Dow steigt um 398 Punkte, Öl über $100 – Fed-Entscheidung im Fokus

Dow steigt um 398 Punkte, Öl über $100 – Fed-Entscheidung im Fokus
Ananthu C U
17. März 2026, 14:51 PM
  • Dow steigt um 398 Punkte, während die Wall Street die Gewinne der Montagsrallye ausweitet.
  • Öl über $100, da der Iran-Konflikt Befürchtungen über Lieferunterbrechungen schürt.
  • KI-Aktien legen zu, während Investoren auf das Ergebnis der Fed-Zinsentscheidung warten.

US-Aktien legten am Dienstag leicht zu, da Investoren versuchten, die Gewinne der vorherigen Sitzung auszubauen, und gleichzeitig die Entwicklungen im eskalierenden Iran-Konflikt sowie deren Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte genau beobachteten.

Der S&P 500 und der Nasdaq 100 gewannen 0,6 %. Der Dow Jones Industrial Average legte um 398 Punkte zu, bzw. 0,85 %.

Der vorsichtige Optimismus folgt einer deutlichen Erholung in der vorherigen Sitzung, als der S&P 500 seinen größten Tagesgewinn seit über einem Monat verzeichnete, vor allem getrieben von Technologie- und KI-nahen Titeln.

Ölpreise steigen, da Spannungen in der Straße von Hormus anhalten

Die Ölpreise zogen am Dienstag an und verstärkten damit die anhaltende Volatilität, die durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten verursacht wird.

Der weltweite Referenzwert Brent-Öl stieg um rund 1,6 % und notierte über der Marke von $100 pro Barrel.

Die Erholung folgte, nachdem US-Präsident Donald Trump angedeutet hatte, dass die Bemühungen, eine Koalition zum Schutz der Schifffahrtsrouten durch die Straße von Hormus zu bilden, noch im Gange seien.

Trump räumte ein, dass die Beteiligung unter den Verbündeten uneinheitlich gewesen sei.

„Einige sind wirklich begeistert. Sie kommen bereits. Sie sind schon dabei, dorthin zu gelangen“, sagte Trump. „Wir werden Ihnen eine Liste geben. Einige sind sehr begeistert, und einige sind weniger begeistert, und ich nehme an, einige werden es nicht tun. Ich denke, wir haben ein oder zwei, die es nicht tun werden, die wir seit etwa 40 Jahren zu Kosten von mehreren zehn Milliarden Dollar schützen.“

Die Ölpreise sind seit Beginn der US‑Israel-Angriffe auf Iran stark gestiegen, da Befürchtungen bestehen, dass jede länger anhaltende Störung in der Straße von Hormus die weltweiten Energieversorgungen erheblich beeinträchtigen könnte.

Investoren reagierten auch auf eskalierende Entwicklungen in der Region, darunter Berichte, wonach Irans Sicherheitschef Ali Larijani bei nächtlichen Luftangriffen getötet worden sei, so der israelische Verteidigungsminister Israel Katz.

KI-Aktien und wirtschaftlicher Ausblick stützen die Stimmung

Technologieaktien, insbesondere solche mit Bezug zu künstlicher Intelligenz, stützen weiterhin die Marktstimmung.

Die Nvidia-Aktie stieg im frühen Handel um 0,24 % nach einem Zuwachs von 1,6 % in der vorherigen Sitzung.

Das Unternehmen erklärte kürzlich, dass sich die Umsatzchance für seine KI‑Chips auf mindestens $1 trillion bis 2027.

Andere Chiphersteller zeigten gemischte Entwicklungen: Advanced Micro Devices stieg um 0,56 %, während Broadcom 0,36 % zulegte.

Außerhalb des Technologiesektors zeigten Flugaktien Erholungszeichen nach jüngsten Rückgängen, die durch steigende Treibstoffkosten verursacht wurden.

Delta Air Lines legte 4,7 % zu, nachdem das Unternehmen seine Umsatzprognose für das laufende Quartal angehoben hatte, American Airlines stieg um 4,86 %.

Der Fahrdienstanbieter Uber stieg ebenfalls um 5,2 %, nachdem er Pläne angekündigt hatte, ab nächstem Jahr Robotaxis in 28 Städten mit Nvidias Software für autonomes Fahren einzuführen.

Trotz der anhaltenden geopolitischen Unsicherheit blieben die US-Märkte im Vergleich zu ihren globalen Pendants relativ widerstandsfähig, gestützt durch solide Unternehmensgewinne und ein stabiles wirtschaftliches Umfeld.

Einige Analysten warnen jedoch, dass die Risiken zunehmen.

Fed-Entscheidung und Inflationsrisiken im Fokus

Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich außerdem auf die zweitägige geldpolitische Sitzung der Federal Reserve, die am Mittwoch endet.

Die Zentralbank wird voraussichtlich die Zinssätze unverändert lassen, während die Entscheidungsträger die wirtschaftlichen Auswirkungen steigender Energiepreise und geopolitischer Unsicherheit bewerten.

Die Markterwartungen hinsichtlich Zinssenkungen haben sich in den letzten Wochen verschoben.

Nach LSEG-Daten rechnen Händler nun nur noch mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte später in diesem Jahr, statt zuvor erwarteter zwei Senkungen vor der Eskalation des Konflikts.

Analysten wiesen zudem darauf hin, dass die Auswirkungen des Konflikts auf die Inflation weiterhin eine zentrale Sorge darstellen.

Steigende Ölpreise könnten die Inflation weiter nach oben treiben, was den geldpolitischen Ausblick der Fed erschwert und ihre Fähigkeit einschränkt, die Geldpolitik kurzfristig zu lockern.

Solange die geopolitischen Spannungen anhalten, dürften Anleger vorsichtig bleiben und den Optimismus über jüngste Marktgewinne mit der Unsicherheit hinsichtlich des globalen Wirtschaftsausblicks abwägen.