Dow-Futures verhalten am Donnerstag: 5 Dinge vor Handelsbeginn

Dow-Futures verhalten am Donnerstag: 5 Dinge vor Handelsbeginn
Devesh Kumar
19. März 2026, 12:37 PM
  • Öl steigt stark an, nachdem Angriffe im Nahen Osten wichtige LNG-Lieferungen unterbrochen haben.
  • Fed hält die Zinsen, signalisiert weniger Senkungen, da die Inflationsprognose steigt.
  • Globale Märkte rutschen; Europa und Asien werden von Tech-Verlusten angeführt.

Die US-Aktien-Futures notieren am Donnerstag verhalten, einen Tag nachdem der Dow Jones in der vorherigen Sitzung ein neues Tief für 2026 erreicht hatte.

Dow-Futures gaben um 21 Punkte bzw. 0,1 % nach, während S&P 500- und Nasdaq-100-Futures jeweils um 0,1 % bzw. 0,2 % nachgaben.

Die zurückhaltenden Zahlen folgten auf heftige Kursbewegungen an der Wall Street am Mittwoch, nachdem heißer als erwartete PPI-Daten und die restriktive Haltung der Fed die Aktien drückten.

5 things to know before Wall Street opens

1. Ölpreise dominieren wieder die Schlagzeilen angesichts des Konflikts im Nahen Osten.

Der Brent-Preis stieg um fast 8 % und notiert zum Zeitpunkt dieser Meldung über 114 $ pro Barrel.

Auch US-WTI legte zu und bewegt sich um die 97 $ pro Barrel.

Der scharfe Anstieg der Ölpreise folgte auf iranische Raketenangriffe auf Ras Laffan, den Standort von Katar’s wichtigem Verarbeitungszentrum für verflüssigtes Erdgas (LNG).

Die Betriebsabläufe in der Anlage Ras Laffan, die für rund ein Fünftel der weltweiten LNG-Versorgung verantwortlich ist, wurden nach dem Angriff eingestellt.

Die Störung befeuerte neue Volatilität auf den Energiemärkten, wobei auch die europäischen Gaspreise um mehr als 35 % sprangen.

2. Die Federal Reserve hielt die Zinssätze am 18. März unverändert, beließ den maßgeblichen Federal-Funds-Zinssatz in der Spanne von 3,5 %–3,75 %.

Das FOMC stimmte mit 10 zu 2 für die Beibehaltung, wobei der von Trump ernannte Gouverneur Stephen Miran widersprach.

Die Entscheidung fiel vor dem Hintergrund stark steigender Ölpreise im Zusammenhang mit dem anhaltenden Iran-Konflikt und einem schwachen Arbeitsmarktbericht für Februar.

Die Fed hob zudem ihre Inflationsprognose an und erwartet nun ihren bevorzugten Messwert bis Ende 2026 bei 2,7 %.

Der aktualisierte Dot Plot zeigte, dass der Median der FOMC-Mitglieder nur eine Zinssenkung für das Jahr einzeichnete.

3. Die Micron-Aktie erlitt nach Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal einen scharfen Ausverkauf.

Trotz besserer Ergebnisse als von der Wall Street erwartet und rekordhoher Umsätze liegt der Speicher-Riese am Donnerstag im vorbörslichen Handel über 6 % im Minus.

Der Einbruch folgte, nachdem Micron angekündigt hatte, seinen Investitionsplan für 2026 anzuheben – ein Schritt, der Anleger offenbar verunsicherte, trotz Optimismus hinsichtlich KI-getriebener Nachfrage.

4. Alibabas Ergebnis für das Dezemberquartal zeigte, wie teuer die KI-Strategie wird.

Der Tech-Gigant verfehlte die Schätzungen und meldete einen Umsatz von 284,8 Milliarden Yuan, während der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr um 66 % einbrach.

Die Zahlen deuten darauf hin, dass Alibaba kurzfristige Profitabilität opfert, während es mehrere zehn Milliarden Dollar in KI investiert.

Für Investoren ist entscheidend, ob diese Investitionen schnelleres Cloud-Wachstum und eine stärkere Akzeptanz von KI-Produkten vorantreiben können.

Es hängt auch davon ab, ob Alibaba eine breitere Neubewertung jenseits seines Kern-E-Commerce-Geschäfts erzielen kann.

5. Weltweit dominierte bei Anlegern die Angst, da die meisten Indizes einen scharfen Ausverkauf verzeichneten.

Europäische Märkte wurden am Donnerstag belastet, als sich der Konflikt mit Iran verschärfte.

Der Stoxx 600 fiel bis zum Vormittag in London um mehr als 2 %, mit Verlusten in nahezu allen wichtigen Märkten.

Ähnlich das Bild in Asien, wo Technologiewerte die Verlierer anführten: Südkoreas Speicherchip-Spitzenreiter SK Hynix und Samsung Electronics fielen um 2,23 % bzw. 1,8 %.