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Indiens Reliance Jio blickt 2026 auf einen massiven Börsengang: Bericht

Indiens Reliance Jio blickt 2026 auf einen massiven Börsengang: Bericht
Diya Poddar
09. Jan. 2026, 15:11 PM
  • Die regulatorische Genehmigung für reduzierte Float-Anforderungen bleibt eine zentrale Variable.
  • Telekommunikationsdienste generieren nach wie vor den Großteil der Einnahmen von Jio Platforms.
  • Der Zeitplan für die Listung zeigt je nach Marktbedingungen auf die erste Hälfte des Jahres 2026.

Reliance Jio Platforms nähert sich einem lang erwarteten Debüt an der Börse, da die Banker mit der Arbeit an Entwurfsdokumenten für den Börsengang beginnen.

Das Unternehmen erwägt laut Reuters eine Börsennotierung, die den Verkauf eines kleinen Anteils seines Eigenkapitals erfordern würde, was seine große und dominante Position auf dem indischen Telekommunikationsmarkt widerspiegelt.

Jio Platforms wird von Mukesh Ambani kontrolliert und steht unter Reliance Industries. Sein Telekommunikationsarm, Reliance Jio, bedient mehr als 500 Millionen Nutzer und ist damit der größte Betreiber des Landes.

Obwohl formelle Mandate noch nicht bekannt gegeben wurden, deuten die Vorbereitungsmaßnahmen darauf hin, dass die interne Planung in eine fortgeschrittenere Phase eingetreten ist.

Umfang und Bewertung des Börsengangs

Experten erklärten, dass Reliance erwägt, rund 2,5 % der Jio Platforms im Börsengang zu platzieren, so Reuters.

Die Präferenz für einen Limited Float hängt mit der Größe des Unternehmens und einer Strategie zusammen, um die Knappheit am Markt aufrechtzuerhalten.

Im November schätzte Jefferies die Bewertung von Jio Platforms auf etwa 180 Milliarden US-Dollar.

Auf diesem Niveau würde ein Verkauf von 2,5 % Anteil etwa 4,5 Milliarden US-Dollar einbringen und damit vor den jüngsten großen indischen Börsennotierungen wie Hyundai Motor India liegen.

Regulierung und Liststruktur

Die vorgeschlagene Wagengröße steht in engem Zusammenhang mit regulatorischen Entwicklungen.

Die indische Marktaufsichtsbehörde hat vorgeschlagen, die Mindestanforderung an öffentliche Aktien für große Börsengänge von 5 % auf 2,5 % zu senken, doch die Änderung wartet noch auf die Genehmigung durch das Finanzministerium.

Laut Reuters ist auch die endgültige Struktur des Angebots noch unentschieden.

Es ist noch nicht klar, ob der Börsengang ein Verkaufsangebot bestehender Aktionäre ist, die Ausgabe neuer Aktien beinhaltet oder beide Ansätze kombiniert.

Bei früheren hochkarätigen Börsennotierungen, wie dem von Hyundai Motor India, brachte das Angebot kein neues Kapital für das Unternehmen ein.

Geschäftsmischung und wettbewerblicher Hintergrund

Jio Platforms hat sich in den letzten sechs Jahren weit über Telekommunikationsdienste hinaus entwickelt und Positionen im Bereich künstlicher Intelligenz und anderer digitaler Bereiche aufgebaut.

Es hat Kapital von globalen Investoren aufgenommen, darunter KKR, General Atlantic, Silver Lake und die Abu Dhabi Investment Authority.

Trotz dieser Diversifizierung machen Telekommunikationsaktivitäten weiterhin etwa 75 % bis 80 % des Jahresumsatzes aus.

Die Planung des Börsengangs erfolgt außerdem, während Jio sich auf den verstärkten Wettbewerb vorbereitet, wobei Elon Musk voraussichtlich Starlink in Indien starten wird.

Jio hat inzwischen mit Nvidia zusammengearbeitet, um eine KI-Infrastruktur zu entwickeln.

Timing und Marktkontext

Der indische IPO-Markt ist in den letzten zwei Jahren stark geblieben.

Das Land war 2025 der zweitgrößte Markt für Primäraktieemissionen der Welt und sammelte am 18. Dezember laut LSEG 21,6 Milliarden US-Dollar ein.

Ambani erläuterte zunächst Pläne, Jio 2024 an die Börse zu bringen, verschob den Zeitplan später über 2025 hinaus, um höhere Bewertungen durch Expansion in digitale Nischen zu unterstützen.

Banker von Morgan Stanley und Kotak sollen bereits an den frühen Entwurfsarbeiten beteiligt sein, da Reliance auch erwartet, dass einige ausländische Investoren über den Börsengang Ausstiege anstreben.