Meta überarbeitet Facebook- und Instagram-Anzeigen in der EU nach dem DMA-Compliance-Push

Meta überarbeitet Facebook- und Instagram-Anzeigen in der EU nach dem DMA-Compliance-Push
Diya Poddar
08. Dez. 2025, 14:49 PM
  • Nutzer können zwischen vollständiger Datenfreigabe und begrenzter Datenfreigabe wählen.
  • Die Kommission warnte Meta im Juni vor möglichen täglichen Geldstrafen.
  • Die Änderung zeigt eine verstärkte regulatorische Durchsetzung auf großen Technologieplattformen.

Meta bereitet nach monatelangem Druck der Europäischen Kommission auf die Einhaltung des Digital Markets Act eine bedeutende Veränderung in der Funktionsweise personalisierter Werbung bei Facebook und Instagram in der Europäischen Union vor.

Das Update, wie von Reuters berichtet, wird den Menschen in der Region mehr Kontrolle über die Daten geben, die zur Gestaltung der Anzeigen verwendet werden.

Ab Januar nächsten Jahres werden neue Optionen erscheinen, nachdem Bedenken gefolgt wurden, dass Metas vorheriges System den Nutzern keine sinnvolle Wahl bot.

Die Änderungen erfolgen im Zusammenhang mit wiederholten Warnungen, formellen Untersuchungen und finanziellen Sanktionen, die das Unternehmen zu einer Anpassung seines Ansatzes gezwungen haben.

Neue Optionen für EU-Nutzer

Die Kommission bestätigte, dass Meta sich verpflichtet hat, zwei klare Wege bei der Personalisierung von Werbung zu präsentieren, merkt Reuters an.

Nutzer können zustimmen, alle ihre Daten für vollständig personalisierte Anzeigen zu teilen oder ein Erlebnis wählen, das weniger Daten verbraucht und zu einer begrenzteren Personalisierung führt.

Diese Optionen sollen ab Januar in der gesamten EU eingeführt werden.

Die Entscheidung spiegelt laufende Bemühungen wider, große Online-Plattformen an die DMA-Anforderungen anzupassen, die Transparenz, Fairness und Nutzerermächtigung betonen.

Regulatorischer Vorstoß hinter den Änderungen

Im Juni warnte die Europäische Kommission Meta, dass es mit möglichen täglichen Bußgeldern rechnen müsste, falls es weiterhin nur teilweise Anpassungen an seinem Pay- oder Consent-Modell anbietet.

Reuters berichtet, dass die Regulierungsbehörden erklärten, das frühere System habe die DMA-Standards nicht erfüllt, die von Unternehmen verlangen, echte Alternativen anzubieten, die die Wahlfreiheit der Nutzer nicht einschränken. Die Warnung beschleunigte das Bedürfnis des Unternehmens, seine Compliance-Maßnahmen auszuweiten.

Metas Schritt zur Einführung neuer Werbeoptionen ist eines der öffentlichsten Beispiele dafür, wie das DMA das Verhalten großer Technologieunternehmen in der Region prägt.

Strafen für frühere Verstöße

Das Update folgt auf eine frühere Strafe im April, als Meta mit einer Geldstrafe von 200 Millionen Euro belegt wurde, was 234 Millionen US-Dollar entspricht. Die Kommission stellte fest, dass Metas Pay-or-Consent-Modell von November 2023 bis November 2024 gegen das DMA verstoßen hat.

Die Geldstrafe war Teil der laufenden Durchsetzungsmaßnahmen im neuen Regulierungsregime, das sicherstellen soll, dass große Plattformen Wettbewerbs- und Datenregeln erfüllen, die zum Schutz von Nutzern und kleineren Unternehmen entwickelt wurden.

Was können die Nutzer als Nächstes erwarten?

Wenn das neue System im Januar beginnt, werden Facebook- und Instagram-Nutzer klarere Optionen sehen, wie ihre Daten die ihnen präsentierten Anzeigen beeinflussen könnten.

Dieser Wandel wird voraussichtlich die Arbeitsweise personalisierter Werbung in der gesamten EU grundlegend verändern, da Meta seine internen Prozesse an regulatorische Anforderungen anpasst.

Die Entwicklung unterstreicht den breiteren Trend, dass europäische Behörden eine aktivere Rolle bei der Festlegung der Grenzen der Datennutzung in der digitalen Wirtschaft übernehmen, insbesondere dort, wo große Plattformen erheblichen Einfluss auf die Nutzererfahrung haben.

Diese Anpassungen könnten auch Werbetreibende, die auf datenbasierte Werkzeuge in ganz Europa angewiesen sind, erheblich beeinflussen.