Die Nvidia-Aktie steigt aufgrund von Anzeichen dafür, dass Peking seine Haltung zu AI-Chip-Importen lockert

Die Nvidia-Aktie steigt aufgrund von Anzeichen dafür, dass Peking seine Haltung zu AI-Chip-Importen lockert
Utkarsh Roshan
23. Jan. 2026, 16:50 PM
  • Die Nvidia-Aktie stieg, als China eine mögliche Genehmigung für H200-Chips signalisierte.
  • Alibaba, Tencent und ByteDance sollen Berichten zufolge freigegeben haben, um Kaufgespräche vorzubereiten.
  • Die Unsicherheit in China war der entscheidende Bremsfaktor für Nvidias Aktienkurs.

Die Nvidia-Aktie stieg am frühen Freitag, nachdem Berichte darauf hindeuteten, dass die chinesischen Behörden sich der Erlaubnis der Erlaubnis der fortschrittlichen künstlichen Intelligenz des US-Chipherstellers zugestehen, näher rücken und damit eine der größten Unsicherheiten über der Aktie lindern könnte.

Zum Zeitpunkt des Schreibens war die Nvidia-Aktie über dem Kurs gestiegen

Die Rallye folgte auf einen Bloomberg-Bericht, dass Peking mehreren großen chinesischen Unternehmen, darunter Alibaba, Tencent Holdings und ByteDance, grundsätzlich die Zustimmung gegeben hat, mit den Vorbereitungen für mögliche Käufe von Nvidias H200-KI-Chips zu beginnen.

Die Entwicklung war das bisher deutlichste Signal dafür, dass China seine Haltung nach Wochen regulatorischer Unklarheit möglicherweise abschwächt.

China-Signale nach Wochen der Unsicherheit sind Veränderungen

Laut Bloomberg haben chinesische Regulierungsbehörden ausgewählte Technologieunternehmen die Freigabe gegeben, in die nächste Phase der Gespräche überzugehen, sodass sie bewerten können, wie viele H200-Chips sie benötigen, und Gespräche über mögliche Bestellungen aufnehmen können.

"Die Unternehmen haben nun die Freigabe, Details wie die erforderlichen Beträge zu besprechen", heißt es im Bericht.

Im Rahmen des Prozesses wird erwartet, dass Peking Unternehmen dazu ermutigt, eine bestimmte Menge an im Inland produzierten Chips neben Nvidias Hardware zu kaufen, obwohl noch keine formelle Quote festgelegt wurde.

Dieser Schritt deutet darauf hin, dass die chinesischen Behörden ihren Ansatz nach einer von widersprüchlichen Signalen geprägten Phase überdenken.

In den letzten Wochen hatten Investoren mit Berichten über pausierte Aufträge, selektive Genehmigungen und wechselnde regulatorische Richtlinien zu kämpfen, die alle schwer auf Nvidias Aktien lasteten.

Das potenzielle Einnahmepotenzial zieht Aufmerksamkeit auf sich

Analysten sagen, dass die Einsätze hoch sind, wenn Genehmigungen letztlich in Festanweisungen münden.

KeyBanc-Analyst John Vinh schätzte, dass chinesische Unternehmen bereit sein könnten, rund 1,5 Millionen H200-Chips zu kaufen, was etwa 30 Milliarden Dollar potenziellen Umsatz für Nvidia darstellen würde.

Der H200 ist Nvidias zweitleistungsfähigster KI-Prozessor und wird häufig zum Training großer Sprachmodelle und anderer fortschrittlicher künstlicher Intelligenz eingesetzt.

Der Zugang für diese Chips zum chinesischen Markt wird als entscheidend für Nvidias langfristiges Wachstum angesehen, insbesondere da die Nachfrage nach KI-Infrastruktur weltweit weiter wächst.

Huangs Besuch steigert den Optimismus

Der Bloomberg-Bericht fiel mit einem separaten CNBC-Bericht zusammen, in dem bekannt wurde, dass Nvidia-Geschäftsführer Jensen Huang in den kommenden Tagen, vor dem Mondneujahr Mitte Februar, China besuchen wird.

Huang soll an einer Firmenveranstaltung in Peking teilnehmen und soll auch potenzielle Kunden treffen.

Laut dem Bericht werden sich diese Diskussionen voraussichtlich auf Lieferbeschränkungen, regulatorische Bedingungen und die Verfügbarkeit von US-zugelassenen Chips, einschließlich des H200, konzentrieren.

Der Besuch wurde von Investoren als weiteres Zeichen dafür interpretiert, dass Nvidia einen Aufschwung für eine Wiedereröffnung des chinesischen Marktes sieht.

China-Überhang hat Nvidias Aktie begrenzt

Der Zugang zu China war in den letzten Monaten der beständigste Faktor für Nvidias marktgebundenen Handel.

Obwohl das Unternehmen weiterhin eine starke weltweite Nachfrage nach seinen KI-Chips meldet, hat die Unsicherheit über die chinesischen Verkäufe die Bereitschaft der Investoren eingeschränkt, die Aktie deutlich nach oben zu treiben.

Geschäftsführer Jensen Huang hat wiederholt Optimismus geäußert, dass US-Exportgenehmigungen es Nvidia ermöglichen würden, die Auslieferungen des H200-Chips nach China wieder aufzunehmen.

Dieses Vertrauen wurde jedoch durch Pekings inkonsistente Botschaften und das Risiko plötzlicher politischer Umschläge untergraben.

Diese Befürchtungen bleiben frisch, nachdem Nvidia im vergangenen Jahr eine Lagerabschreibung in Höhe von 5,5 Milliarden US-Dollar vornahm, als plötzliche Änderungen der Exportregeln die Fähigkeit zum Verkauf China-spezifischer Chips unterzogen.

Seitdem sind Investoren vorsichtig damit, davon auszugehen, dass potenzielle Genehmigungen reibungslos in nachhaltige Einnahmen münden.