Kann AMD 2026 die Nvidia-Aktie übertreffen? Dieser Analyst zweifelt daran nicht

Kann AMD 2026 die Nvidia-Aktie übertreffen? Dieser Analyst zweifelt daran nicht
Devesh Kumar
08. Dez. 2025, 14:38 PM
  • Ein Analyst sagt, dass AMDs "weit entfernter Nr. 2"-Status dem Unternehmen mehr Aufwärtspotenzial verleiht als Nvidia im Jahr 2026.
  • Die 6-GW-GPU-Bereitstellung von OpenAI könnte AMDs Umsatz verankern und seine Hardware validieren.
  • Microsoft-Tools, die die Umstellung von CUDA auf ROCm erleichtern, könnten die Umschaltkosten für Unternehmen senken.

Der Sektor der künstlichen Intelligenz setzt seinen starken Aufschwung trotz Befürchtungen vor einer möglichen 'Blase' fort, und Nvidia führt den Markt mit einer Marktkapitalisierung von über 4,5 Billionen US-Dollar an.

Doch mit Blick auf 2026 sagt ein Wall-Street-Analyst, dass AMD im nächsten Jahr endlich Nvidia als bessere KI-Akteurin überholen könnte.

In seinem neuesten Artikel bei The Motley Fool argumentiert Analyst Geoffrey Seiler, dass Nvidia zwar weiterhin Schwergewichts-Champion ist, AMDs kleinere Basis dem Unternehmen jedoch deutlich mehr Spielraum gibt.

Er sagt, AMDs "weit entfernter Nummer-2"-Status schaffe ein Szenario, in dem die Aktie bei Entwicklungen stark ansteigen könnte, die für den viel größeren Konkurrenten kaum etwas bewegen würden.

Warum dieser Anruf jetzt wichtig ist

Das Timing ist entscheidend. Da der "KI-Infrastrukturboom" in seine zweite Phase eintritt und von Training zu einer breiteren Einführung von Inferenzen wechselt, suchen Investoren nach dem nächsten Wachstumsabschnitt.

Der Markt schenkt Aufmerksamkeit: AMD-Aktien zeigen Widerstandsfähigkeit und signalisieren, dass die Wall Street endlich die Idee akzeptiert, dass der Chiphersteller zweistellige Marktanteile in einem Sektor erobern kann, den Nvidia einst monopolisierte.

Seilers Argument ist nicht, dass AMD Nvidia bei der rohen Leistung schlagen wird, sondern dass es es durch einige spezifische Katalysatoren im Jahr 2026 bei den Aktienrenditen schlagen wird.

Das Herzstück des Bullcase ist die endgültige Vereinbarung für OpenAI, 6 Gigawatt von AMDs Instinct MI450-GPUs einzusetzen.

Seiler weist darauf hin, dass allein dieser Deal AMDs Hardware auf höchstem Niveau validiert und eine garantierte Einnahmequelle schafft, die die Schätzungen für 2026 stützt.

Der Bericht hebt eine entscheidende, unbeachtete Entwicklung hervor: Microsofts Veröffentlichung neuer Toolkits, die Nvidias CUDA-Modelle nahtlos in AMDs ROCm-Code konvertieren.

Dies senkt effektiv die Switching-Kosten für Unternehmenskunden und macht AMDs günstigere Chips zu einer praktikablen Alternative für massive Inferenz-Workloads.

Risikocheck: Warum die Nvidia-Aktie immer noch wichtig ist

Trotz des Optimismus bleibt das Wetten gegen Nvidia ein gefährliches Spiel.

Das Unternehmen kontrolliert immer noch über 90 % des KI-GPU-Marktes, und sein "KI-Fabrik"-Ansatz, der H100- und Blackwell-Chips mit proprietärem Netzwerk integriert, schafft einen Verteidigungsgraben, der unglaublich schwer zu überqueren ist.

Für das Training der größten Frontier-Modelle bleibt Nvidia die Standardwahl. Hyperscaler nutzen AMD vielleicht als Inferenz (Modelle), aber sie kaufen trotzdem Nvidia, um sie zu bauen.

AMD hat eine Geschichte darin, große Versprechen zu haben und spät zu liefern. Investoren werden die Lieferkette genau beobachten; jede Verzögerung beim Versand des MI450 könnte die gesamte 2026-These entgleisen lassen.

Wenn AMDs Software-Stack (ROCm) auch nur geringfügigen Reibungen für Entwickler erzeugt, werden die Kosteneinsparungen keine Rolle spielen. Nvidias Premium-Multiple ist zum Teil eine "Peace-of-Duty"-Steuer, die CTOs gerne zahlen.

Für 2026 läuft der Handel auf den Wachstumsstil hinaus: Nvidia für stetige, dominante Zinseszinse besitzen, aber schau auf AMD zurück, wenn du den High-Beta-Vorteil auf einen Marktanteilsausbruch willst.