US-Aktien versuchen eine Erholung: Dow springt über 200 Punkte, SandP steigt um 0,3 %

US-Aktien versuchen eine Erholung: Dow springt über 200 Punkte, SandP steigt um 0,3 %
Utkarsh Roshan
21. Nov. 2025, 15:54 PM
  • Die Aktien erholten sich, nachdem Williams mögliche weitere Zinssenkungen bald angekündigt hatte.
  • Die KI-Aktien stabilisierten sich, als sich die Erwartungen der Fed auf eine Lockerung im Dezember verlagerten.
  • Marktverluste verengten sich trotz einer schwierigen Woche bei den wichtigsten Indizes.

Die US-Aktien stiegen am Freitag, nachdem John Williams, Präsident der Federal Reserve in New York, angedeutet hatte, dass die Zentralbank im Dezember erneut Zinssenkungen haben könnte.

Die Kommentare halfen den Aktien, einen Weg einzuschlagen, um einen zweitägigen Rückgang zu durchbrechen, der durch Schwäche bei Aktien im Bereich künstliche Intelligenz und erneute Unsicherheit bei der Zinspolitik getrieben wurde.

Der Dow Jones Industrial Average stieg um 220 Punkte bzw. 0,5 %, während der SandP 500 um 0,3 % zulegte.

Auch der Nasdaq Composite stieg leicht.

Der Wechsel folgte auf Kommentare von Williams, die auf eine Offenheit für weitere politische Lockerungen hindeuteten, was Händler dazu veranlasste, die Wahrscheinlichkeit einer dritten Zinssenkung in diesem Jahr neu zu bewerten.

Die Erwartungen an eine Reduzierung im Dezember stiegen stark an. Fed-Fonds-Futures implizierten laut dem CME FedWatch-Tool eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 70 % für einen Viertelpunkt-Schnitt, ein deutlicher Anstieg gegenüber der am Vortag bewerteten 39,1 %-Wahrscheinlichkeit.

Der Wandel trug dazu bei, das Sentiment nach einer volatilen Phase zu heben, die stark auf wachstumsstarken, zinssensitiven Sektoren lastete.

KI-Aktien, die vor Williams' Rede eine weitere schwache Sitzung erwartet hatten, reduzierten die Verluste im Vorbörsenhandel.

Nvidia und AMD wurden beide positiv, da die Investoren zunehmend zuversichtlich wurden, dass eine leichtere Geldpolitik eine abkühlende US-Wirtschaft unterstützen und höhere Bewertungen im Technologiesektor rechtfertigen könnte.

Die Erholung folgt auf eine starke Umkehr, ausgelöst durch das Abklingen der Nvidia-Rallye

Die Erholung erfolgte, nachdem der Markt am Donnerstag eine starke Kehrtwende erlebt hatte.

Der Dow war zu Beginn der vorherigen Sitzung um mehr als 700 Punkte gestiegen, als Investoren auf Nvidias Geschäftsbericht für das dritte Geschäftsquartal reagierten, der erneut starke Ergebnisse lieferte und zunächst Optimismus bezüglich des breiteren KI-Themas schürte.

Doch die Erholung ließ nach, und die wichtigsten Indizes fielen deutlich nach unten, da die Sorge zunahm, dass die Federal Reserve die Zinsen im Dezember unverändert lassen könnte.

Trotz der Erholung am Freitag blieben die Aktien auf Kurs für erhebliche wöchentliche Verluste.

Der SandP 500 war in der Woche immer noch um 2,4 % gefallen, während der Dow fast 2,6 % gefallen war.

Der Nasdaq Composite verlor 3,3 % unter Druck auf große Technologiekonzerne.

Einige Anleger betrachteten den Ausverkauf am Donnerstag nicht als Beginn eines umfassenderen Abschwungs, sondern als routinemäßigen Rückgang nach starken Marktzuwächsen zu Beginn des Jahres, insbesondere bei Megacap-Technologie-Aktien, die den Marktaufstieg vorangetrieben hatten.

Williams hebt die Risiken des Arbeitsmarktes hervor

Williams bekräftigte seine Ansicht, dass die Federal Reserve noch Raum habe, die Zinsen weiter zu senken.

In seinen in Chile gehaltenen Ausführungen sagte er, die Risiken für den Arbeitsmarkt überwiegen nun die Risiken für die Inflation und stellte sich mit den eher duiven Mitgliedern des Federal Open Market Committee in Verbindung.

"Ich halte die Geldpolitik für mäßig restriktiv, wenn auch etwas weniger als vor unseren jüngsten Maßnahmen", sagte er.

Er fügte hinzu, dass er "kurzfristig Raum für eine weitere Anpassung des Zielbereichs für den Federal Funds Rate sehe, um die Politik näher an den neutralen Bereich zu bringen und so das Gleichgewicht zwischen der Erreichung unserer beiden Ziele zu wahren."

Seine Äußerungen waren das bisher deutlichste Signal, dass die Fed vor Jahresende offen für weitere Schnitte bleiben könnte, was den Märkten nach einer volatilen Woche eine gewisse Unterstützung bietet.