Nvidia steht nicht auf Dan Ives' Top-Tech-Liste für 2026, aber Palantir schon.

Nvidia steht nicht auf Dan Ives' Top-Tech-Liste für 2026, aber Palantir schon.
Wajeeh Khan
30. Dez. 2025, 05:34 AM
  • Nvidia schaffte es 2026 nicht auf Dan Ives' Liste der Top 5 Tech-Namen.
  • Doch Palantir fand trotz gestreckter Bewertung einen Platz auf seiner Liste.
  • Der Wedbush-Analyst erklärte in einem kürzlichen CNBC-Interview warum.

Der leitende Analyst von Wedbush Securities, Dan Ives, hat fünf Top-Tech-Aktien genannt, die bis 2026 besitzen werden.

Bemerkenswert ist, dass Nvidia – der Chiphersteller, der zum Synonym für den Boom der künstlichen Intelligenz (KI) geworden ist – keinen Platz auf seiner Liste fand.

Und doch hat Palantir – ein KI-gestütztes Datenanalyseunternehmen, das derzeit unendlich teurer im Besitz ist als NVDA – es irgendwie geschafft.

Beachten Sie, dass die Nvidia-Aktien voraussichtlich das Jahr 2025 mit einem spannenden Gewinn von 100 % gegenüber dem April-Tief abschließen, während die Palantir-Aktie derzeit um beeindruckende 180 % gegenüber dem bisherigen Jahrestief gestiegen ist.

Warum die Nvidia-Aktie nicht auf Ives' Top-Tech-Liste steht

Im Gespräch mit CNBC argumentierte Dan Ives, dass die nächste Phase der KI-Revolution weniger vom "Patenonkel der KI" geprägt sein wird, sondern mehr davon, dass Unternehmen Anwendungen und Plattformen darauf aufbauen.

Der Wedbush-Analyst bestätigte, dass NVDA weiterhin ein "Top-Pick" bleibt, sagte aber, die "Derivate – das zweite, dritte, vierte – stehen gerade erst am Start, weshalb wir im Tech-Bereich so optimistisch sind."

Kurz gesagt: Während Nvidia zentral für die KI-Infrastruktur bleibt, glaubt Ives, dass die größeren Investitionsmöglichkeiten in Hyperscalern, verbraucherorientierten Plattformen und Unternehmenssoftwaren liegen, die ihre Technologie nutzen werden.

Das Fehlen von NVIDIA unter den Top Fünf spiegelt eine strategische Ausrichtung hin zur Diversifizierung unter KI-Profiteuren wider, anstatt sich auf einen einzigen dominanten Akteur zu konzentrieren.

Warum Palantir-Aktie es trotzdem geschafft hat

Die Palantir-Aktie – oft dafür kritisiert, stark überbewertet zu sein – schaffte es dennoch auf Ives' Liste, hauptsächlich wegen des expandierenden kommerziellen Geschäfts und des Potenzials, die Umsätze erheblich zu steigern.

"Es ist das kommerzielle Geschäft, von dem ich glaube, dass es letztlich zwei, drei Milliarden sein könnte", bemerkte Ives – und prognostizierte, dass sich die Umsätze von PLTR in den nächsten drei bis vier Jahren verdoppeln könnten.

Mit fast 400-fachem erwarteten Gewinn räumte der Wedbush-Analyst ein, dass Palantir eine "heute extrem teure Aktie" sei, sagte jedoch, dass seine Entwicklung sie für eine Bewertung von Billionen Dollar positioniere, da die KI-Revolution sich beschleunigt.

Für Ives steht Palantir für eine reine Enterprise-KI-Geschichte, deren Software zunehmend branchenübergreifend eingesetzt wird. Dieses Wachstumspotenzial macht es zu einem "Eckpfeiler" seiner bullischen These für 2026.

Was empfiehlt er sonst noch zu besitzen?

Neben Palantir hob Ives Microsoft, Apple, Tesla und CrowdStrike als Schlüsselpositionen für 2026 hervor.

Jeder steht für eine andere Perspektive der KI-Revolution: Microsoft durch Hyperscaler-Cloud-Dominanz, Apple durch die Integration von Consumer-Hardware und Ökosystemen, Tesla durch autonomes Fahren und Energieinnovation sowie CrowdStrike im Bereich Cybersicherheit.

Dennoch gab Ives zu, dass diese Aktien nicht billig sind, und spiegelte damit seine frühere Bemerkung über Palantir wider.

Seine Empfehlungen deuten darauf hin, dass er bereit ist, hoch bewertete Unternehmen zu unterstützen, in der Überzeugung, dass deren Wachstumspfade die Prämien rechtfertigen.

Im Wesentlichen rät Ives Investoren, überbewertete Tech-Aktien zu akzeptieren und auf ihre Führungsrolle in KI und digitaler Transformation zu setzen, um 2026 trotz gestreckter Bewertungen überproportionale Renditen zu erzielen.