Die Nvidia-Aktie steigt heute um fast 2 %: Treibt dieser 40-Milliarden-Dollar-Katalysator NVDA nach oben?

Die Nvidia-Aktie steigt heute um fast 2 %: Treibt dieser 40-Milliarden-Dollar-Katalysator NVDA nach oben?
Devesh Kumar
07. Jan. 2026, 16:37 PM
  • Die Nvidia-Aktien stiegen aufgrund von Berichten über massive H200-Chipbestellungen chinesischer Technologiekonzerne.
  • Etwa 40 Milliarden US-Dollar potenzieller Einnahmen hängen von US-amerikanischen und chinesischen Zulassungen ab.
  • Produktionsrampe bei TSMC und Lizenzzeitpläne bleiben wichtige Umsetzungsrisiken.

Die Nvidia-Aktie (NASDAQ: NVDA) stieg am Mittwoch um fast 2 %, nachdem Berichte vorkamen, dass chinesische Technologieunternehmen mehr als 2 Millionen ihrer H200-Chips bestellt haben.

NDVA baute die Gewinne aus, während Händler die Gewinnchancen aus Chinas wiedereröffnetem Markt neu bewerteten.

Dieser Schritt spiegelt das wachsende Vertrauen wider, dass die bereits laufenden Lizenzgenehmigungen im Finanzministerium beträchtliche kurzfristige Einnahmen erschließen könnten.

Die Schätzung von 40 Milliarden Dollar ist einfache Rechnung: 2 Millionen H200-Einheiten zu einem Preis von 27.000 Dollar, abzüglich der 25 % Exportzuschlag, die Nvidia an das US-Finanzministerium zahlen muss.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Bestellungen nicht gleichbedeuten mit Versandeinnahmen. China muss die Importe formell genehmigen, US-Lizenzen müssen die Endverarbeitung durchlaufen, und die Produktionskapazität der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company muss wie geplant hochgefahren werden.

Nvidia hat bereits einen Vertrag mit TSMC getroffen, um die H200-Produktion im zweiten Quartal zu erhöhen, mit dem Ziel, vor dem Mondneujahr Mitte Februar weitere Einheiten zu liefern.

Nvidia-Aktie: Was die Zahl von 40 Milliarden Dollar tatsächlich bedeutet

Die Schlagzeilen-Mathematik ist überzeugend, aber Investoren sollten verstehen, was hier bedingt ist.

Reuters-Berichte zeigen, dass chinesische Unternehmen, darunter ByteDance, Alibaba und Tencent, bereits die Absicht signalisiert haben, 2 Millionen Einheiten zu kaufen.

Aber die tatsächlichen Verkäufe hängen von drei Faktoren ab: Erstens, die endgültige US-Exportgenehmigung (noch im Verfahren); zweitens Pekings grünes Licht für Importe (noch nicht offiziell erteilt); und drittens die Fähigkeit von TSMC, die 4-nm-Produktion innerhalb weniger Monate hochzufahren.

CEO Jensen Huang hat die Erwartungen auf der CES 2026 diese Woche bewusst gedämpft und erklärt, er erwarte keine formelle Ankündigung von beiden Regierungen und dass Bestellungen das einzige verlässliche Erfolgssignal sein werden.

"Die Kundennachfrage ist hoch. Es ist ziemlich hoch. Sie ist sehr hoch", sagte Huang, merkte jedoch an, dass Nvidia "keine Pressemitteilungen oder großen Erklärungen erwartet."

Diese Vorsicht spiegelt die politische Sensibilität wider, da Washington die Lizenzen kontrolliert und Peking Einfluss auf das chinesische Kundenverhalten hat.

Auch die Geschichte spielt hier eine Rolle, denn Nvidias H20-Chip erhielt letzten Sommer die Exportgenehmigung, wurde aber von Peking stillschweigend entmutigt, sodass der Bestand strandete.

Diese Erfahrung erklärt, warum der Markt seine Wetten absichert, während er gleichzeitig Optimismus bepreist.

Können Aufträge, Genehmigungen und Produktion Fortschritte bewirken?

Nvidias Lieferkette wurde "aktiviert", bestätigte Huang, wobei bereits H200s durch Produktionspipelines fließen.

Der eigentliche Engpass liegt nun bei den Regulierungsbehörden auf beiden Seiten des Pazifiks.

Die Genehmigung durch das US-Finanzministerium befindet sich in der Endphase, und Quellen des Finanzministeriums sagen Reuters, die Regierung arbeite "fieberhaft daran", Lizenzen abzuschließen.

Der Zeitpunkt ist jedoch unbeständig, da Nvidia einen möglichen Start Mitte Februar angekündigt hat, vorausgesetzt, die Genehmigungen kommen planmäßig.

Die Analystengemeinschaft hat diesen Katalysator in ihren Modellen weitgehend ignoriert.

Die Konsensschätzungen der Wall Street für die Einnahmen im Geschäftsjahr 2027 liegen bei 320 Milliarden US-Dollar, fast doppelt so hoch wie für das aktuelle Jahr, doch nur wenige Prognostiker haben im China-Szenario von 40 Milliarden Dollar nachgehakt.

Wenn das Unternehmen die volle Nachfrage nach H200 freisetzt, könnte das Umsatzwachstum laut Analyse von Motley Fool auf 69 % auf etwa 360 Milliarden Dollar steigen.

Bei Nvidias aktuellem 21-fachen Forward-Kurs-Umsatz-Multiplikator könnte diese Berechnung allein deutlich höhere Bewertungen unterstützen.