Eine einfache Nvidia-Mathematik, die beweist, dass KI keine Blase ist

Eine einfache Nvidia-Mathematik, die beweist, dass KI keine Blase ist
Wajeeh Khan
20. Nov. 2025, 15:02 PM
  • Nvidia meldet ein weiteres Blockbuster-Quartal und gibt außergewöhnliche Prognosen für das vierte Quartal ab.
  • Doch es ist ein tieferer Blick über die Schlagzeilenzahlen hinaus, der bestätigt, dass KI keine Blase ist.
  • Die Nvidia-Aktien bewegen sich am Donnerstagmorgen erneut auf das 200-Dollar-Niveau.

Nvidia (NASDAQ: NVDA) wird heute Morgen nach einem weiteren Blockbuster-Quartal komfortabel im Grünen starten, wobei der Umsatz im Jahresvergleich um satte 62 % auf 57 Milliarden US-Dollar gestiegen ist.

Es versteht sich von selbst, dass der Liebling der künstlichen Intelligenz (KI) im dritten Geschäftsquartal deutlich über den Schätzungen von Street lag und ebenfalls beeindruckende Prognosen für das aktuelle Quartal (65 Milliarden Dollar Umsatz) lieferte.

Während Skeptiker weiterhin vor einer KI-Blase warnen, erzählen Nvidias Zahlen eine andere Geschichte.

Aber es geht nicht nur um die Schlagzeilenzahlen. Von Angebot-Nachfrage-Dynamik bis hin zur Margenüberlegenheit bestätigt die tiefere Mathematik hinter NVDAs Dominanz, dass künstliche Intelligenz nicht nur Hype ist.

Es ist eine strukturelle Verschiebung!

Für Nvidia ist das Angebot der Engpass

In einem kürzlichen Interview mit CNBC legte Wedbushs leitender Analyst Dan Ives eine bemerkenswerte Statistik vor – auf jeden produzierten Nvidia-Chip stehen 12 Käufer an.

"The Street unterschätzt die Nachfrage um 20–30 %", argumentierte er und verwies auf Kanalkontrollen in ganz Asien sowie Hyperscaler-Investitionspläne. Dieses 1-zu-12-Verhältnis von Angebot und Nachfrage ist nicht spekulativ – es ist grundlegend.

Das spiegelt den echten Infrastrukturausbau von Microsoft, Amazon, Meta und OpenAI wider – die alle darum wetteifelt, KI-Workloads in großem Maßstab bereitzustellen.

In Blasenszenarien übersteigt das Angebot typischerweise die Nachfrage. Hier ist die Versorgung der Engpass. Dieses Ungleichgewicht ist ein Lehrbuchindikator für säkulares Wachstum, nicht für schaumige Überschwänglichkeit. Nvidia jagt keine Käufer hinterher – es rationiert Chips.

Nvidias Margen liegen weit über der 'heiligen Gral'-Schwelle hinaus

Victor Orlovski – ein VC im Silicon Valley und Forbes-Mitarbeiter – beschrieb kürzlich die "Regel der 60" als neuen Goldstandard für Technologie: eine Kombination aus Wachstumsrate und Gewinnmarge von über 60 %.

Allein Nvidias Bruttomarge lag im dritten Quartal bei 73,5 % und übertraf damit diesen Benchmark. Im Orlovski-Rahmen sind Margen über 35 % elitär; 60 % sind der "heilige Gral" für nachhaltige Tech-Profitabilität.

Wie deutlich ist, ist Nvidias Margenprofil nicht nur stark – es ist historisch selten. Sie signalisiert Preissetzungsmacht, operative Effizienz und eine tiefe Kundenabhängigkeit.

In Blasen verdichten sich die Margen, da Konkurrenz und Überkapazität die Rentabilität untergraben – aber die Margen des Riesen wachsen. Das ist kein Blasenverhalten – das ist Dominanz.

Jensen Huang sagt, die Bedenken über die KI-Blase seien übertrieben

Schließlich sprach Nvidias Geschäftsführer Jensen Huang beim Quartalsergebnis direkt die Bedenken vor der Blase an. "Es wurde viel über eine KI-Blase gesprochen", räumte er ein, aber "aus unserer Perspektive sehen wir etwas ganz anderes."

Huang legte drei strukturelle Veränderungen dar: den Übergang von CPUs zu GPUs, den Aufstieg generativer KI und das Aufkommen agentischer KI-Systeme, die denken und planen. Dies sind keine spekulativen Anwendungsfälle – sie treiben bereits Einnahmen an.

Huang fügte hinzu: "Es gibt keine dunklen Fasern in KI", was bedeutet, dass Infrastruktur genutzt wird und nicht im Leerlauf.

Wichtiger ist, dass seine Erwiderung mehr als nur narrative Argumente ist – sie wird durch prognostizierte Einnahmen im vierten Quartal von 65 Milliarden Dollar gestützt. Alles in allem, wenn der CEO des wichtigsten KI-Lieferanten sagt, dass sie real ist und die Zahlen zustimmen, ist es schwer, etwas anderes zu bestreiten.