Mexiko erhöht die Zölle auf China, um die Spannungen mit den USA zu verringern

Mexiko erhöht die Zölle auf China, um die Spannungen mit den USA zu verringern
Diya Poddar
09. Dez. 2025, 08:50 AM
  • Mexiko steht kurz vor der Abstimmung über große asiatische Importzölle, während es die Handelsstrategie mit den USA neu gestaltet.
  • Der Zollplan richtet sich gegen China, erhöht Einnahmen und schützt die lokale Industrie trotz interner Gegenwehr.
  • Unternehmen haben das Auge auf US-Zollerleichterungen, da Mexiko sich den Handelszielen der "Festung Nordamerika" nähert.

Mexiko geht in eine entscheidende Woche, da der Kongress sich darauf vorbereitet, über den Vorschlag von Präsidentin Claudia Sheinbaum abzustimmen, neue Zölle auf eine Vielzahl asiatischer Importe zu verhängen.

Der Plan, der insbesondere China ins Visier nimmt , wird zu einem politischen Instrument umgestaltet, das Mexikos globale Handelslage neu definieren und gleichzeitig die Verhandlungen mit den USA beeinflussen könnte.

Da Abstimmungen erwartet werden, bevor der Kongress am 15. Dezember in die Jahrespause geht, hat sich der Fokus von den Inlandskosten auf Mexikos umfassenderen Versuch verlagert, seine Rolle in den nordamerikanischen Lieferketten neu zu gestalten.

Unternehmen und politische Entscheidungsträger beobachten aufmerksam, wie das Gesetz nach monatelangen Verzögerungen und Überarbeitungen voranschreitet.

China-Zollbewegung und sein politischer Hintergrund

Das Gesetz erhebt Zölle von bis zu 50 % auf Importe aus Asien und begann am Montag offiziell die Debatte der Unterhaus-Kommission.

Sheinbaums Regierung schickte den Vorschlag erstmals am 9. September an den Kongress, doch Lobbyarbeit asiatischer Regierungen und Widerstand der heimischen Industrien verlangsamten seinen Weg.

Hersteller, die auf chinesische Komponenten angewiesen sind, warnten vor steigenden Kosten, und Gesetzgeber, darunter mehrere der Regierungspartei, äußerten Bedenken hinsichtlich einer Schädigung der Beziehungen zu einer Region, die viele als essenziell für Mexikos Handelsdiversifizierung ansehen.

Nach einer gemeinsamen Überprüfung durch die Finanz- und Wirtschaftsministerien wurden mehr als 750 Änderungen am Vorschlag vorgenommen. Die ursprüngliche Liste von mehr als 1.400 Zielprodukten wurde auf etwas mehr als 300 Ausnahmen reduziert.

Trotz der Anpassungen decken die Abgaben weiterhin Waren wie Kleidung, Schuhe, Stahl, Aluminium und Autoteile ab.

Umsatzauswirkungen und Produktpalette

Das mexikanische Finanzministerium schätzt, dass der Zollplan im Jahr 2026 weitere 51,9 Milliarden Pesos an Importeinnahmen generieren würde, ein Anstieg von 8,3 % gegenüber 2024.

Die Änderungen in der Produktliste zeigen, wie die Regierung versuchte, den industriellen Druck mit dem übergeordneten Ziel in Einklang zu bringen, die mexikanische Handelspolitik enger mit den nordamerikanischen Partnern in Einklang zu bringen.

Der Umfang des Gesetzes zeigt, wie Mexiko lokale Produzenten schützen will und gleichzeitig eine stärkere Haltung gegenüber dem Wettbewerb aus Asien signalisiert.

US-Beziehungen und Erwartungen an Zollerleichterungen

Während Mexiko Hürden gegen das errichtet, was Beamte als unlauteren Wettbewerb bezeichnen, hat der Zeitpunkt dieser Maßnahmen Spekulationen unter lokalen Unternehmen über eine mögliche Verschiebung der Handelsdynamik mit den USA befeuert.

Die Idee, eine kollektive Fertigungsfront unter dem manchmal als Festung Nordamerika bezeichneten Konzept zu stärken, hat die Erwartungen geweckt, dass Washington mit eigenen Anpassungen reagieren könnte.

Unternehmen in Mexiko glauben, dass die Einführung von Zöllen auf China Raum für künftige US-Entlastungen für mexikanisches Stahl und Aluminium schaffen könnte.

Es ist weiterhin ungewiss, ob eine solche Erleichterung durch niedrigere Zollsätze oder zollfreie Importquoten erfolgen würde. Die Gespräche bleiben privat und wurden nicht öffentlich dargelegt.

Stahlabgaben und der Trump-Befehl

Die Situation bleibt aufgrund des bereits bestehenden Zollkontexts sensibel. Am 3. Juni erhöhte Präsident Donald Trump die Zölle auf alle Stahl- und Aluminiumimporte aus Mexiko von 25 % auf 50 %.

Seine Exekutivverordnung erklärte, dass der frühere Satz nicht ausreichend gewesen sei, um die US-Produktion zu unterstützen.

Damals bezeichnete Mexikos Wirtschaftsminister Marcelo Ebrard laut Bloomberg die Erhöhung als unfair, nicht nachhaltig und unbequem.