Leapmotor meldet 26 % Anstieg der Auslieferungen im 1. Quartal

  • Leapmotor-Auslieferungen steigen deutlich und markieren das vierte Quartal in Folge mit starken Zahlen.
  • BYD-Verkäufe fallen im Inland, Exporte steigen jedoch deutlich.
  • Der Wettbewerb verschärft sich, da das Wachstum auf Chinas Markt für Elektrofahrzeuge uneinheitlich verläuft.

Der chinesische Hersteller von Elektrofahrzeugen Leapmotor meldete im ersten Quartal ein starkes Auslieferungswachstum.

Die starken Zahlen kamen, obwohl breit angelegte Branchendaten auf einen intensiver werdenden Wettbewerb und uneinheitliche Nachfrage auf dem Inlandsmarkt hinwiesen.

Das Unternehmen lieferte im Quartal 110.155 New-Energy-Fahrzeuge aus, was einem Anstieg von fast 26 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Entwicklung stellt zudem Leapmotors viertes Quartal in Folge dar, in dem die Auslieferungen über 100.000 Einheiten lagen.

Leapmotor setzt Wachstumskurs fort

Leapmotors anhaltende Auslieferungsserie fällt in eine Phase der Expansion sowohl im Inland als auch international.

Während jüngere monatliche Verkaufsupdates begrenzt waren, baut das Unternehmen seine Aktivitäten aktiv aus, indem es Vertriebskanäle im Ausland erweitert, die Fabrikkapazitäten erhöht und neue Modelle in China einführt.

Die Partnerschaft mit Stellantis spielte eine Schlüsselrolle bei der Ausweitung seiner globalen Präsenz.

Das Unternehmen gab an, bis Ende 2025 mehr als 800 Verkaufs- und Servicestellen für Elektrofahrzeuge in Europa und über 30 Standorte in Südamerika eingerichtet zu haben.

Darüber hinaus eröffnete Leapmotor im März ein Innovationszentrum in München, Deutschland, als Teil seines breiteren Vorstoßes in internationale Märkte.

Berichten zufolge führen das Unternehmen und Stellantis laut Bloomberg außerdem Gespräche darüber, Elektrofahrzeuge in einer kanadischen Fabrik zu produzieren.

BYD steht unter Druck auf dem Heimatmarkt und setzt auf Exporte

Im Gegensatz dazu behauptete BYD seine Position als Chinas größter Verkäufer von Elektrofahrzeugen nach Stückzahl, meldete jedoch einen deutlichen Rückgang der Quartalsverkäufe.

Das Unternehmen lieferte im ersten Quartal 688.993 Fahrzeuge aus, was einem Rückgang von 30 % entspricht, da der Wettbewerb in einem sich verlangsamenden Binnenmarkt intensiver wurde.

Angesichts der schwächeren Nachfrage im Inland stützt sich BYD zunehmend auf Auslandsmärkte, um das Wachstum aufrechtzuerhalten.

Das Unternehmen erklärte, es habe das Ziel, in diesem Jahr mehr als 1 Million Fahrzeuge international zu verkaufen, und berichtete, dass die Exporte im ersten Quartal um mehr als 55 % gegenüber dem Vorjahr auf 321.165 Fahrzeuge im ersten Quartal gestiegen seien.

Dieser Wandel unterstreicht die breiteren Herausforderungen, denen Chinas E-Fahrzeugsektor gegenübersteht, in dem sich verlangsamende wirtschaftliche Bedingungen und verschärfter Wettbewerb auf die Inlandsverkäufe auswirken.

Gemischte Leistungen bei Wettbewerbern

Andere chinesische Hersteller von Elektrofahrzeugen berichteten im ersten Quartal von unterschiedlichen Entwicklungen, die die divergierenden Trends innerhalb des Sektors widerspiegeln.

Nio lieferte im Quartal 83.465 Fahrzeuge aus und verdoppelte damit nahezu seine Produktion im Vergleich zum Vorjahr, gestützt durch den Absatz der Modelle Onvo und Firefly.

Xiaomi lieferte im Quartal mehr als 79.000 Fahrzeuge aus, was einem Anstieg von 14,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, nach Upgrades seiner Limousine SU7.

Die Premiummarke Zeekr meldete Auslieferungen von 77.037 Fahrzeugen, ein Plus von 86 % gegenüber dem Vorjahr, während Xpeng 62.682 Fahrzeuge auslieferte, was einem Rückgang von über 30 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht.

Die jüngsten Daten verdeutlichen ein sich wandelndes Bild auf Chinas Markt für Elektrofahrzeuge, in dem starkes Wachstum bei einigen Akteuren im Gegensatz zu rückläufigen Verkäufen bei anderen steht.