Strategy (MSTR) sieht sich mit einem möglichen Ausschluss des MSCI-Index konfrontiert, da der Marktdruck zunimmt

Strategy (MSTR) sieht sich mit einem möglichen Ausschluss des MSCI-Index konfrontiert, da der Marktdruck zunimmt
Ananthu C U
03. Dez. 2025, 11:33 AM
  • Die Strategie MSTR arbeitet mit MSCI zusammen, da ein möglicher Indexausschluss große Abflüsse bedroht.
  • Der starke Rückgang von Bitcoin befeuert die Volatilität im Aktienmarkt von Strategy, die in diesem Jahr um über 37 % gesunken ist.
  • Eine breitere Risiko-Off-Stimmung und die Angst vor einer KI-Blase setzen kryptogebundene Unternehmen wie Strategy unter Druck.

Strategy (früher bekannt als Microstrategy), der weltweit größte börsennotierte Unternehmensinhaber von Bitcoin, steht vor einem entscheidenden Moment, da der Indexanbieter MSCI prüft, ob das Unternehmen aus seinen wichtigsten Aktienbenchmarks entfernt werden soll.

Vorsitzender Michael Saylor bestätigte am Mittwoch gegenüber Reuters, dass das Unternehmen aktiv mit MSCI im Vorfeld einer für den 15. Januar geplanten Entscheidung in Kontakt tritt – ein Ergebnis, das erhebliche Auswirkungen auf die Marktpositionierung und finanzielle Flexibilität von Strategy haben könnte.

Laut einer aktuellen Anmerkung von JP Morgan könnte der mögliche Ausschluss der Strategie Abflüsse von bis zu 8,8 Milliarden US-Dollar auslösen, wenn andere Indexanbieter dem Beispiel von MSCI folgen.

Strategy ist derzeit in den MSCI USA und MSCI World Indizes enthalten, wobei ein erheblicher Teil der Marktbewertung an passive Anlagevehikel wie ETFs gebunden ist.

JP Morgan warnte, dass ein Ausschluss "Zweifel an den Kosten und der Fähigkeit des Unternehmens aufkommen würde, in Zukunft Eigenkapital und Schulden aufzubringen."

Während Saylor den laufenden Dialog mit MSCI bestätigte, äußerte er Unsicherheit über das Ausmaß der von der Bank geschätzten Ausflüsse.

Die Entscheidung des MSCI steht angesichts der Marktvolatilität bevor.

Der Zeitpunkt der Überprüfung von MSCI erfolgt zu einer Zeit, in der Strategy mit einem starken Abschwung seines Aktienkurses zu kämpfen hat, was auf eine umfassendere Turbulenz im digitalen Vermögensmarkt hinweist.

Bitcoin – dessen Wert effektiv das Geschäftsmodell von Strategy stützt – ist seit dem Rekordhoch von über 120.000 Dollar im Oktober stark zurückgegangen.

Die frühere Rallye wurde durch die unterstützende Haltung von US-Präsident Donald Trump zu Kryptowährungen und umfassendere regulatorische Veränderungen, die institutionelle Akzeptanz förderten, verstärkt.

Der Schwung hat sich jedoch inzwischen umgekehrt.

Wachsende Vorsicht gegenüber riskanteren Vermögenswerten, Bedenken über eine mögliche KI-getriebene Marktblase, erhöhte Technologiebewertungen und allgemeine makroökonomische Unsicherheit haben die Kryptomärkte kollektiv unter Druck gesetzt.

Die Aktien von Strategy sind in diesem Jahr um mehr als 37 % gefallen, was die Bedenken der Anleger vor der Entscheidung von MSCI verstärkt hat.

Saylor erkannte die inhärente Volatilität an, die in der Struktur von Strategy verankert ist.

"Das Eigenkapital wird volatil sein, weil das Unternehmen auf verstärktem Bitcoin aufgebaut ist", sagte er. "Wenn Bitcoin fällt... 30 %, 40 %, dann fällt das Eigenkapital noch mehr, weil das Eigenkapital darauf ausgelegt ist, zu fallen."

Seine Äußerungen unterstreichen die gehebelte Exposition des Unternehmens gegenüber den Preisschwankungen der Kryptowährung.

Der Rückgang von Bitcoin belastet das Treasury-Modell von Strategy

Strategy funktioniert als digitale Asset-Treasury – ein Modell, das darauf basiert, Kryptowährungen zu horten, um von Kursanstiegen zu profitieren, während risikoscheuere Investoren indirekter Zugang zu Bitcoin erhalten.

Dieser Ansatz hat den rasanten Aufstieg des Unternehmens vorangetrieben und eine neue Gruppe börsennotierter Unternehmen inspiriert, die ähnliche Strategien verfolgen.

Dennoch stellt der jüngste starke Rückgang von Bitcoin für dieses Modell Herausforderungen dar.

Wenn die Preise fallen, könnten Unternehmen, die stark auf digitale Vermögenswerte angewiesen sind, unter Druck stehen, in einen sinkenden Markt zu verkaufen, was das negative Preismomentum beschleunigen könnte.

Für Strategy kommt der Abschwung zu einem besonders sensiblen Zeitpunkt, da schwächere Marktbedingungen beeinflussen könnten, wie Indexanbieter Volatilität, Liquidität und Eignung für die Benchmark-Aufnahme bewerten.

Zukunft ungewiss, da die Strategie das Indexrisiko navigiert

Obwohl MSCI noch nicht angekündigt hat, in welche Richtung die Entscheidung im Januar eher tendieren wird, sind die Einsätze hoch.

Die Mitgliedschaft in Benchmarks erhöht nicht nur die Sichtbarkeit und Liquidität, sondern sorgt auch für stetige Zuflüsse von passiven Investoren.

Der Verlust dieses Status könnte die Investorenbasis von Strategy umgestalten und die Fähigkeit einschränken, Kapital zu beschaffen – ein wichtiger Aspekt für ein Unternehmen, dessen Geschäfte eng an die unvorhersehbare Entwicklung von Bitcoin gebunden sind.