LaGuardia in NYC nach Startbahn-Zusammenstoß geschlossen – Folgen der Verzögerungen?

LaGuardia in NYC nach Startbahn-Zusammenstoß geschlossen – Folgen der Verzögerungen?
Devesh Kumar
23. März 2026, 10:32 AM
  • Jet kollidiert mit Feuerwehrfahrzeug und zwingt LaGuardia zur Schließung der Startbahn.
  • Flüge eingestellt, Verzögerungen breiten sich in NYC und dem Nordosten aus.
  • Störung an einem Flughafen mit hohem Verkehrsaufkommen birgt Risiko für das erweiterte Streckennetz der Fluggesellschaften.

Der LaGuardia Airport in New York wurde am Sonntag geschlossen, nachdem eine Air Canada Express CRJ-900 mit einem Feuerwehrfahrzeug der Port Authority auf Runway 4 kollidiert war.

Der Unfall, bei dem Berichten zufolge beide Piloten ums Leben kamen, legte den Betrieb an einem der verkehrsreichsten Flughäfen der Vereinigten Staaten lahm, der rund 91,800 Passagiere abwickelt und mehr als $39 million an regionaler Wirtschaftstätigkeit unterstützt.

An einem Flughafen, an dem sich Verzögerungen schnell durch New York und entlang des Nordostkorridors ausbreiten, kann selbst eine kurze Schließung weit über Queens hinaus nachwirken.

Die Zahlen hinter der Schließung

LaGuardia bediente 2024 rekordverdächtige 33.5 million Passagiere, laut dem jüngsten jährlichen Verkehrsbericht der Port Authority.

Das entspricht etwa 91,800 Reisenden pro Tag bzw. rund 3,825 Passagieren pro Stunde, wenn der Verkehr gleichmäßig über den Tag verteilt wäre.

Der wirtschaftliche Fußabdruck des Flughafens ist ebenso auffällig.

LaGuardia trägt mehr als $14.5 billion an wirtschaftlicher Aktivität zur Metropolregion New York-New Jersey bei.

Die Betriebe sichern mehr als 64,500 Arbeitsplätze insgesamt und mehr als $6.3 billion an jährlichen Löhnen.

Vereinfacht gerechnet sind das etwa $39.7 million an wirtschaftlicher Aktivität pro Tag bzw. nahezu $1.65 million pro Stunde.

Warum LaGuardia stärker ins Gewicht fällt

LaGuardia ist nicht einfach nur ein weiterer Flughafen im New-York-System.

Die Port Authority bezeichnet ihn als den primären Geschäfts- und Kurzstreckenflughafen der Stadt und als eines der führenden nationalen Drehkreuze für Geschäfts- und Freizeitreisen in den USA.

Der Flughafen bedient dichten, zeitkritischen Inlandsverkehr statt Langstreckenflüge, die sich leichter über andere Hubs umleiten lassen.

Die Vorgeschichte ist aufschlussreich. Während des US-Regierungsstillstands 2019 löste ein 82-minütiger Stopp bei Landungen in LaGuardia Verzögerungen an Flughäfen landesweit aus.

Der finanzielle Schaden war so groß, dass Delta angab, der umfassendere Stillstand koste die Airline etwa $25 million pro Monat.

LaGuardia hat zudem kürzlich gezeigt, wie fragil hochfrequente Abläufe unter Belastung sein können.

Während des Winter Storm Hernando im Februar verzeichnete der Flughafen an einem einzigen Tag 449 Streichungen und 119 Verspätungen; allein Republic Airways strich 164 Flüge.

Für Passagiere bedeutet das verpasste Termine, zerstörte Reisepläne von Familien, verpasste Anschlussverbindungen und dass kleinere Märkte im Nordosten plötzlich abgeschnitten sind.

Ein Muster, das sich schwerer ignorieren lässt

Die Schließung am Montag fällt zudem in einen ungünstigen Sicherheitshintergrund.

Im Oktober 2025 kollidierten zwei Endeavor Air CRJ-900 Regionaljets in LaGuardia an der Kreuzung der Rollwege M und A.

Der vorläufige Bericht besagte, eine Flugbegleiterin habe leichte Verletzungen erlitten, und die NTSB habe zusammen mit der FAA und anderen beteiligten Stellen eine umfassende Untersuchung eingeleitet.

Diesmal klangen die Warnsignale von Anfang an dringlich.

Berichte zitierten Funkaufzeichnungen der Flugsicherung, in denen kurz vor dem Zusammenstoß des Air Canada Express-Flugzeugs mit dem Einsatzfahrzeug wiederholt „Stop, stop, stop“ zu hören waren.

LaGuardia verzeichnet damit weniger als sechs Monate nach dem vorherigen Vorfall einen weiteren schweren Bodenzwischenfall — an einem Flughafen, der bereits unter starkem Druck und mit begrenztem Spielraum für Fehler operiert.