Abdeckung auf 95 % des Vereinigten Königreichs.
  • Vodafone und AST SpaceMobile planen einen konkurrierenden Rollout in Europa im nächsten Jahr.

Elon Musks Satellitenunternehmen Starlink hat seine erste Telekommunikationspartnerschaft in Großbritannien unterzeichnet und sich mit Virgin Media O2 (VMO2) zusammengetan, um mobile Konnektivität durch weltraumgestützte Technologie anzubieten.

Der Deal markiert eine strategische Verschiebung auf dem britischen Telekommunikationsmarkt, die darauf abzielt, die Versorgungslücke in ländlichen und abgelegenen Regionen durch den neuen "O2 Satellite"-Dienst zu schließen.

Die Zusammenarbeit, die in der ersten Hälfte des nächsten Jahres startet, soll Kunden grundlegende Messaging-Funktionen bieten, wenn herkömmliche Mobilfunksignale nicht verfügbar sind.

Mit der Weiterentwicklung der Satellitentechnologie von Starlink könnte der Dienst auf Sprachanrufe und datenintensive Anwendungen wie soziale Medien und Video-Streaming ausgeweitet werden, um selbst in den abgelegensten Gebieten eine kontinuierliche Konnektivität zu gewährleisten.

Ausweitung der Abdeckung durch Satelliten in der niedrigen Erdumlaufbahn

Die Direct-to-Device-Technologie von Starlink unterscheidet sich von den Breitbanddiensten. Anstatt ein Benutzerterminal zu benötigen, können sich mobile Benutzer über ihr Smartphone direkt mit Starlink-Satelliten verbinden.

Es wird erwartet, dass die Partnerschaft die nationale Abdeckung von Virgin Media O2 von 88 % auf 95 % erhöhen und damit eine der anhaltenden Herausforderungen der britischen Telekommunikation angehen wird – den lückenhaften Service in ländlichen Gebieten.

Die Vereinbarung spiegelt einen breiteren Vorstoß in ganz Europa wider, der Öffentlichkeit eine satellitengestützte Mobilfunkabdeckung zugänglich zu machen.

Starlink, das von Musks SpaceX betrieben wird, hat derzeit mehr als 600 Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn in Betrieb und ermöglicht schnellere und stabilere Verbindungen als herkömmliche geostationäre Systeme.

Die wachsende Satellitenkonstellation des Unternehmens verschafft ihm einen Wettbewerbsvorteil in einem Markt, der sich schnell aufheizt.

Die Vereinbarung macht Starlink zu einem der ersten Anbieter, der Direct-to-Device-Konnektivität in Europa einführt. Diese Technologie könnte es britischen Nutzern ermöglichen, beim Wandern, Segeln oder Reisen durch abgelegene Orte in Verbindung zu bleiben.

Es wird auch erwartet, dass es Virgin Media O2 dabei helfen wird, die Netzwerkqualität zu verbessern und das Markenimage zu modernisieren, nachdem es jahrelang hinter den Konkurrenten in Bezug auf Innovation und Kundenbindung zurückgeblieben ist.

VMO2 hat stark in seine Netzwerkinfrastruktur investiert, unter anderem in den Erwerb neuer Frequenzen durch staatliche Auktionen und den Ausbau seines eigenständigen 5G-Rollouts.

Durch die Integration von Satellitentechnologie in sein mobiles Angebot will das Unternehmen die Lücke zwischen terrestrischen und orbitalen Kommunikationsnetzen schließen.

Die Initiative unterstützt auch das umfassendere Bestreben der britischen Regierung, mobile "Not-Spots" zu beseitigen, insbesondere in ländlichen Gemeinden und entlang von Verkehrskorridoren, wo die Konnektivität nach wie vor uneinheitlich ist.

Der Wettbewerb unter den Telekommunikationsgiganten verschärft sich

Die Partnerschaft folgt auf eine Reihe von Schritten anderer großer Betreiber, die in den Satelliten-zu-Mobilfunk-Bereich einsteigen. Vodafone hat eine bestehende Allianz mit dem US-amerikanischen Unternehmen AST SpaceMobile, um ähnliche Dienste in ganz Europa anzubieten.

Der Vorstandsvorsitzende von Vodafone bestätigte Anfang des Jahres, dass das satellitengestützte Netz im nächsten Jahr an den Start gehen wird.

Der frühe Vorteil von Starlink liegt jedoch in seinem umfangreichen operationellen Netzwerk von Satelliten in der niedrigen Erdumlaufbahn. Der US-Netzbetreiber T-Mobile ist Anfang des Jahres ebenfalls eine Partnerschaft mit Starlink eingegangen, um amerikanischen Nutzern eine ähnliche Konnektivität zu bieten.

Diese wachsende Liste von Kooperationen unterstreicht das Bestreben von Starlink, den Direct-to-Device-Markt zu dominieren, bevor die Wettbewerber den vollen Einsatz erreichen.

Eine neue Phase für die Innovationsstrategie von Virgin Media O2

Für Virgin Media O2 markiert der Starlink-Deal einen Wendepunkt in seiner langfristigen Wachstumsstrategie.

Nachdem das Unternehmen in den letzten Jahren darum kämpfte, sein innovationsgetriebenes Image zu bewahren, nutzt es diese Partnerschaft, um seine Position als zukunftsorientierter Telekommunikationsbetreiber zu stärken.

Die Einführung von O2 Satellite wird intern als "logische Erweiterung" der Netzinvestitionen des Unternehmens bezeichnet, um den Zugang der Kunden zu einem unterbrechungsfreien Mobilfunkdienst zu stärken.

Der Fokus des Unternehmens auf die Modernisierung seines Kernnetzes und den Ausbau seiner 5G-Präsenz ergänzt seine Satellitenambitionen.

Dies steht im Einklang mit dem allgemeinen Trend der Telekommunikationsbranche hin zu hybrider Konnektivität, bei der terrestrische und orbitale Technologien kombiniert werden, um eine zuverlässigere Abdeckung zu gewährleisten.

Da sich der Wettbewerb zwischen globalen und regionalen Akteuren verschärft, könnte das britische Projekt von Starlink mit Virgin Media O2 einen neuen Präzedenzfall für die Art und Weise schaffen, wie Mobilfunkbetreiber eine flächendeckende Abdeckung angehen.

Da der Dienst voraussichtlich im Jahr 2025 in Betrieb gehen wird, können Kunden bald testen, ob weltraumgestützte Netzwerke das Versprechen einer nahtlosen landesweiten Konnektivität einlösen können.