Der Oracle-Aktienkurs kehrt auf den Boden zurück: Ist ORCL jetzt ein Buy?

Der Oracle-Aktienkurs kehrt auf den Boden zurück: Ist ORCL jetzt ein Buy?
Crispus Nyaga
22. Nov. 2025, 15:15 PM
  • Der Oracle-Aktienkurs ist seit dem bisherigen Jahreshoch stark gefallen.
  • Es gibt Bedenken hinsichtlich der erhöhten Schuldenlast, die um 18 Milliarden Dollar gestiegen ist.
  • Investoren sind auch besorgt über die mögliche KI-Blase.

Der Aktienkurs von Oracle hat eine deutliche Kehrtwende erlitten, da weiterhin Bedenken hinsichtlich der künstlichen Intelligenz (KI) und ihrer stark steigenden Schulden bestehen. ORCL fiel auf ein Tief von 198 US-Dollar, ein Rückgang von über 36 % gegenüber seinem Höchststand in diesem Jahr. Die Marktkapitalisierung ist von über 967 Milliarden US-Dollar auf 530 Milliarden US-Dollar gesunken.

Die Oracle-Aktie ist aufgrund von Schuldbedenken eingebrochen

Einer der Hauptgründe für den Einbruch des ORCL-Aktienkurses ist, dass Investoren sich Sorgen über die stark steigenden Schulden machen. Kürzlich hat es 18 Milliarden Dollar Schulden aufgenommen, womit sich die Gesamtkredite auf über 100 Milliarden Dollar erhöhen.

Das Unternehmen beabsichtigt, diese Mittel zur Finanzierung seines großen Rechenzentrumsbetriebs zu verwenden. Diese Mittel sind wahrscheinlich Teil des Stargate-Projekts, zu dem auch OpenAI und Softbank gehören.

Investoren setzen jedoch gegen Aktien und Schulden, da die Bedenken über eine mögliche KI-Blase wachsen.

Daten, die von Bloomberg zusammengestellt wurden, zeigen, dass der Preis zum Schutz vor einem Zahlungsausfall der Schulden auf 1,11 Prozentpunkte gestiegen ist. Das entspricht etwa 111.000 Dollar pro 10 Millionen Dollar.

Weitere Daten zeigen, dass der CDS des Unternehmens von 200 Millionen Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres auf etwa 5 Milliarden Dollar gestiegen ist.

Bedenken hinsichtlich der KI-Branche bestehen weiterhin

Auch der Oracle-Aktienkurs ist gefallen, da die KI-Branche zunimmt, von der einige Investoren glauben, dass sie sich in einer Blase befindet. Tatsächlich haben einige namhafte Investoren wie Masayoshi Son, Peter Thiel und Michael Burry ihre Nvidia-Aktien verkauft.

Außerdem sind zwar viele KI-Unternehmen in diesem Jahr gestiegen, aber die meisten haben sich von ihren Höchstständen im Jahresverlauf zurückgeholt. Die Palantir-Aktie ist seit dem bisherigen Jahreshoch um 25 % gefallen. Auch andere Unternehmen wie CoreWeave, Nebius und IREN sind in den letzten Wochen eingebrochen.

Eine der Hauptsorgen dabei ist das Netz von Deals, das Oracle in den letzten Monaten eingegangen ist. Einer dieser Deals ist die Partnerschaft mit OpenAI, bei der das Unternehmen jährlich 30 Milliarden Dollar für Rechenzentrumsdienste erhält.

Die Hauptsorge ist, dass OpenAI dieses Geld nicht hat, da es voraussichtlich zwischen 12,7 und 20 Milliarden Dollar in diesem Jahr einbringen wird. Außerdem hat OpenAI Verträge im Wert von über einer Billion Dollar mit Unternehmen wie Broadcom, CoreWeave, Nvidia und AMD abgeschlossen.

Die jüngsten Ergebnisse zeigten, dass die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) des Unternehmens im ersten Quartal um 359 % auf 455 Milliarden US-Dollar gestiegen sind. Der Umsatz stieg um 12 % auf 14,9 Milliarden US-Dollar, während sein EPS um 2 % auf 1,01 US-Dollar sank.

Technische Analyse des Oracle-Aktienkurses

Das Tagesdiagramm zeigt, dass der ORCL-Aktienkurs bei 345 $ seinen Höchststand erreichte und dann auf die aktuellen 200 $ abstürzte. Sie ist auf den niedrigsten Stand seit Juni gefallen.

Die Aktie ist unter das Fibonacci-Retracement-Level von 61,8 % gefallen. Er ist zudem unter die 50-Tage- und 200-Tage-Exponentielle gleitende Durchschnittswerte (EMA) gefallen. Unter diese Durchschnittswerte zu fallen, ist ein Zeichen dafür, dass die Bären die Kontrolle haben.

Die Oracle-Aktie ist unter den Supertrend- und Ichimoku-Cloud-Indikatoren gefallen. Daher ist das wahrscheinlichste Szenario, dass sie weiter fällt, möglicherweise bis zum 78,6%-Retracement-Niveau, und dann zu steigen beginnt, da die Investoren den Rückgang kaufen.