Asiatische Chipaktien steigen, während Nvidias starke Gewinne die Befürchtungen vor der KI-Blase mildern

Asiatische Chipaktien steigen, während Nvidias starke Gewinne die Befürchtungen vor der KI-Blase mildern
Ananthu C U
20. Nov. 2025, 05:46 AM
  • Asiatische Chipaktien steigen, da Nvidias starke Gewinne das Vertrauen in die KI-Nachfrage wiederherstellen.
  • Nvidias optimistische Prognose hebt Lieferanten wie TSMC, SK Hynix, Samsung und Foxconn an.
  • Die KI-Ausgaben bleiben trotz Blasenbedenken stark und fördern die Technologiemärkte in ganz Asien.

Asiatische Halbleiteraktien stiegen am Donnerstag stark an, nachdem Nvidia stärkere als erwartete Quartalsergebnisse gemeldet hatte, was die Befürchtungen beruhigte, dass schnelle Investitionen in künstliche Intelligenz eine Marktblase bilden könnten.

Der Anstieg hob die wichtigsten Technologieindizes in der gesamten Region an, was das erneuerte Vertrauen in den globalen Chipzyklus und die anhaltende Dynamik bei den Ausgaben für KI-Infrastruktur widerspiegelt.

Breit gefächerte Rallye unter asiatischen Chipherstellern

Die Aktien führender asiatischer Chipunternehmen stiegen an, angeführt von Südkoreas SK Hynix, der um 4 % zulegte.

Das Unternehmen ist Nvidias Hauptlieferant von Hochbandbreitenspeicher (HBM), einem entscheidenden Bestandteil von KI-Beschleunigern.

Samsung Electronics, ein weiterer großer Speicheranbieter, der mit SK Hynix die HBM-Technologielücke schließen will, stieg um 6,2 %.

In Taiwan stieg die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), die die meisten Chipdesigns von Nvidia herstellt, in Taipeh um 3,94 %.

Hon Hai Precision Industry (Foxconn), ein wichtiger Hersteller von Serverracks für KI-Rechenzentren, erzielte mehr als 3,2 %.

Auch Japan verzeichnete bedeutende Entwicklungen: Renesas Electronics legte um etwa 1,4 % zu, der Gerätehersteller Tokyo Electron legte fast 4,8 % auf und Lasertec um rund 5,7 %.

Die Gewinne trugen dazu bei, die breiteren Märkte nach oben zu treiben.

Taiwans TAIEX und Südkoreas KOSPI stiegen jeweils um mehr als 3 %, während Japans Nikkei mit einem Anstieg von über 3 % wieder die Marke von 50.000 erreichte.

Das KI-gebundene Schwergewicht Advantest stieg um 8 %, und die SoftBank Group – obwohl sie ihren Nvidia-Anteil verkauft hatte – sprang um 2,6 %, unterstützt durch ihre Expansion in Arm und verschiedene KI-Projekte, darunter die 500 Milliarden Dollar schwere Stargate-Rechenzentrumsinitiative.

Nvidia-Gewinne stärken das Marktgefühl

Die Marktrallye folgte auf Nvidias Gewinnbericht für das dritte Quartal am Mittwoch, der die Erwartungen der Wall Street übertraf und eine stärkere Verkaufsprognose für das vierte Quartal lieferte.

Das Unternehmen prognostizierte einen Umsatz von etwa 65 Milliarden US-Dollar, gegenüber den Schätzungen der Analysten von etwa 61,66 Milliarden US-Dollar.

Die Nvidia-Aktien stiegen im verlängerten US-Handel um 5 %.

Analysten sagten, die Ergebnisse sollten die unmittelbaren Sorgen über einen überhitzten KI-Sektor lindern.

Rolf Bulk, Analyst für Aktienforschung bei New Street Research, sagte in einem CNBC-Bericht, dass Nvidias Leistung eine breite und vielfältige Nachfrage widerspiegelt – von KI-native Unternehmen, die agentische KI einsetzen, bis hin zu Unternehmen, die KI in bestehende Produkte integrieren.

Bulk erwartet, dass Nvidias starke Aussicht die Gewinnprognosen in der gesamten Lieferkette anhebt, was TSMC, SK Hynix, Samsung und eine breite Palette asiatischer Komponenten- und Montageanbieter zugutekommt.

Die KI-Ausgaben bleiben trotz Blasenbedenken stark

Der Ergebnisbericht erscheint vor dem Hintergrund einer verschärften Debatte darüber, ob die Ausgaben für KI-Infrastruktur zu weit und zu schnell gegangen sind.

Jüngste Ausverkäufe und Gewinne bei großen Tech-Größen haben bei den Anlegern zu Vorsicht geführt, wobei einige prominente Investoren ihre Positionen in hochbewerteten Unternehmen gestrichen haben.

Doch Nvidia-CEO Jensen Huang wehrte sich gegen Blasenbedenken und sagte zu den Investoren: "Aus unserem Standpunkt sehen wir etwas ganz anderes."

Marktstrategen teilten diese Ansicht.

Chris Zaccarelli, Chief Investment Officer bei Northlight Asset Management, sagte in dem Bericht, dass trotz der Angst vor einer KI-Blase die weltweit größten Technologieunternehmen weiterhin hochprofitabel sind und stark in Rechenzentren, Server und Rechenhardware investieren – Ausgaben, die er als "real" bezeichnete.

Cloud-Anbieter wie Microsoft und Amazon investieren weiterhin Milliarden in KI-Rechenzentrumsinfrastruktur, obwohl einige Investoren Buchhaltungsänderungen infrage stellen, die die abwertbare Lebensdauer von KI-Hardware wie Nvidias Chips verlängern.

Derzeit haben Nvidias Ergebnisse dazu beigetragen, den Optimismus auf den globalen Technologiemärkten wiederherzustellen und signalisieren, dass die Nachfrage nach KI-Hardware weiterhin robust ist und der Wachstumskurs des Sektors erhalten bleibt.