Iran-Krieg könnte Indonesiens Energiesubventionen auf Rp100 Billionen treiben

Iran-Krieg könnte Indonesiens Energiesubventionen auf Rp100 Billionen treiben
Devesh Kumar
01. Apr. 2026, 11:15 AM
  • Indonesien könnte die Energiesubventionen um $5.9 billion erhöhen, da die Ölpreise stark steigen.
  • Haushaltsdefizit dürfte sich 2026 auf 2.9% des BIP ausweiten.
  • Steigende Ölpreise setzen Haushaltsannahmen und Ausgabenpläne unter Druck.

Indonesien bereitet sich auf einen starken Anstieg der Kosten für Energiesubventionen vor, wobei die Regierung schätzt, dass sie in diesem Jahr bis zu 100 Billionen Rupiah ($5.9 billion) zusätzlich ausgeben könnte, da die Ölpreise angesichts der Spannungen rund um den Iran steigen, laut Reuters.

Die Warnung unterstreicht den wachsenden fiskalischen Druck in Schwellenländern, da Energieschocks die öffentlichen Finanzen belasten.

Algerien, das ähnlichen Belastungen ausgesetzt ist, bereitet sich auf ein größeres Haushaltsdefizit im nächsten Jahr vor und hat begonnen, die Inlandsnachfrage zu dämpfen, indem es die Kraftstoffverkäufe begrenzt und Staatsbedienstete auffordert, von zu Hause aus zu arbeiten.

Finanzierungsbedarf und fiskalischer Druck

Indonesien erwartet, dass die Subventionslast stark ansteigt, falls die Ölpreise erhöht bleiben, was die Bemühungen erschwert, das Haushaltsdefizit unter Kontrolle zu halten.

Beamte sehen nun, dass sich das Defizit 2026 auf rund 2.9% des Bruttoinlandsprodukts ausweiten könnte, gegenüber zuvor anvisierten 2.68%.

Um die zusätzlichen Kosten aufzufangen, plant die Regierung weitreichende Ausgabenkürzungen über mehrere Ministerien hinweg, hat jedoch noch nicht angegeben, welche Sektoren betroffen sein werden.

Die Entwicklung unterstreicht, wie schnell externe Schocks die Haushaltsplanung in energieimportierenden Volkswirtschaften entgleisen lassen können.

Unter Druck stehende Haushaltsannahmen

Indonesien hatte bereits 381.3 trillion rupiah ($22.5 billion) für dieses Jahr für Energiesubventionen und Entschädigungen an staatliche Unternehmen wie Pertamina und PLN vorgesehen, die Kraftstoff und Strom unter dem Marktpreis verkaufen.

Diese Prognosen basierten auf relativ stabilen Annahmen, darunter ein indonesischer Rohölpreis von etwa $70 pro Barrel und ein Wechselkurs nahe Rp16,500 pro US-Dollar.

Doch diese Annahmen stehen nun unter Druck.

Die Ölpreise sind in den letzten Monaten stark gestiegen und näherten sich zeitweise $100 pro Barrel, da geopolitische Spannungen im Nahen Osten das Angebot stören und die globalen Märkte verknappen.

Die Kluft zwischen Haushaltsannahmen und Marktrealität vergrößert sich nun, was das Risiko weiterer fiskalischer Abweichungen erhöht.

Regierungen ergreifen Maßnahmen zur Eindämmung der Nachfrage

In der gesamten Region bemühen sich politische Entscheidungsträger eilig, die Folgen einzudämmen.

Malaysia hat Obergrenzen für subventionierte Kraftstoffkäufe eingeführt und ermutigt Regierungsangestellte, von zu Hause aus zu arbeiten, um den Verbrauch zu begrenzen.

Indonesien erwägt zudem, einen erheblichen Teil der geplanten fiskalischen Einsparungen zur Abmilderung der Auswirkungen höherer Energiekosten und einer möglichen geopolitischen Eskalation umzuleiten.

Gleichzeitig prüfen Beamte politisch heikle Anpassungen der Energiepreise, während sie versuchen, fiskalische Disziplin mit dem Schutz der Verbraucher in Einklang zu bringen.

Vorerst setzt die Regierung darauf, dass sich die Ölpreise stabilisieren. Doch angesichts anhaltend erhöhter globaler Spannungen ist diese Annahme – wie auch ihre Haushaltsprognosen – zunehmend unsicher.