Trump unterzeichnet Gesetz zur Beendigung des 43-tägigen Rekord-Regierungsstillstands nach knapper Abstimmung im Repräsentantenhaus

Trump unterzeichnet Gesetz zur Beendigung des 43-tägigen Rekord-Regierungsstillstands nach knapper Abstimmung im Repräsentantenhaus
Devesh Kumar
13. Nov. 2025, 05:07 AM
  • Der Rekord-Shutdown von 43 Tagen endet mit einer knappen Abstimmung im Repräsentantenhaus und einer Unterzeichnung im Oval Office.
  • Der Streit um die Subventionen im Gesundheitswesen verlängerte die Pattsituation und spaltete beide Parteien.
  • Eine weitere Finanzierungsfrist zeichnet sich am 30. Januar ab, wodurch ein erneuter Showdown riskiert wird.

Der längste Regierungsstillstand in der Geschichte der USA endete am Mittwochabend endgültig, als Präsident Donald Trump ein Gesetz unterzeichnete, um die Bundesregierung wieder zum Laufen zu bringen.

Das Repräsentantenhaus hatte die Finanzierungsmaßnahme nur wenige Stunden zuvor mit 222 zu 209 Stimmen gebilligt und damit eine zermürbende Pattsituation durchbrochen, die Hunderttausende von Bundesbediensteten ohne Bezahlung zurückließ und die Dienstleistungen im ganzen Land lahmlegte.

Der Shutdown zog sich nach seinem Beginn am 1. Oktober 43 Tage hin, brachte Washington an den Rand des Abgrunds und enthüllte, wie tief die parteipolitische Kluft in der Gesundheitsversorgung wirklich ist.

Trump unterzeichnete das Gesetz vor laufender Kamera aus dem Oval Office und löste damit eine große Erleichterung für Bundesangestellte, Reisende und Millionen von Menschen aus, die jeden Tag auf staatliche Dienstleistungen angewiesen sind.

Aber das Abkommen finanziert die Regierung nur bis Januar 2026, was bedeutet, dass dieser Frieden nicht lange halten wird. Da die Wahlsaison vor der Tür steht, könnte sich der Kongress bald in einem weiteren Showdown wiederfinden.

US-Shutdown: Polarisierung der Partei verlängert Kampf

Der Shutdown zog sich so lange hin, weil Demokraten und Republikaner sich über die erhöhten Subventionen des Affordable Care Act völlig verärgert hatten.

Die Demokraten waren entschlossen, diese aufgestockten Steuergutschriften beizubehalten, mit dem Argument, dass sie Millionen von Amerikanern helfen, sich eine Krankenversicherung zu leisten.

Die Republikaner lehnten dies rundweg ab und sagten, sie würden die staatliche Finanzierung nicht an das knüpfen, was sie als parteipolitisches Geschenk an die Gesundheitsversorgung ansahen.

Der Streit zeigte, wie zerstritten beide Parteien immer noch in der Gesundheitsversorgung sind, ein Thema, mit dem der Kongress seit fast einem Jahrzehnt ringt.

Die Republikaner konnten sich nicht auf eine eigene Alternative einigen, und die Demokraten waren gespalten, ob sie weiter Druck machen oder einen Deal annehmen sollten, der ihnen nicht gefiel.

Unterdessen trugen die Bundesbediensteten die Hauptlast des siebenwöchigen Stillstands.

Fluglotsen arbeiteten ohne Bezahlung, Empfänger von Lebensmittelmarken sahen sich mit Unsicherheit konfrontiert, und Reisende mussten mit großen Flugverspätungen rechnen, da die FAA den Betrieb an 40 großen Flughäfen zurückfuhr.

Die Schuldzuweisungen wurden nur noch lauter, als Umfragen zeigten, dass immer mehr Amerikaner mit dem Finger auf die Republikaner für die Krise zeigten.

Aber abgesehen von der Politik hat die ganze Episode ein größeres Problem aufgezeigt: Washingtons wachsende Unfähigkeit, grundlegende Haushaltsverhandlungen so zu führen wie früher.

Last-Minute-Angebot über den Gang

Die wirkliche Wende kam diese Woche, als acht Demokraten im Senat plötzlich aus der Reihe tanzten und sich den Republikanern anschlossen, um einen Kompromissentwurf vorzulegen.

Es traf fast alle unvorbereitet und signalisierte, dass die Gemäßigten beschlossen hatten, dass es keinen Sinn mehr machte, den Showdown weiter in die Länge zu ziehen.

Als Teil der Vereinbarung sicherten sich die Demokraten das Versprechen für eine zukünftige Abstimmung über ein Gesundheitsgesetz, das sie auswählen würden.

Aber da die Republikaner die Kammer kontrollieren, gibt es keine Garantie dafür, dass die Abstimmung tatsächlich etwas bewirken wird.

Das Repräsentantenhaus bewegte sich ebenso schnell. Sechs Demokraten traten zum Altar, um die Maßnahme zu unterstützen, zusammen mit fast allen Republikanern.

Nur zwei republikanische Abgeordnete, Thomas Massie aus Kentucky und Greg Steube aus Florida, stimmten mit Nein, was zeigt, wie einig die Republikaner sind.

Die Abstimmung endete sogar mit lautem Applaus, ein seltenes Stück gemeinsamer Erleichterung in einem ansonsten tief gespaltenen Kongress.

Für den Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, und die Führer der Republikaner lieferte die Abstimmung genau das, was sie brauchten, um einen weiteren sofortigen Shutdown zu vermeiden. Für die Demokraten fühlte es sich jedoch eher wie ein Rückzug an.

Sie hatten hart gekämpft, um die Subventionen des Affordable Care Act zu schützen, aber letztendlich nachgegeben, ohne einen festen Schutz zu gewährleisten.

Trump nutzte die Unterzeichnungszeremonie, um das Gesundheitswesen vor den Zwischenwahlen wieder ins Rampenlicht zu rücken und versprach, einen neuen Versicherungsplan einzuführen.

Aber dieser Deal verschafft Washington nur ein wenig Luft zum Atmen. Eine weitere Finanzierungsfrist läuft im Januar ab, und mit den bevorstehenden Wahlen 2026 könnte sich der Kongress leicht wieder in den gleichen Kampf verwickeln.

Der Gesetzgeber wird schnell und entschlossen handeln müssen, um zu verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt.