Iran droht, Schiffe in der Straße von Hormus zu verbrennen; Ölpreis bis $200 möglich

Iran droht, Schiffe in der Straße von Hormus zu verbrennen; Ölpreis bis $200 möglich
Devesh Kumar
02. März 2026, 22:18 PM
  • IRGC-Kommandeur droht, die Straße von Hormus zu schließen und Pipelines anzugreifen.
  • Laut EIA-Daten transportiert Hormus etwa 20 % der weltweiten Ölströme.
  • $200-Rohöl könnte Inflation, Fluggesellschaften und das globale Wachstum stark treffen.

Ein hoher General der iranischen Revolutionsgarde sagte am Montag, Teheran werde jedes Schiff verbrennen, das versucht, durch die Straße von Hormus zu fahren, und Ölpipelines im Golf angreifen, um die Exporte vollständig zu unterbinden.

Er sagte sogar voraus, dass Brent-Rohöl innerhalb von Tagen $200 erreichen könnte.

Die via staatliche Medien verbreiteten Äußerungen von Brig. Gen. Ebrahim Jabbari erfolgen, während der Konflikt zwischen den USA und Iran in den dritten Tag geht. Die Straße von Hormus wickelt 20 % des weltweiten Öls ab. Schließt man sie, ändert sich vieles.

Blockade der Straße von Hormus: Die Bedrohung im Kontext

Jabbaris Erklärung ist kein bloßes Säbelrasseln; sie stellt eine direkte Herausforderung für den freien Energiestrang dar, der die globalen Märkte stützt.

Die Straße von Hormus, eine schmale Wasserstraße zwischen Iran und Oman, befördert laut der US Energy Information Administration etwa 21 Millionen Barrel pro Tag.

Iran hat zuvor bereits mit einer Schließung gedroht, namentlich während der Spannungen mit den USA 2019, ist damals aber nie vollständig vorgegangen.

Der Kommandeur der Garde behauptete, Iran verfüge über die Raketen, Drohnen und schnellen Angriffsboote, um die Straße zu verminen und Tanker anzugreifen, und kündigte zugleich Schläge auf Saudi-Aramco-Anlagen und andere Exportinfrastrukturen im Golf an.

Die Durchführbarkeit ist real: Iran demonstrierte 2019 ähnliche Fähigkeiten, als es Tanker beschlagnahmte und saudische Ölanlagen angriff, wodurch kurzfristig 5 % der globalen Versorgung ausfielen.

Aber eine andauernde Durchsetzung einer Blockade gegen US-Marineeinheiten in der Region birgt ein enormes Risiko einer Ausweitung des Krieges.

Westliche Militäranalysten sehen die Äußerungen teilweise als Inszenierung, um innenpolitische Unterstützung zu mobilisieren und Entschlossenheit zu signalisieren; die technische Kapazität besteht jedoch.

Eine vollständige Schließung würde nicht nur die Preise in die Höhe treiben, sie würde Supertanker zwingen, um Afrika herumzufahren, Reisen um Wochen verlängern und Milliarden an zusätzlichen Kosten verursachen.

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Was Öl zu $200 für die Märkte bedeutet

Brent-Rohöl schloss am Montag nahe $80 je Barrel, bereits deutlich über dem Niveau vor dem Konflikt.

Jabbaris $200-Prognose ist nicht völlig übertrieben.

JPMorgan schätzte letzte Woche, dass eine anhaltende Störung in Hormus die Preise leicht über $120 treiben könnte, mit $150 plausibel, falls die saudische Kapazität direkte Treffer erleidet.

Für Anleger wird die Rechnung schnell heftig.

Bei $200-Öl könnte die US-Verbraucherinflation nahezu über Nacht um 2–3 Punkte ansteigen, was Konsum und Unternehmensmargen belastet.

Fluggesellschaften würden hohe Verluste erleiden, da Treibstoff 25–30 % der Kosten ausmacht.

Chemiewerke wären mit einer Verdopplung der Rohstoffpreise konfrontiert. Die Fed wird wahrscheinlich Zinssenkungen aussetzen, und Europa könnte erneut Strom rationieren.

Ölkonzerne wie Exxon und Chevron würden hohe Gewinne erzielen. Indien, das nahezu 88 % seines Rohöls importiert, würde einen Verfall der Rupie und einen Anstieg der Inflation sehen.

Die Märkte haben bereits einiges an Angst eingepreist, aber $200 bleibt ein Tail-Risiko.

Nochmals: Die Straße von Hormus kontrolliert 20 % des seewärtigen Öltransports, und eine einzige Entscheidung könnte vieles verändern.