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Warum Nvidia-Aktie heute um über 4 % steigt

Warum Nvidia-Aktie heute um über 4 % steigt
Utkarsh Roshan
05. Aug. 2026, 16:26 PM

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NVDA

Kaufen NVDA. Die Entscheidung von SpaceX, ‚exklusiv‘ auf Nvidia zu setzen, sichert großen, schnell wachsenden KI-Rechenbedarf (2 GW dieses Jahr, bis zu 10 GW nächstes Jahr) und verstärkt Nvidias Burggraben durch CUDA und die Software‑Wechselkosten. Die Aktie hat außerdem Potenzial für eine Neubewertung, da sie weiterhin mit einem Abschlag gegenüber Morningstars Fair‑Value von 280 US‑Dollar gehandelt wird, während AMD trotz übertroffener EPS aufgrund des Ausblicks abgestraft wird.

Kernrisiko: SpaceX ändert den Kurs — baut bedeutende KI-Kapazitäten mit Nicht‑Nvidia‑Chips oder verschiebt Bereitstellungen, wodurch die Exklusivitätsnachfrage-These hinfällig würde.

AMD

Verkaufen AMD. Die Nachrichtenlage ist ein doppelter Schlag: Investoren hatten AMD nach den Quartalszahlen wegen des Ausblicks bereits abgestraft, und nun signalisiert ein Großkunde (SpaceX) eine reine Nvidia-Standardisierung. Selbst wenn AMDs KI-Beschleuniger sich verbessern, wird der Markt dies wahrscheinlich als ‚Marktanteilsverlust‘ und nicht als ‚zusätzliche Konkurrenz‘ werten, was Multiples und Sentiment unter Druck setzt.

Kernrisiko: AMD erzielt bei seiner nächsten KI-Plattform oder bei Kunden so starke Erfolge, dass sich nachweisen lässt, verlorene Nachfrage schnell ersetzen zu können, wodurch Sentiment und Multiple sich erholen.

  • Nvidia stieg stark, nachdem SpaceX zugesagt hatte, seine KI-Chips exklusiv zu nutzen.
  • AMD fiel, obwohl die Zahlen die Gewinnerwartungen übertrafen, wodurch Nvidias relative Attraktivität zunahm.
  • Morningstar sagte, Nvidia bleibe trotz seiner Führungsposition im KI-Bereich unterbewertet.

Die Nvidia-Aktie NVDA stieg am Mittwoch deutlich, nachdem Elon Musk erklärte, SpaceX werde seine KI-Infrastruktur ausschließlich auf Nvidias Prozessoren aufbauen.

Die Aktie kletterte in den frühen Handelsstunden um 4,6 % auf etwa 221 US-Dollar.

Die Kursgewinne kamen auch, weil der Konkurrent Advanced Micro Devices offenbar einen schwächeren Handelstag bevorstand: Die Aktie fiel in den frühen Handelsstunden um mehr als 5 %, obwohl das Unternehmen Quartalsergebnisse vorlegte, die die Erwartungen an der Wall Street übertrafen.

SpaceX verpflichtet sich zur Nvidia-Plattform

Während des Earnings Calls von SpaceX sagte Musk, das Unternehmen habe beschlossen, seine KI-Infrastruktur auf Nvidias neueste Architektur auszurichten.

„Künftig haben wir beschlossen, ausschließlich auf Nvidia zu bauen, weil wir die Vera-Rubin-Architektur für die beste halten“, sagte Musk den Analysten.

Die Entscheidung ist ein bemerkenswerter Erfolg für Nvidia, da große Anbieter von KI-Infrastruktur zunehmend Alternativen prüfen, darunter intern entwickelte Chips und Produkte konkurrierender Halbleiterhersteller.

Neben dem Startgeschäft betreibt SpaceX auch xAI und vermietet Rechenkapazität aus seiner Rechenzentrumsumgebung.

Musk sagte, SpaceX erwarte bis zum Ende dieses Jahres etwa zwei Gigawatt Rechenkapazität, mit der Möglichkeit, dass diese Kennzahl im nächsten Jahr auf bis zu 10 Gigawatt ansteigt.

Er bekräftigte zudem das langfristige Ziel des Unternehmens, orbital betriebene Rechenzentren mit Nvidia-Technik zu stationieren, um die Flächen- und Energiebeschränkungen terrestrischer Rechenanlagen zu umgehen, wobei das Konzept unter Branchenbeobachtern weiterhin diskutiert wird.

AMD-Quartalszahlen überzeugen Anleger nicht

Nvidia profitierte außerdem von der Schwäche der AMD-Aktie nach dem Quartalsbericht des Chipherstellers.

Obwohl AMD Ergebnisse meldete, die die Erwartungen an der Wall Street übertrafen, konzentrierten sich die Investoren auf den Ausblick nach der starken Rallye der Aktie Anfang des Jahres.

Die konträre Marktreaktion hob zudem Nvidias vergleichsweise niedrigere Bewertung hervor.

Laut FactSet wird AMD etwa mit dem 44‑fachen der erwarteten Gewinne gehandelt, gegenüber rund 19,4‑fach für Nvidia.

Morningstar sieht Nvidia als unterbewertet

Morningstar erklärte, Nvidia entspreche nun dem Profil einer wachstumsorientierten Anlage zu einem angemessenen Preis (GARP).

Die Analysefirma bestätigte ihre Fair‑Value‑Schätzung von 280 US-Dollar und sagte, die Aktie werde weiterhin mit einem Abschlag von rund 30 % gegenüber dieser Bewertung gehandelt.

Morningstar sagte, Nvidia bleibe der führende Anbieter von Grafikprozessoren (GPUs), Software und Netzwerktechnologien, die den schnell wachsenden Markt für künstliche Intelligenz stützen.

Die Firma erwartet, dass Cloud‑Anbieter weiterhin in proprietäre Chips investieren, und wies darauf hin, dass Wettbewerber, darunter AMD, ihre Angebote an KI‑Beschleunigern ausbauen.

Morningstar fügte hinzu, dass diese Bemühungen wahrscheinlich nur einen begrenzten Teil von Nvidias Marktposition untergraben würden.

Das Unternehmen schrieb Nvidias Wettbewerbsvorteil seiner Grafikverarbeitungstechnologie und der proprietären CUDA‑Softwareplattform zu, die seiner Ansicht nach hohe Wechselkosten für Kunden schafft, die KI‑Anwendungen entwickeln.

Morningstar sagte weiter, es erwarte eine anhaltende Beschleunigung der KI‑Kapitalausgaben im Kalenderjahr 2026 und prognostizierte für Nvidia für das Geschäftsjahr 2027 ein Umsatzwachstum von rund 80 %, was die langfristige Aussicht für das Unternehmen stütze.