Apple-Aktien steigen – iPhone-Nachfrage und Mac-Verkäufe verbessern Ausblick
- Apple-Aktien steigen um 1.6% aufgrund starker Signale zur iPhone-Nachfrage.
- Nachfrage nach MacBook Neo steigt kräftig und hebt die Wachstumsaussichten des Ökosystems.
- China-Erholung stark, aber regulatorische Risiken bleiben im Fokus.
Apple-Aktien stiegen am Montag um 1.69%, nachdem Anleger auf starke Signale aus dem Produkt-Ökosystem reagierten – von robuster iPhone-Nachfrage bis hin zu kräftigem frühem Zuspruch für das neueste MacBook – trotz anhaltendem regulatorischem Druck in China.
Die Kursgewinne fallen zusammen mit neuen Daten und Kommentaren, die auf eine Verbesserung der Verbrauchernachfrage hindeuten, insbesondere in Schlüsselmärkten, sowie auf die anhaltende Ausweitung von Apples Ökosystem.
iPhone-Nachfrage bleibt in Schlüsselmärkten stark
Apple stand im Fokus, nachdem eine Morgan-Stanley-Umfrage eine anhaltende Stärke der iPhone-Nachfrage hervorhob, gestützt durch steigende Upgrade-Zyklen und wachsendes Verbraucherinteresse weltweit.
Die Studie ergab, dass die weltweiten iPhone-Upgrade-Raten 37% erreichten, zwei Prozentpunkte über dem Vorjahr und den höchsten je verzeichneten Wert.
In China stiegen die Upgrade-Raten um 9% und deuteten damit auf eine Erholung in einem von Apples wichtigsten Märkten hin.
Der Bericht verzeichnete zudem ein Fünfjahreshoch bei Nutzern, die zu Apple-Geräten wechseln, sowie einen 18%-Anstieg der Nachfrage nach Modellen mit größerer Speicherkapazität, was auf eine anhaltende Premiumisierung hindeutet.
Morgan-Stanley-Analyst Erik Woodring erwartet, dass Apple das einzige große Smartphone-Unternehmen sein wird, das in diesem Jahr Marktanteile gewinnt.
Er bestätigte seine Overweight-Einschätzung und setzte ein Kursziel von $315, wobei er die stärker als erwartete Nachfrage anführte.
Das Unternehmen prognostiziert, dass die iPhone-Verkäufe im Geschäftsjahr 2026 um 6% wachsen werden, gegenüber 3% für den Gesamtmarkt, und erklärte, ein mögliches faltbares iPhone könnte die Preise und die Erlöse im Geschäftsjahr 2027 zusätzlich stützen.
Die Umfrage wies jedoch auf zwiespältige Stimmungen gegenüber Apples Vorstoß in der Künstlichen Intelligenz hin und stellte fest, dass Kunden weniger bereit sind, für KI-gesteuerte Funktionen zu zahlen.
Unerwartet starke MacBook-Nachfrage, da günstiges Modell ausverkauft ist
Zur positiven Stimmung trägt bei, dass die neueste MacBook-Produktreihe von Apple eine starke Anfangsnachfrage verzeichnet, insbesondere für das neu eingeführte MacBook Neo.
Apple-CEO Tim Cook schrieb in einem Beitrag auf X: „Mac hatte gerade seine beste Launch-Woche aller Zeiten für Erstkäufer eines Mac.“
Das Neo-Modell, zum Preis von $599, treibt offenbar die Nachfragewelle an; Einheiten sind ausverkauft und bis Mitte April nicht zur Abholung im Laden verfügbar, während höherwertige MacBook Air- und Pro-Modelle weiterhin leicht erhältlich sind.
Trotz des niedrigeren Preises haben Analysten Bedenken hinsichtlich Margendrucks heruntergespielt.
„Ich betrachte die jüngsten Mac-Produktvorstellungen als einen großen Erfolg für Apple kurz- und mittelfristig“, sagte Oppenheimer-Analyst Martin Yang in einem Bericht von Barron’s. „Neo könnte eine etwas unterdurchschnittliche Marge im Vergleich zu anderen Mac-Produkten aufweisen, aber ich halte den Margen-Gegenwind nicht für groß genug, um in Apples konsolidierter Gewinn- und Verlustrechnung bemerkbar zu sein.“
Ryan Reith, Group Vice President der Worldwide Device Tracker-Sparte von IDC, hob den strategischen Vorteil hervor, neue Nutzer in Apples Ökosystem zu holen, insbesondere da Wettbewerber aufgrund höherer Speicherkosten die Preise anheben.
„Wie viele Jahre wurde nun schon über das Wachstum der Apple-Services gesprochen, Wachstum der Apple-Services. Und ich weiß, es gab einige Stolpersteine, aber jeder, den sie in ihr Ökosystem bringen oder dort halten, das ist es, was hinter dem Wachstum ihrer Services steht“, sagte Reith.
China-Strategie und regulatorische Risiken bleiben im Fokus
Gleichzeitig navigiert Apple weiterhin regulatorische Herausforderungen in China und vertieft zugleich sein Engagement in der Region.
Bei einer Rede auf dem China Development Forum in Peking betonte Tim Cook die Bedeutung chinesischer Entwickler und des Fertigungs-Ökosystems des Landes.
Das Unternehmen senkte kürzlich App Store-Gebühren für Entwickler in China, ein Schritt, der als Reaktion auf zunehmende kartellrechtliche Prüfungen gesehen wird.
Kommentare staatlicher Medien deuteten an, dass weitere Erleichterungen erforderlich sein könnten und verwiesen auf anhaltenden Druck in Bezug auf das, was sie als monopolistische Praktiken bezeichneten.
Apple diversifiziert zudem seine Lieferkette, erweitert die Produktion nach Vietnam und Indien und behält China gleichzeitig als wichtigsten Fertigungsstandort bei.
Hintergrund ist eine Erholung von Apples China-Geschäft, wobei die Umsätze aus der Region im Dezemberquartal um 38% auf $25.5 billion stiegen, gestützt durch starke iPhone-Nachfrage und Wechseltrends bei Nutzern.
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