Die Nvidia-Aktie steigt, während Investoren auf US-Entscheidungen zu den chinesischen Chipexporten warten

Die Nvidia-Aktie steigt, während Investoren auf US-Entscheidungen zu den chinesischen Chipexporten warten
Devesh Kumar
24. Nov. 2025, 17:32 PM
  • Trump wird entscheiden, ob Nvidia H200-KI-Chips nach China exportieren darf.
  • Eine Einnahmeschwankung von 50 Milliarden Dollar hängt von Zustimmung oder Ablehnung ab.
  • China könnte H200-Chips ohnehin ablehnen, da es inländische Alternativen vorantreibt.

Die Nvidia-Aktie (NASDAQ: NVDA) stieg am Montag, als Handelsminister Howard Lutnick bestätigte, dass Präsident Trump persönlich entscheiden wird, ob das Unternehmen seine leistungsstarken H200-KI-Chips an China verkaufen darf.

Lutnick sagte gegenüber Bloomberg, die Entscheidung "liege direkt auf Donald Trumps Schreibtisch", mit Beiträgen mehrerer Berater, darunter Nvidia-CEO Jensen Huang.

Die Nvidia-Aktie stieg auf die Nachricht, weil plötzlich ein Markt, der für Nvidia, China, geschlossen war, wieder möglich geworden ist.

Die Wall Street rechnet binäre Ergebnisse ein: Die Zustimmung könnte kurzfristig etwa 50 Milliarden Dollar an Einnahmen freisetzen, während Ablehnung den Status quo aufrechterhält.

Das ist keine routinemäßige Politikfrage. Es ist ein geopolitischer Showdown zwischen Nvidias Lobbying-Offensive und nationalen Sicherheits-Hawks, die befürchten, dass fortschrittliche amerikanische Chips die chinesischen KI-Fähigkeiten militarisieren könnten.

Der Kampf offenbart auch tiefe Spaltungen innerhalb der Trump-Regierung darüber, was "America First" eigentlich bedeutet.

Trumps H200-Dilemma und die Falle der nationalen Sicherheit

Hier ist die Ausgangslage: Unter Biden blockierten die USA die meisten Nvidia-Verkäufe an China aus Gründen der nationalen Sicherheit.

Trump genehmigte Anfang dieses Jahres begrenzte Verkäufe von H20-Chips, aber H200s sind ungefähr doppelt so leistungsfähig. Sie stellen einen großen Schritt nach vorne dar, eine Art von Chip, der die chinesische KI-Entwicklung bedeutend beschleunigen könnte.

Huang hat sich intensiv eingesetzt. Er sagte den Investoren, dass Nvidia unter den aktuellen Beschränkungen mit null Umsatz in China gerechnet und das Unternehmen etwa 50 Milliarden Dollar kosten würde.

Er stellt es als unfair dar: Warum sollten chinesische Konkurrenten KI-Infrastruktur bauen, während Nvidia ausgesperrt ist?

Das Argument findet bei Trumps Team Anklang. Lutnick präsentierte H200-Exporte als eine Möglichkeit, China "süchtig" nach amerikanischer Technologie zu machen, Abhängigkeit, ohne unsere "besten Sachen" zu verkaufen.

Doch diese Logik erzürnt China-Falken im Kongress. Eine parteiübergreifende Gruppe treibt den GAIN AI Act voran, der Chiphersteller dazu zwingen würde, amerikanische Kunden vor dem Verkauf im Ausland zu priorisieren.

Das Gesetz wurde bereits im Senat mit 77 zu 20 Stimmen als Teil des Verteidigungsgesetzes verabschiedet. Das Weiße Haus lobbyiert jedoch aktiv im Kongress, um sie zu stoppen.

Das ist bemerkenswert: Trumps Team arbeitet gegen Gesetzgeber beider Seiten und versucht, Chinas Chipverkäufe einzuschränken.

Die Spannung ist real. Einige Trump-Vertreter glauben, dass die Genehmigung von H200-Verkäufen die Wettbewerbsfähigkeit der USA stärkt, indem sie Nvidias Gewinne steigert.

Andere befürchten, dass es Peking einen militärischen Vorteil verschafft. Es gibt keinen Zeitplan für Trumps Entscheidung, also warten die Investoren einfach.

Blockade im Kongress und die binäre Wette des Marktes

Der GAIN AI Act stellt ein grundlegendes Problem für die Pläne der Regierung dar.

Falls es Gesetz wird, wären Beamte des Handelsministeriums gezwungen, H200-Exportlizenzen automatisch abzulehnen. Das würde Trumps Entscheidung bedeutungslos machen.

Aber der Vorstoß des Weißen Hauses, GAIN AI abzuschaffen, funktioniert. Bidens Team stoppt das nicht, und Trumps KI-Zar, David Sacks, hat sich der Lobbyarbeit angeschlossen.

Unterdessen entmutigen chinesische Unternehmen sogar die Nutzung der H20-Chips, die die USA bereits zulassen; Peking will innenpolitische Alternativen.

Das ist die Ironie: China könnte H200-Verkäufe ohnehin ablehnen, da staatlich vorgeschriebene Beschaffungspräferenzen vorgeschrieben sind.

Die Nvidia-Aktie spiegelt diese Unsicherheit perfekt wider. Es fiel bei Lutnicks Kommentaren auf, aber es steigt nicht in die Höhe, weil das Ergebnis wirklich unklar bleibt.

Wenn Trump den Verkauf von H200 genehmigt und der Kongress ihn nicht blockiert, erhält Nvidia einen Rückenwind von 50 Milliarden Dollar.

Wenn der Kongress neue Beschränkungen verabschiedet oder Trump die Entscheidung vertagt, ändert sich nichts. Investoren hassen solche binären Ergebnisse; Es bedeutet, auf politisches Theater statt auf Gewinnfundamentaldaten zu warten.