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US-Aktien uneinheitlich: Dow schwächer, Oracle dank KI stark, Inflation kühlt ab

US-Aktien uneinheitlich: Dow schwächer, Oracle dank KI stark, Inflation kühlt ab
Devesh Kumar
11. März 2026, 14:59 PM
  • Dow fällt leicht, während S&P 500 und Nasdaq zu Handelsbeginn moderate Zugewinne verzeichnen.
  • Der VPI im Februar kühlt auf 2,4 % ab; die Kerninflation erreicht den niedrigsten Stand seit 2021.
  • Oracle-Aktien springen nach Gewinnüberraschung und einer stärkeren Wachstumsaussicht im KI-Cloud-Geschäft.

Die US-Aktien eröffneten am Mittwoch uneinheitlich: Der Dow Jones gab leicht nach, während der S&P 500 und der Nasdaq leichte Zugewinne verzeichneten.

Die Anleger wägen weiterhin die jüngsten Entwicklungen im US-Iran-Konflikt und die volatile Ölpreisentwicklung ab, während sie neue US-Inflationsdaten verarbeiten.

Der Dow fiel um 82 Punkte bzw. 0,2 %, während der S&P 500 um 0,1 % zulegte und der Nasdaq Composite 0,3 % gewann.

Händler bleiben vorsichtig, da der Konflikt im Nahen Osten die Energiemärkte weiter stört und die Perspektive für Inflation und Zinssätze trübt.

Die Inflationszahl liegt vor

Der Verbraucherpreisindex für Februar entsprach genau den Markterwartungen: 2,4 % im Jahresvergleich, 0,3 % mehr als im Januar auf Monatsbasis.

Die Kerninflation (ohne Nahrungsmittel und Energie) lag bei 2,5 %, dem niedrigsten Wert seit 2021 und rückläufig von 2,7 % im Dezember.

Die Wohnkosten, die Mieten und äquivalente Eigenheimbesitzerkosten erfassen und zu den hartnäckigsten Treibern der Inflation zählen, stiegen nur um 3 % im Jahresvergleich.

Die obigen Inflationszahlen würden in normalen Zeiten wie gute Nachrichten wirken, doch die vergangenen Wochen waren alles andere als normal.

Die Daten erfassen die Preise nur bis zum 28. Februar. Militärische Angriffe mit Beteiligung Irans begannen am 1. März; in den folgenden Wochen stieg Brent-Öl daraufhin über $115 pro Barrel.

Der Energieschock, den Händler in den vergangenen zehn Tagen in ihre Risikomodelle einpreisten, spiegelt sich in der heutigen Zahl schlicht nicht wider, weil er bei der Datenerhebung noch nicht stattgefunden hatte.

Der CPI-Wert für März, der im April veröffentlicht wird, ist der Punkt, an dem sich diese Geschichte entweder verkompliziert oder stillschweigend auflöst.

Oracle gewinnt an Dynamik

Die Oracle-Aktie eröffnete am Mittwoch etwa 13 % höher, das Urteil des Marktes zu ihrem Q3-Bericht für FY2026.

Das Ergebnis je Aktie (EPS) lag bei $1.79 gegenüber einer Konsensschätzung von $1.70, während der Umsatz $17.2 Milliarden erreichte gegenüber den $16.92 Milliarden, die der Markt erwartet hatte.

Der Cloud-Umsatz wuchs um 44 % im Jahresvergleich, und die Cloud-Infrastruktur — das Geschäft, rohe Rechenleistung an KI-Entwickler zu vermieten — expandierte um 84 % im Jahresvergleich.

Das signalisierte, dass Oracles aggressive Positionierung als KI-Infrastrukturplattform sich in tatsächliche Verträge übersetzt.

Bei der Prognose beschleunigt sich die Geschichte.

Oracle hob sein Umsatzziel für FY2027 auf $90 Milliarden an, deutlich über den von der Wall Street modellierten $86.6 Milliarden.

Neue Verpflichtungen von Unternehmen wie Lockheed Martin, SoftBank und Air France-KLM wurden in der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen hervorgehoben — ein Zeichen dafür, dass Oracles Foundry für KI-Cloud-Infrastruktur Kunden in Industriegröße anzieht.

Das ist relevant in einem Umfeld, in dem KI-Ausgaben zunehmend hinterfragt wurden.

Die Märkte sehen sich nun einer vertrauten Frage gegenüber: Kann starkes Unternehmensmomentum geopolitische Risiken und einen potenziellen, energiegetriebenen Inflationsanstieg ausgleichen?

Angesichts der Ölvolatilität, des geldpolitischen Ausblicks der Fed und des bevorstehenden nächsten CPI-Werts werden Händler voraussichtlich vorsichtig bleiben, auch wenn Wachstumsbereiche, insbesondere in der KI-Infrastruktur, weiterhin Kapital anziehen.