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Die Gewinne der Bank of America im vierten Quartal übertroffen die Erwartungen, aber hier ist der Grund, warum die BAC-Aktie möglicherweise im roten Bereich bleibt

Die Gewinne der Bank of America im vierten Quartal übertroffen die Erwartungen, aber hier ist der Grund, warum die BAC-Aktie möglicherweise im roten Bereich bleibt
Devesh Kumar
14. Jan. 2026, 15:49 PM
  • BAC verzeichnete im vierten Quartal eine EPS von 0,98 US-Dollar und einen Umsatz von 28,37 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen.
  • Der Nettozinsertrag stieg um 10 % auf 15,8 Milliarden US-Dollar, da der Handelsumsatz stark blieb.
  • Analysten stellten eine schwächere Dynamik im Investmentbanking und Unsicherheiten bei Zinssenkungen fest.

Die Bank of America (NYSE: BAC-Aktie) erzielte im vierten Quartal einen soliden Schlag bei Gewinn und Umsatz und meldete verwässerte Gewinne von 0,98 US-Dollar pro Aktie, was den Konsens von 0,95–0,98 US-Dollar übertraf.

Die Bank erzielte einen Umsatz von 28,37 Milliarden US-Dollar, was über den Erwartungen von 27,3 bis 27,8 Milliarden US-Dollar lag. Das Quartal zeigte Stärke im Handel und im Nettozinsertrag sowie einen widerstandsfähigen Verbraucherkonsum.

Doch im frühen Handel fiel die BAC-Aktie um fast 4 %, was darauf hindeutet, dass die Wall Street bereits über die Schlagzeilenzahlen hinausgegangen ist, um sich auf tiefere Bedenken zu konzentrieren.

Die Investoren gehen mit Vorsicht vor, angesichts der schwächeren Investmentbanking-Aktivitäten, der Gegenwinde der Federal Reserve und einer wachsenden regulatorischen Bedrohung, die das Kreditkartengeschäft der Bank verändern könnte.

BAC-Aktie: Woher die Stärke kam

Nettozinserträge: Das Geld, das die Banken aus der Lücke zwischen dem, was sie den Kreditnehmern berechnen, und dem, was sie den Einlegern zahlen, verdienen, wuchs im Jahresvergleich um 10 % auf 15,8 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten.

Diese Widerstandsfähigkeit überraschte einige, da die Märkte 2026 mit einem stärkeren Druck durch mögliche Zinssenkungen der Federal Reserve eingepreist hatten.

Die Bank profitierte davon, dass festverzinsliche Vermögenswerte mit höheren Renditen und anhaltendem Wachstum von Kredit- und Einlagen von der Bilanz abliefen.

Über die Kreditvergabe hinaus glänzte auch die Marktabteilung der Bank of America.

Die Aktienhandelserträge stiegen im Jahresvergleich um 23 % auf ein Allzeithoch im vierten Quartal, angetrieben durch die im Januar gelieferten Volatilitätsmärkte.

Umsatz- und Handelsumsätze stiegen insgesamt um 10 %, was das 15. Quartal in Folge mit jährlichem Wachstum darstellt.

Dies bewies, dass die Wall Street im vierten Quartal tatsächlich aktiv war und von unruhigen Bedingungen und aktiven Kapitalmarktströmen profitierte.

Das Management führte 2026 ein Wachstum der Nettozinserträge von 5–7 %, unterstützt von etwa 10–15 Milliarden US-Dollar an Festzinswerten zu höheren Renditen.

Wenn dieser Ausblick Bestand hat, würde dies die Gewinne der Bank trotz des unsicheren Zinsumfelds auf einem soliden Wachstumskurs halten.

Warum Analysten vorsichtig bleiben

Die Performance der Investmentbanken war jedoch eine Enttäuschung.

Die IB-Gebühren im globalen Bankwesen blieben nahezu unverändert, während die Aktienkreditprüfung um etwa 20 % einbrach.

Analysten befürchten, dass diese Schwäche darauf hindeutet, dass die Dynamik der Dealmaking im Jahr 2026 abkühlen könnte, da Zollunsicherheit und politische Veränderungen die MandA-Aktivität dämpfen.

Die zweite Sorge ist unmittelbarer und politisch aufgeladener: Präsident Trumps vorgeschlagene Obergrenze von 10 % bei den Kreditkartenzinssätzen, die am 20. Januar in Kraft treten soll.

Die durchschnittlichen Kreditkartenzinsen liegen derzeit bei 21 %, was bedeutet, dass eine Obergrenze von 10 % einen großen Gewinntreiber etwa halbieren würde.

Die Führungskräfte von JPMorgan und der Bank of America haben gewarnt, dass die Obergrenze die Kreditverfügbarkeit stark beeinträchtigen und etwa 82–88 % der Subprime-Kreditnehmer die Kreditvergabe stoppen würde.

Während die Branche sich intensiv für Änderungen einsetzt, schafft der Vorschlag Unsicherheiten, die den BAC-Aktienbestand belasten könnte, bis regulatorische Klarheit vorliegt.

Schließlich gibt es noch die Fed-Frage. Die NII-Wachstumsprognose des Managements von 5–7 % geht von einem relativ günstigen Umfeld aus.

Wenn die Fed im Jahr 2026 dreimal kürzt – ein Szenario, das Analysten diskutieren –, könnte diese Prognose unter Druck gestoßen sein, und Gewinnrevisionen könnten folgen.

Das Quartal der Bank of America bestätigt die Resilienz des Kerngeschäfts.

Der Fokus der Investoren bleibt jedoch auf drei Risiken gerichtet: die Glaubwürdigkeit des Nettozinsertrags im Voraus, falls die Zinsen fallen, die Nachhaltigkeit der Investmentbanken und ob die Regulierungsbehörden die Kreditkarten-Zinsobergrenze festlegen werden.