Micron-Aktie fällt trotz KI-getriebener Rekordzahlen und starker Prognose

Micron-Aktie fällt trotz KI-getriebener Rekordzahlen und starker Prognose
Ananthu C U
18. März 2026, 22:08 PM
  • Micron übertrifft die Erwartungen, da KI-Nachfrage starkes Gewinnwachstum treibt.
  • Knappes Speicherangebot steigert Preise, Margen und den Umsatz.
  • Starker Ausblick signalisiert anhaltende Dynamik bei der Nachfrage nach KI-Chips.

Micron Technology legte am Mittwoch beeindruckende Ergebnisse für das zweite Quartal vor und unterstrich damit die starke Nachfrage nach Speicherchips, die von künstlicher Intelligenz und dem Ausbau von Rechenzentren getrieben wird.

Das Unternehmen meldete einen bereinigten Gewinn je Aktie von $12.20, weit über den Erwartungen der Wall Street von etwa $9.19.

Der Umsatz stieg auf rund $23.9 billion, deutlich über den Konsensschätzungen von etwa $20 billion und stellte damit nahezu eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum dar.

Die Micron-Aktie fiel jedoch im nachbörslichen Handel um 2 % zusammen mit dem breiteren Markt, nachdem die Federal Reserve die Zinsen unverändert ließ und Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell Bedenken hinsichtlich anhaltender Inflation signalisierten.

KI-Nachfrage treibt Rekordleistung an

Die Ergebnisse von Micron verdeutlichen die starke Wirkung des KI-Investitionsbooms auf die Speicherchipbranche.

Die Nachfrage nach leistungsfähigem DRAM und NAND, die in Rechenzentren und für KI-Workloads eingesetzt werden, hat das Angebot übertroffen und sowohl Volumen als auch Preise nach oben getrieben.

CEO Sanjay Mehrotra verwies auf den strukturellen Wandel im Markt.

„Im KI-Zeitalter ist Speicher für unsere Kunden zu einer strategischen Ressource geworden, und wir investieren in unsere weltweiten Fertigungsstandorte, um ihre wachsende Nachfrage zu unterstützen“, sagte Mehrotra.

Der Umsatz des Unternehmens hat sich gegenüber $8.05 billion im Vorjahr nahezu verdreifacht, während der Nettogewinn auf rund $13.8 billion anstieg.

Die Bruttomargen weiteten sich deutlich aus und lagen bei über 74 %, was die starke Preissetzungsmacht und operative Effizienz widerspiegelt.

Das Wachstum war in allen Segmenten breit gestützt.

Die Erlöse aus Cloud-Speicher stiegen um mehr als 160 % auf $7.75 billion, während das Mobil- und Client-Geschäft ebenfalls deutliche Zuwächse verzeichnete und von $2.24 billion vor einem Jahr auf $7.71 billion kletterte.

Der Nachfrageanstieg steht in engem Zusammenhang mit den wachsenden Speicheranforderungen fortschrittlicher KI-Chips, insbesondere derer, die in Rechenzentren eingesetzt werden.

Angebotsengpässe stützen Preise und Margen

Die starke Performance des Unternehmens wird durch angespannte Angebotsbedingungen auf dem gesamten Speichermarkt gestützt.

Kapazitätsengpässe in der Branche, insbesondere im Bereich High-Bandwidth Memory (HBM), haben das Angebotswachstum begrenzt, obwohl die Nachfrage weiter zunimmt.

Micron und seine Wettbewerber, darunter Samsung und SK Hynix, bauen die Produktion hoch, doch vor Mitte 2027 wird keine nennenswerte neue Kapazität erwartet.

„Die Verbesserung unserer Ergebnisse und der Aussichten ist das Ergebnis eines durch KI getriebenen Anstiegs der Speichernachfrage, struktureller Angebotsengpässe und der starken Ausführung von Micron in allen Bereichen“, sagte Mehrotra.

Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage hat zu einem starken Anstieg der Speicherpreise geführt und damit zum kräftigen Umsatzwachstum und zur Margenausweitung des Unternehmens beigetragen.

Analysten haben angemerkt, dass die Branche in eine neue Phase eintreten könnte, in der die durch KI getriebene Nachfrage die traditionelle Zyklizität reduziert, die den Speichermarkt historisch geprägt hat.

Starker Ausblick

Micron gab zudem einen starken Ausblick.

Für das laufende dritte Quartal erwartet das Unternehmen im Mittel einen Umsatz von etwa $33.5 billion, deutlich höher als die Analystenschätzungen von rund $24.3 billion.

Der bereinigte Gewinn je Aktie wird auf etwa $19.15 prognostiziert, deutlich über den Erwartungen von rund $12.

Das Unternehmen kündigte außerdem eine Erhöhung der Quartalsdividende um 30 % an und hob sie auf 15 Cent je Aktie an.

Der starke Ausblick deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach Speicherchips voraussichtlich robust bleibt, insbesondere da die Investitionen in KI-Infrastruktur weltweit weiter zunehmen.